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Partner und Produzenten: Lewi Cuaca, PMA Indonesien

Lewi Cuaca ist Agrarwissenschaftler und Geschäftsführer unseres Partners PMA. Er arbeitet mit Kleinbauerngruppen in Indonesien und hilft ihnen dabei, ihre hochwertigen Bio-Produkte erfolgreich zu vermarkten.

„Wenn ich mit den Farmergruppen arbeite, habe ich das Gefühl, ein Teil von ihnen zu werden. Mein Traum ist, den Kleinbauern dabei zu helfen, wohlhabend zu werden. Die Farmer in Indonesien arbeiten sehr hart und sie haben es einfach verdient, ein besseres Leben zu haben. Ein Arbeitstag beginnt um 5:00 Uhr morgens und hört um 16:00 oder 17:00 Uhr nachmittags auf. Die indonesischen Farmer arbeiten sehr viel, aber nur wenige Menschen bringen ihnen dafür Wertschätzung entgegen", erzählt Lewi Cuaca, Geschäftsführer unseres indonesischen Partners PMA.

„Viele Leute hier versuchen, ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Sie wollen den Kleinbauern die Ware immer so billig wie möglich abkaufen. Und dann verkaufen sie die Produkte zu einem viel höheren Preis weiter. Die meisten Kleinbauern, mit denen wir arbeiten, haben einen sehr niedrigen Bildungsstand. Unsere Arbeit bei PMA besteht zu großem Teil in Trainings und Fortbildungen. Und unser Ziel ist es, den Produzenten dabei zu helfen, unabhängig zu sein."

Sakun Akhmad Sahroni sammelt den Nektar der Kokosblüten von den Bäumen. Gemeinsam mit seiner Familie übernimmt er die ersten Verarbeitungsschritte des Kokosblütenzuckers.Sakun Akhmad Sahroni ist einer der Kleinbauern, mit denen PMA zusammenarbeitet. Er stellt mit seiner Familie Kokosblütenzucker her und ist Mitglied in der Zucker-Kooperative Nitra Saria. In unserem Film „EL PUENTE Kokosblütenzucker aus Indonesien" gibt er einen Einblick in die Arbeit, die hinter der Herstellung des Produktes steht. „Gemeinsam mit meiner Familie, insgesamt fünf Personen, leben wir in einem Haus: Meine Frau und unsere zwei Kinder, sowie meine Mutter, die auch bei uns lebt. Ich bin zufrieden mit unserem Leben hier, denn es gibt keine Probleme in unserer Familie. Unser Leben mag simpel sein, aber wir genießen es, als Familie zusammen zu sein."

Bio-Kokosblütenzucker wird in Europa immer bekannter und die Absatzchancen für das traditionelle Produkt sind sehr gut. Sakun und seine Familie blicken daher positiv in die Zukunft: „Ich mache diese Arbeit schon seit 26 Jahren. Heute bin sehr stolz, dass ich mit meiner Arbeit genug verdiene. Ich kann meine beiden Kinder in die Schule schicken, sodass sie eine bessere Ausbildung erhalten, als es für mich möglich war. Früher dachte ich, dass ich meinen Sohn nur auf die Grundschule schicken könnte. Aber mit unserem aktuellen Einkommen, das wir durch den Verkauf des Bio-Kokosblütenzuckers haben, denke ich, dass ich ihm sogar ein Studium finanzieren kann."

Kokosblütenzucker: Ernte und Verarbeitung

Kokosblütenzucker wird nicht aus Kokosnüssen gewonnen, sondern aus dem süßen Blütennektar der Kokospalmen. Diese grünen Riesen wachsen in Indonesien in Mischkulturen neben anderen Pflanzen. Ihre Blattkronen ragen weit in den Himmel. Erfahrene Sammler, wie Sakun Sahroni, klettern mehrmals am Tag mit geübten Schritten die meterlangen Stämme hinauf. Oben angekommen, binden die Sammler kleine Bambusgefäße an die Blütenstände der Palmen. Schon nach wenigen Stunden füllen diese sich mit flüssigem, klaren Saft.

Kokospalmen in Indonesien: Der Sammler Sakun klettert seit über 20 Jahren täglich auf die hohen Palmen, um den Nektar zu sammeln. Der frische Nektar der Kokospalmen ist ein sensibles Produkt, das sofort verarbeitet werden muss, damit der Saft nicht anfängt zu gären. Nachdem Sakun die Gefäße mit der Flüssigkeit von den Bäumen geholt hat, bringt er die Ernte direkt nach Hause. Dort kümmert sich die Familie um die Weiterverarbeitung.

Eine große Pfanne steht im Haus bereit, um den Saft auf offenem Feuer einzukochen. Durch schnelles Rühren sorgen die Frauen dafür, dass die Flüssigkeit gleichmäßig bewegt wird und sie sich in eine feste Masse verwandelt. Anschließend werden die Zuckerbrocken von Hand zermahlen. In der Sammelstelle der Kooperative Nitra Saria liefern Sakun und die anderen Kleinbauern den Zucker in diesem Verarbeitungsstadium ab.

Über 1.000 Bauern gehören zur Kooperative. Für die Ernte des bio-zertifizierten Zuckers erhalten sie an der Sammelstelle einen guten Preis. In der Kooperative findet dann auch die erste Qualitätskontrolle und ein erneutes Sieben statt. „Die Kleinbauern bekommen von PMA 25.000 indonesische Rupien für ein Kilogramm Kokosblütenzucker. Von anderen lokalen Käufern bekommen die Bauern oft nur 14.000 bis 16.000 Rupien. Wir übernehmen dann noch die weiteren Schritte, wie die Qualitätskontrolle im Labor, die Vermarktung und die Logistik. Diese Kalkulation ist durch den Fairen Handel möglich“, erzählt Lewi Cuaca stolz.

EL PUENTE Partner: PMA

Der Anbau von Maniok hat in Indonesien eine lange Tradition. Doch kontrolliert biologischer Anbau ist auch hier etwas Neues. Unser Partner PMA berät die Bauern und führt Schulungen durch.Neben Kokosblütenzucker bietet unser Partner PMA eine breite Produktpalette an. Der Sitz der Organisation ist in Tangerang, auf der Insel Java. 2011 haben die Agrarwissenschaftler Lewi Cuaca und Elsje Mansula die Geschäftsführung von PMA übernommen. Beide waren vorher in konventionellen Unternehmen tätig und suchten nach einem Projekt, in dem sie ihr Fachwissen mit Entwicklungsprojekten für Kleinbauern verbinden können.

Die Aufgabe, die PMA dabei als Export- und Marketingorganisation des Fairen Handels wahrnimmt, beschreibt Lewi so: „Die indonesischen Kleinbauern, mit denen wir arbeiten, sind meist richtige Experten in ihrem Gebiet. In Sachen Anbau brauchen wir ihnen nicht viel beibringen. Oft wird in den Kleinbauernfamilien schon seit Generationen das Wissen über den Anbau und die Ernte eines bestimmten Produktes weitergegeben. Aber um diese hochwertigen Produkte dann erfolgreich auf dem Markt zu verkaufen, reicht das ja noch nicht. Es ist sehr viel technisches Know-How nötig: Wie erzielt man den richtigen Trocknungsgrad, damit die Qualität von Nüssen bei der Verschiffung einwandfrei bleibt? Wie geht man mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen um? Wie können Kleinbauern im biologischen Anbau angemessen auf Schädlinge oder Krankheiten reagieren? In diesen Bereichen unterstützen wir die Bauern.“

Und zu guter Letzt übernimmt PMA die Logistik innerhalb des Landes. „Das ist ganz anders als bei Euch in Deutschland!“ Der Indonesier muss herzlich lachen. Für seine Maßstäbe ist Deutschland ein winziges Fleckchen Erde. Indonesien besteht aus Tausenden Inseln, die weit voneinander entfernt liegen. Allein der Transport der Nüsse von den Feldern der Produzenten bis in die Qualitätskontrolle von PMA dauert manchmal mehrere Wochen. Das Team von PMA kümmert sich darum, dass die Ware der Kleinbauern diese Reisen unbeschadet übersteht und übernimmt auch die letzten Verarbeitungsschritte sowie die Qualitätskontrolle vor der Verschiffung.

Austausch und Entwicklung: Das Maniok-Projekt

„Bei den Terminen mit unseren Handelspartnern spielt Produktentwicklungen eine wichtige Rolle. Wenn die Partner uns besuchen, steht der Tisch sofort voll mit Produktmustern. Es gibt in Indonesien so viele Früchte und Nüsse mit exotisch anmutenden Aromen und Farben! Gemeinsam mit Lewi und Elsje von PMA rätseln wir, ob die deutschen Kunden bereit sind, Neues zu entdecken und was wohl ihren Geschmack treffen könnte“, erklärt Martin Moritz, Geschäftsführer von EL PUENTE und fügt hinzu: „Manchmal finden wir bei den Reisen zu unseren Partnern ein besonders interessantes Produkt. Aber letztlich heißt Fairer Handel auch, dass wir vor allem Produkte einführen, für die wir auch langfristige Perspektiven auf dem europäischen Markt sehen.“

Martin Moritz, Geschäftsführer von EL PUENTE, besucht den Partner PMA in Indonesien: In der Qualitätskontrolle von Cashews und Erdnüssen kommt es auf ein gutes Auge an.Martin Moritz besucht den Partner regelmäßig vor Ort und hat vor 15 Jahren auch die Einführung der Maniok-Chips angestoßen. „Diese Produktgruppe war damals für unsere Kunden ganz neu. Kaum jemand wusste, was Maniok eigentlich ist und wie er schmeckt. Die Chips werden in Indonesien fertig produziert und verpackt. Sie sind bis heute ein Verkaufsrenner bei unseren Kunden. Inzwischen bieten wir acht verschiede Sorten an. Und wir arbeiten gemeinsam mit PMA an der Bio-Zertifizierung für die Bauern und die Produktion.“ Schon mehrfach stand dieses Projekt kurz vor dem Abschluss. Doch die biologische Zertifizierung ist ein langwieriger Prozess. Die größte Hürde lag dabei in der Vergangenheit in der fehlenden Planungssicherheit.

„Für eine Bio-Zertifizierung muss die Einhaltung der Kriterien über mehrere Jahre lückenlos dokumentiert werden – und die Zertifizierung ist natürlich an ganz bestimmte Flächen gebunden. Da den indonesischen Kleinbauern das Land meist nicht gehört, gab es immer wieder Probleme“ , ergänzt Lewi Cuaca. 2008 war die Bio-Zertifizierung einmal bereits erfolgreich abgeschlossen, doch dann verlängerte der Eigentümer der Felder den Pachtvertrag für die Bauern nicht. Immobilienprojekte und Spekulationen treiben die Landpreise hier, wie vielerorts, in die Höhe. Die Kleinbauern, die die Flächen nachhaltig und biologisch bewirtschaften, sind in diesem Wettbewerb die Verlierer.

Gemeinsam planen PMA und EL PUENTE ein neues Maniokchips-Projekt in Indonesien. Der Rohbau für die neue, kleine Fabrik steht bereits. „Wir wollen in die Zukunft schauen und geben nicht auf. Deshalb entwickeln wir mit unserem Partner EL PUENTE jetzt ein neues Projekt in Indonesien: Der Grundstein für eine ganz neue, kleine Fabrik wurde bereits gelegt und für die umliegenden Felder haben wir die Bio-Zertifizierung beantragt. Unser langfristiges Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz: Der Bio-Anbau des Manioks und die Verarbeitung zum fertigen Produkt sollen direkt an einem Ort stattfinden. So werden Transportwege noch kürzer und die Familien der Bauern können langfristig in der Produktion beschäftigt werden.“

Das Bio-Zertifizierungs-Projekt wird auch durch den EL PUENTE-Entwicklungsfonds finanziert. Der Fonds steht allen Handelspartnern von EL PUENTE zur Verfügung, um besondere Projekte realisieren zu können, welche durch die Einnahmen aus dem Handel allein nicht zu decken wären.

(Stand: Mai 2016)

Lewi Cuaca ist Agrarwissenschaftler und Geschäftsführer unseres Partners PMA. Er arbeitet mit Kleinbauerngruppen in Indonesien und hilft ihnen dabei, ihre hochwertigen Bio-Produkte erfolgreich zu vermarkten.Sakun Akhmad Sahroni sammelt den Nektar der Kokosblüten von den Bäumen. Gemeinsam mit seiner Familie übernimmt er die ersten Verarbeitungsschritte des Kokosblütenzuckers.Kokospalmen in Indonesien: Der Sammler Sakun klettert seit über 20 Jahren täglich auf die hohen Palmen, um den Nektar zu sammeln. Bei der Herstellung des Bio-Kokosblütenzuckers ist die ganze Familie eingebunden. Der 42jährige Sakun Sahroni sammelt den Nektar von den Palmen. Zu Hause übernehmen seine Frau Satihma, die älteste Tochter Asih und Großmutter Sudirah die nächsten Schritte Der Kokosblütennektar wird in einer großen Pfanne eingekocht. Satihma Sahroni rührt und zermahlt den Zucker, damit er die richtige Konsistenz bekommt. Die ersten Verarbeitungsschritte übernimmt die Familie direkt zu Hause, bevor sie den Zucker in der SammIn der Kooperative Nira Satria findet die erste Qualitätskontrolle des Kokosblütenzuckers statt.Bio-Maniokanbau in Indonesien: Die Pflanzen bestehen auf den ersten Blick nur aua einem langen Stamm mit leuchtend grünen Blättern. Doch in der Erde verbirgt sich die Maniokwurzel, die für den Verzehr geeignet ist. Diese Pflanzen brauchen noch einige MonaDer Anbau von Maniok hat in Indonesien eine lange Tradition. Doch kontrolliert biologischer Anbau ist auch hier etwas Neues. Unser Partner PMA berät die Bauern und führt Schulungen durch.Lewi Cuaca von PMA plant mit den Maniokbauern die nächsten Schritte im Projekt Bio-Zertifizierung.  Gemeinsam planen PMA und EL PUENTE ein neues Maniokchips-Projekt in Indonesien. Der Rohbau für die neue, kleine Fabrik steht bereits. Martin Moritz, Geschäftsführer von EL PUENTE, besucht den Partner PMA in Indonesien: In der Qualitätskontrolle von Cashews und Erdnüssen kommt es auf ein gutes Auge an.

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