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01.03.2006 - Spendenaufruf: Unterwegs in Mexiko und Guatemala
Nachdem uns im vergangenen Jahr Francisco Cruz von unserem Kaffeepartner Yeni Navan in Mexiko zur Fairen Wochen besucht hat und wir feststellen mussten, dass die derzeitige Situation der Kaffeebauern vor Ort sehr schwierig ist, haben wir uns entschlossen, den persönlichen Kontakt zu den Kooperativen zu suchen. Ende Januar sind Stefan Bockemühl und Juliane Palm für einige Zeit nach Mexiko und Guatemala gereist, um zur Zeit der Kaffeeernte mit den Bauern über die aktuelle Entwicklung des Kaffeepreises sowie die momentane Situation der Kooperativen zu sprechen. In diesen Gesprächen mussten wir feststellen, dass die Lieferprobleme unserer Partner im vergangenen Jahr mit ihrer finanziellen Lage zusammenhängen: Zu Zeiten hoher Kaffeepreise waren die Kooperativen nicht in der Lage, ihren Mitglieder zum Zeitpunkt der Abnahme der Ernte gleich hohe Beträge zu zahlen, wie diese auf der Strasse von Aufkäufern großer Kaffeekonzerne erhielten. Dafür scheint es mehrere Gründe zu geben. Zum einen ist es scheinbar so, dass die Kooperativen zuzüglich zu ihren Verwaltungskosten regelmäßig hohe Beträge für die unterschiedlichsten Zertifikate bezahlen müssen. Zusätzlich zur Bio-Zertifizierung für die EU kommen die Gebühren für FLO (sowohl als Produzent als auch als Exporteur) und für weitere Bio-Siegel wie beispielsweise Naturland.
Zum anderen mussten wir feststellen, dass das derzeit angewandte Preissystem für fair gehandelten Kaffee erneuert und flexibler gestaltet werden muss. Nach verschiedenen Gesprächen sowohl mit langjährigen als auch mit neuen Partnern haben wir den von uns gezahlten Kaffeepreis für die diesjährige Lieferung um mindestens 20 Cent pro Libra erhöht.
Weiterhin haben wir einige Produzentengruppen u. a. in Guatemala besucht, wo vor allem unsere Babytragetücher gewebt werden. Wir sind Zeuge der Zerstörungen des Hurrican Stan geworden, der am 2. Oktober 2005 die Lebensgrundlage vieler Guatemalteken zerstört hat. Viele Menschen hausen noch immer in Notunterkünften, es sind erhebliche Schäden in der Kaffee- und Maisernte zu beklagen, aus vielen Strassen sind weite Teile weggerissen worden und sie sind weiterhin nur notdürftig passierbar. Die Regierung Guatemalas hat keine finanziellen Mittel, um die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, einen SPENDENAUFRUF zu starten. EL PUENTE wird die gespendete Summe für die Finanzierung neuer Häuser für die Familien unserer Frauenkooperative Asociación de Servicios Varios (ehem. Teil der Kooperative Flor del Lago) in Santiago am Atitlànsee, Guatemala, einsetzen.
Dafür bitten wir EUCH um Eure Mithilfe!
SPENDENKONTO GUATEMALA
EL PUENTE Verein
Kreissparkasse Hildesheim
BLZ 259 501 30
Kto.: 37002
Stichwort: Guatemala
Spendenbescheinigungen können zum Ende des Jahres ausgestellt werden.
Vielen Dank!
Euer EL PUENTE Team


