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Neu im Sortiment: Quinoamehl und Quinoaflocken

Quinoamehl und Quinoaflocken

Mehl und Flocken aus dem „Wunderkorn der Inka“ erweitern nun unser Quinoa-Sortiment. Seit schon etwa 5.000 Jahren ist Quinoa als Kulturpflanze in den Anden bekannt. Unsere Kolleginnen Angela und Isolde waren mit dem freien Journalisten Oliver Scheel gerade vor Ort bei den Kleinbauern in Bolivien und haben uns viele tolle Bilder und Neuigkeiten mitgebracht.

Die Brüder Pedro, Odeng, Jualberto und Rodolfo Garcia erzählten unseren Kolleginnen Angela und Isolde sowie dem freien Journalisten Oliver Scheel von ihrer Arbeit als Quinoa-Produzenten.So zum Beispiel von den vier Brüdern Pedro, Odeng, Jualberto und Rodolfo Garcia aus dem kleinen Dorf Pampauta, die den sogenannten „Andenreis“ zunächst für den Eigenkonsum anbauten. Mit dem Anstieg des Quinoa-Preises lohnte sich der kommerzielle Anbau und die Garcias traten 2011 der Export-Organisation ANAPQUI bei, der nunmehr knapp 2.000 Quinoa-Bauern angeschlossen sind. Sie produzieren sowohl weiße als auch rote und schwarze Quinoa. Der Anbau der Quinoa-Pflanzen erfolgt auf rund 3.700 m Höhe. Das Ernten ist Handarbeit. Anschließend dreschen die Produzenten die Quinoa aus. Bei ANAPQUI wird die Quinoa dann geschält, gewaschen, getrocknet und schließlich sortiert.

 

Viele Probleme für die Quinoa-Bauern

Der kleinen Regionalgruppe der Brüder - PQCAS - gehören insgesamt 80 Produzenten an, die allesamt Bio-Quinoa an ANAPQUI liefern. Nach dem wahren Quinoa-Boom vor drei Jahren ist der Preis stetig gefallen und viele Bauern mussten den Anbau aufgeben. Doch im Altiplano kann man nicht viel mehr machen als Quinoa anzubauen und aufgeben kommt für die Garcia-Brüder nicht in Frage. "Was sollen wir machen? Man kann ein paar Lamas oder Schafe züchten, aber wir sind eben Quinoa-Bauern und das wollen wir auch bleiben", erklärt Pedro. Der gesunkene Preis ist allerdings nicht das einzige Problem in der Region. Auch der Klimawandel ist auf dem Altiplano immer stärker zu spüren. Die Regenzeiten der letzten Jahre sind mehr oder weniger ausgefallen und ein starker Wind wirbelt Sand auf die noch jungen Pflanzen und verbrennt sie.

Die Auswirkungen des Klimawandels

ANAPQUI züchtet in seiner Aufzuchtstation Pflanzen, die für die Quinoa als Schutzwall gegen den zerstörerischen Wind dienen. ANAPQUI sucht in seiner Forschungsstation PROQUINAT in Challapata nach Lösungen für die Bauern. "Der Klimawandel ist ein großes Problem und der Wind setzt den Bauern enorm zu", erklärt Abran Huanca, der als Technischer Assistent den Bauern zur Verfügung steht. Um die zarten Triebe vor dem zerstörerischen Wind zu schützen, suchen die Experten nach anderen Pflanzen, die als Schutzwall für die Quinoa dienen. Und sie sind schon fündig geworden. In seiner Aufzuchtstation hat ANAPQUI einige resistente Pflanzen gefunden, die sowohl im Hochland gedeihen, als auch noch weitere Schutzfunktionen übernehmen. So können die Bauern die Blätter der Muña Muña genannten Bidens Andicola auch bei Leiden der Verdauungs- und Atemwege nutzen. Außerdem wehrt der Duft der Pflanze Schädlinge ab. Andere Pflanzen verlieren im Winter ihre Blätter und düngen so ein wenig den kargen Boden.

Die vier Brüder lassen sich nicht beirren. Sie haben nun alle 100 Meter eine Linie mit den Nutzpflanzen gezogen und hoffen, dass sie so im Kampf gegen den Wind wieder die Oberhand gewinnen. "Die letzten Ernten waren nicht gut, aber wir machen weiter", sagt Odeng. Und Jualberto fügt lachend hinzu: "Wir wäre es, ihr zahlt in Europa einfach den doppelten Preis, dann haben wir hier ein paar Probleme weniger." Ihren Humor haben die Garcia-Brüder noch nicht verloren, auch wenn der Quinoa-Anbau nicht mehr so ertragreich ist wie vor ein paar Jahren.

Probleme mit den Vicuñas

Die frei lebenden Vicuñas sind ein Problem für die Quinoa-Bauern, da sie die jungen Triebe der Quinoa-Pflanzen fressen.Konkurrenz bekommen die Bauern von der steigenden Zahl der Vicuñas. Die kleineren Verwandten der Lamas waren fast gänzlich ausgerottet, nun dürfen sie nicht mehr gejagt werden und ihre Zahl steigt wieder an. Das ist prinzipiell gut. Aber Vicuñas mögen die zarten Triebe der Quinoa und gefährden damit die Ernte. Wenn die Pflanze hingegen größer ist, meiden die Vicuñas sie, sie ist ihnen dann zu bitter. "So arbeiten die ersten Bauern schon mit Zäunen. Das hat es auf dem Altiplano noch nie gegeben", sagt Odeng Garcia. "Teilweise arbeiten wir auch mit kleinen Tüten über den Trieben, damit die Vicuñas nicht rankommen", erklärt er. "Viel Arbeit, aber was sollen wir machen? Eine andere Möglichkeit haben wir nicht, wenn wir hier im Hochland bleiben wollen. Und das wollen wir."

Deshalb schwören die Brüder auf ANAPQUI. "Da erhalten wir für unsere Ware einen weit besseren Preis als auf dem lokalen Markt. Vor allem die technische Unterstützung hilft uns enorm weiter in diesen schwierigen Zeiten des Klimawandels", erklärt Pedro und wirft einen bangen Blick in den blauen Himmel über dieser beeindruckenden, aber auch so rauen und lebensfeindlichen Landschaft, in der so wenig wächst.

 

Weiterverarbeitung der Quinoa

Mit dem Quinoamehl und den Flocken gibt es nun also auch verarbeitete Quinoa von ANAPQUI. Damit wird die Wertschöpfung im Produktionsland ausgebaut und ein höherer Anteil des Preises bleibt vor Ort. Es gibt neue Arbeitsplätze in der Weiterverarbeitung, wodurch mehr Menschen in Peru vom Fairen Handel mit Quinoa-Produkten profitieren können und damit Zukunftsperspektiven geschaffen werden.

Quinoamehl ist glutenfrei und man kann es unter Zugabe von etwas mehr Flüssigkeit und ggf. mit anderem Mehl verwenden – für Kuchen, Brot, Pizza oder diese köstlichen Waffeln. Hergestellt wird das Mehl aus der rohen Quinoa, sodass es Rohkostqualität besitzt.

Quinoaflocken schmecken im Müsli, als Porridge, in der Pfanne geröstet als Salat-Topping und auch als Panade für Fisch oder Hühnchen. Die Quinoa-Körner werden mit heißem Wasser behandelt, gewalzt und getrocknet – so entstehen die Flocken.

 

Unsere Qualitätsmanagerin Isolde besuchte die Quinoa-Felder in Bolivien. In der kargen Landschaft des Altiplano wächst die Quinoa in einer Höhe von 3.700 Metern.Neben der bekannten weißen Quinoa werden auch rote und schwarze Quinoa angebaut.Die Brüder Pedro, Odeng, Jualberto und Rodolfo Garcia erzählten unseren Kolleginnen Angela und Isolde sowie dem freien Journalisten Oliver Scheel von ihrer Arbeit als Quinoa-Produzenten.ANAPQUI züchtet in seiner Aufzuchtstation Pflanzen, die für die Quinoa als Schutzwall gegen den zerstörerischen Wind dienen. Die frei lebenden Vicuñas sind ein Problem für die Quinoa-Bauern, da sie die jungen Triebe der Quinoa-Pflanzen fressen.In Handarbeit wird die Maschine bedient, mit der die Quinoa nach der Ernte gedroschen wird. Zu Besuch bei ANAPQUI in Bolivien: Der Quinoa-Exporteur unterstützt die Kleinbauern im Land auf vielfältige Weise und übernimmt wichtige Arbeitsschritte, wie die Weiterverarbeitung und Verpackung.Unsere Kolleginnen Isolde (links) und Angela (Mitte) bei ANAPQUI: Die Quinoa wird gewaschen, um Staub und weitere Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend werden die Körner unter regelmäßigem Wenden getrocknet und dann sortiert und verpackt.Mit dieser Maschine werden die Quinoakörner unter Zugabe von warmem Wasser zu unseren neuen Quinoaflocken gewalzt.Unsere Qualitätsmanagerin Isolde besichtigt die Produktions- und Lagerräume von ANAPQUI.

 

Bericht nach/ Fotos von: Oliver Scheel, freier Journalist

 

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