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Import und Vertrieb fair gehandelter Produkte

Der Pott kocht fair

Der Pott kocht fair

DER POTT KOCHT FAIR – unter diesem Motto steht eine äußerst erfolgreiche Kaffee-Kampagne. Begonnen als eine kleine lokale Aktion der Weltläden in Gelsenkirchen sind mittlerweile Initiativen aus 12 Städten (Bochum, Duisburg, Marl, Bottrop, Gladbeck, Westerholt, Essen, Oberhausen, Kreis Unna, Gevelsberg, Castrop-Rauxel) an der Kampagne beteiligt.

Im Rahmen der Aktivitäten zu einer lokalen Agenda 21 gab es in vielen Städten des Ruhrgebietes Initiativen, die sich bemühten die Nord-Süd-Thematik am Beispiel des partnerschaftlichen Handels in die jeweiligen lokalen Prozesse einzubringen. So entstand zunächst in Gelsenkirchen und gemeinsam mit Initiativen aus anderen Städten die Idee zu einer gemeinsamen Kaffee-Aktion. Die Ziele der Kampagne waren bald abgesteckt. Die Anliegen des partnerschaftlichen Handels sollten bekannter gemacht werden, es galt das Globale in der lokalen Agenda zu verankern, die Nische der Weltläden sollte verlassen werden und ganz nebenbei sollte auch noch der Kaffeeabsatz gesteigert werden.

In enger Zusammenarbeit von lokalen Initiativen, der Weltläden-Basis, EL PUENTE, einem Grafik-Büro und der Rösterei fiel die Entscheidung den von EL PUENTE importierten Bio-Kolumbien-Kaffee zum Pott-Kaffee zu machen. Dieser feinmilde Bio-Kaffee wird von zwei Erzeugergemeinschaften in Kolumbien angebaut, die auf Initiative der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, heute GIZ) entstanden sind und den Kleinbauern eine alternative Vermarktungsmöglichkeit zum Koka-Anbau bieten sollen.

Um den Kaffee auf lokaler Ebene vermarkten zu können entstand unter dem Motto DER POTT KOCHT FAIR ein eigenes Logo und nicht zuletzt eine neue Kaffeetüte. Um die jeweilige lokale Anbindung zu erhalten gibt es auf der Grundlage eines einheitlichen Grunddesigns eine eigene Tüte für jeden Stadt-Kaffee. Die Tüten zeigen Symbole, die mit der jeweiligen Stadt verbunden sind.

Die notwendige Organisation und Logistik für den Vertrieb dieser Kaffee-Marken wird von der Weltäden-Basis in enger Kooperation mit EL PUENTE übernommen. Dienstleistung für die Weltläden wird dabei groß geschrieben, so dass sich so viele Städte wie möglich beteiligen können, ohne dass für die Engagierten in den Weltläden der Arbeits- und Zeitaufwand zu stark ansteigt.

Mittlerweile hat die Kampagne ein großes Echo in den Medien gefunden und auch der Verkauf geht gut voran. Hierbei hat sich positiv ausgewirkt den Kaffee eben nicht nur in den Weltläden anzubieten, sondern auch andere Einzelhändler mit einzubeziehen. Der Kaffee wird z.B. in Bäckereien, Öko-Läden, Metzgereien, Blumenläden usw. angeboten.

Finanziert wird die Kampagne DER POTT KOCHT FAIR einerseits aus öffentlichen Zuschüssen und auf der anderen Seite ist es gelungen zahlreiche Sponsoren auf lokaler Ebne für das Projekt zu begeistern. So sind fast alle Kaffee-Tüten mit Sponsoren-Logos versehen.

Wie erfolgreich die Kampagne ist, zeigt nicht zuletzt ein Preis, den die Kampagne im Rahmen des Landeswettbewerbs 'Öffentlichkeitsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung in NRW' erhalten hat. Die in Zusammenarbeit von Eine Welt Foren entstandene Regionalkampagne 'Der Pott kocht fair' zur Erschließung neuer Märkte für fair gehandelten Kaffee wurde als bestes Gesamtkonzept unter 90 Einsendungen ausgezeichnet.

Martin Müller

 

 

 


 
     
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