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Reise nach Kirgistan

moderne Jurten

Weite Steppen mit schneebedeckten Bergen in der nebeligen Ferne - das ist der Norden Kirgistans. Hier wanderten seit jeher die kirgisischen Nomaden und stellten in dieser ungezähmten Landschaft ihre Filzjurten auf. Traditionell sind Jurten - die runden Zelte der Hirtennomaden - mit Filz eingedeckt. Auch die ursprüngliche Kleidung und die Hüte werden bis heute aus Filz gefertigt.

Unser neuer Handelspartner SAIMA aus Karabalta im Nordwesten Kirgistans trägt diese Tradition weiter. Die rund 30 angestellten Frauen stellen selbst das Filz für ihre Produkte her und schaffen es, aus dem unscheinbaren Material bunte Spielsachen und Dekoartikel herzustellen.

Fariza mit einigen ProduzentinnenSAIMA

Geführt wird SAIMA - was auf Kirgisisch "verzieren von Filz" bedeutet - von den beiden Schwestern Fariza und Svetlana Sheisheeva. 1998 gründete Fariza die Werkstatt. Als studierte Künstlerin lebt sie für die traditionsreiche kirgisische Kunst. Die verschiedenen Ornamente und Muster finden sich auf dem Filz wieder und verzieren bewusst auch neue Produkte wie Handyhüllen.

Die Arbeit von SAIMA

Nazira Davletova

SAIMA beschäftigt heute über 30 Frauen, die sich in finanziellen oder familiären Notsituationen befinden. Es sind meist Rentnerinnen, deren Rente nicht zum Überleben reicht oder Frauen, die aufgrund eines eigenen Handicaps oder ihrer Kinder keine andere Arbeit finden oder wahrnehmen können. So z. B. Nazira Davletova, die für SAIMA von zu Hause aus arbeitet.

Da sie eine sechsjährige Tochter hat, die unter einer schweren Behinderung leidet, musste Nazira ihren Beruf als Grundschullehrerin für kirgisische Sprache aufgeben, um zu Hause bei ihrer Tochter zu sein. Betreuungsstellen, Kindergärten oder Schulen für Kinder mit Behinderung gibt es nicht. Da ihr Mann die fünfköpfige Familie nicht alleine versorgen kann, ist Nazira über die Arbeit bei SAIMA dankbar.

 

 

Wissen über die Herkunft

Der kleine Betrieb SAIMA legt großen Wert auf naturbelassene Rohstoffe und Materialien. Die Wolle beziehen sie u. a. seit vielen Jahren von einem befreundeten Bauern aus der Nachbarstadt Belowodsk. Husein Kipkeivs Merinoschafe verbringen den Sommer in den Bergen Kirgistans. Jetzt, im September, ist er einer der ersten Bauern, der seine Schafe ins Tal bringt und das Winterlager vorbereitet.

Schäfer Husein KipkeivIn SAIMAS Werkstatt wird die gereinigte Wolle mit selbstgemachter Seife von den Frauen behandelt. Durch die Seife und warmes Wasser verbindet sich die Wolle und verfilzt sich schließlich durch langes Pressen und Rollen. Danach wird der Filz mit biologischen Farben oder natürlichen Mitteln wie Zwiebelschalen gefärbt.

 

 

Weitergabe der Tradition

Ihre Leidenschaften für Kunst und Filz hat Fariza an ihre Tochter Aigerim Bolotbekova weitergegeben. Wie ihre Mutter will die heute 22-jährige Aigerim selbst eine Werkstatt eröffnen und hat dafür vor einigen Monaten ihr Designstudium in Bischkek abgeschlossen. Damit werden auch in Zukunft die traditionellen Muster mit modernen Elementen verbunden.

Herstllung Filz

Fertigung Filzhirsch

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