29.08.2010 - Stellungnahme zum ÖKO-TEST-Bericht Reis
Stellungnahme EL PUENTEs zu den Ergebnissen der Reisanalysen in der aktuellen Ausgabe der ÖKO-TEST
Im Testbericht der aktuellen ÖKO-TEST hat unser Reis aus Guyana (ga2-10-500) mit „ungenügend“ abgeschnitten. Bemängelt wurden seitens ÖKO-TEST die folgenden Aspekte, zu denen wir Stellung nehmen möchten:
Mineralöl im Reis
In unserem Reis, ebenso wie in allen anderen getesteten Sorten, die im Karton verkauft werden, sind Spuren von Mineralöl gefunden worden. Ursache hierfür ist der Mineralölanteil in Druckfarben, der insbesondere beim Druck von Zeitungen im Papier zurückbleibt, und schließlich auf die im Karton enthaltenen Lebensmittel übergeht. Da auch der Recyclingvorgang dies nicht mindert, sind somit auch Kartons aus Altpapier belastet.
Vor einigen Jahren hat EL PUENTE die Reisverpackungen von PP-Folie auf Kartons umgestellt, im Wesentlichen, um damit dem Umweltgedanken gerecht zu werden. Altpapier wird üblicherweise für die Verwendung für Lebensmittel behandelt; dass sich Mineralöle daraus lösen können, war bislang nicht bekannt. Die Ergebnisse zweier Studien zu den Übergängen von Mineralöl aus Verpackungsmaterialien auf Lebensmittel, eine des Bundesinstitutes für Risikoforschung sowie eine weitere des Kantonalen Züricher Labors sind jüngst veröffentlicht worden, und sind nun Grundlage für unseren Entschluss, das gesamte Reissortiment analog unserer Quinoa und den Couscous wieder auf PP-Folie umzustellen. Wir bedauern sehr, den Aspekt des Umweltschutzes in diesem Fall zurückstellen zu müssen.
Anorganisches Arsen
In allen getesteten Reissorten ist anorganisches Arsen festgestellt worden. Arsen ist ein Halbmetall, das die Reispflanze, viel mehr als andere Pflanzen, aus dem Boden aufnimmt und in den Körnern anreichert. Kommt arsenhaltiges Grundwasser hinzu, bzw. befinden sich Bergbau oder metallverarbeitende Betriebe in der Nähe der Reisanbauflächen, erhöht sich der Arsengehalt im Korn. Somit variiert der Arsengehalt im Reis je nach Anbauregion.
Arsen steht im Verdacht, bei der Aufnahme von größeren Mengen krebserregend zu sein. Auf Ebene Deutschlands bzw. der EU gibt es aktuell keine gesetzlichen Grenzwerte zum Arsengehalt im Reis und seitens der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) derzeit auch keine Empfehlungen. In China gilt ein offizieller Grenzwert von 150 Mikrogramm/kg, den unser Reis aus Guyana mit einem gemessenen Wert von 126 Mikrogramm/kg deutlich unterschreitet. Wir haben uns damit streng nach den empfohlenen Höchstwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerichtet, die von einer tolerierbaren Menge von 2 Mikrogramm pro kg Körpergewicht, bzw. 15 Mikrogramm pro Woche und kg Körpergewicht ausgehen. Demnach könnte eine 60 kg schwere Person täglich mindestens 500 g Reis zu sich nehmen, ohne diese Grenzwerte zu erreichen.
Die gemessenen Arsenwerte im Reis sind international bereits seit vielen Jahren bekannt und gelten allgemeinhin als zu erwarten. Mit den bislang üblichen Weiterverarbeitungsmethoden kann der Arsengehalt im Reis nicht reduziert werden. Lediglich das Kochen in viel Wasser soll den Gehalt vermindern. Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, besteht somit im Anbau auf nicht bzw. nur gering belasteten Böden. Doch auch hierzu ist im Testbericht bereits vermerkt, dass dies angesichts der weiten Verbreitung des Anbaus und der Notwendigkeit, Reis anzubauen, kaum zu realisieren sei. EL PUENTE wird die nun folgenden Reaktionen und Entwicklungen hierzu auf internationaler Ebene verfolgen, und sich weiterhin strikt nach den empfohlenen Grenzwerten von WHO und EFSA richten.
Belastung mit Pestiziden
Selbstverständlich führt EL PUENTE bei Ankunft jeder Lieferung ebenfalls Analysen nach einer Pestizidbelastung durch, die in diesem Fall ergebnislos verlaufen sind. ÖKO-TEST hat in unserem Reis ein Insektizid festgestellt, dessen gesetzlicher Höchstwert bei 0,05 Mikrogramm/kg liegt. Der EL PUENTE-Reis aus Guyana liegt mit einer Belastung von 0,027 Mikrogramm/kg somit deutlich unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert. Um sicherzugehen, werden wir umgehend eine erneute Analyse besagter Reis-Charge veranlassen.
Für Fragen darüber hinaus stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
05069-3489-0 oder info@el-puente.de


