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Produktinformation zu "Anis - ae1"
Bio-Gewürze aus Ägypten
Die Rohkräuter bezieht SEKEM von ca. 400 über ganz Ägypten verstreut liegenden BIO-Farmen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Kleinbauern, die sich, für Ägypten eher untypisch, teilweise in Kooperativen zusammen geschlossen haben. Die zwei wichtigsten Zuliefererkooperativen befinden sich einmal im Nil-Delta (FLO- und bio-zertifiziert) und einmal südlich von Kairo in der Oase Fayoum (bio-zertifiziert). Letztere dient SEKEM als Musterbeispiel, da es dort ein komplettes Dorf geschafft hat, sich zertifizieren zu lassen. Die übrigen Kleinbetriebe (oftmals Familienbetriebe) liegen über ganz Ägypten verstreut. Die Produkte SEKEMs werden ausschließlich nach internationalem Qualitätsstandard und in umweltgerechter Produktion hergestellt.
Anis
Projektpartner
SEKEM, Ägypten
ae1, kbA
Inhalt
Anis, gemahlen, kontrolliert biologischer Anbau
Allergiker-Hinweis: gf, ef, hf, mf, nf, v
Weitere Informationen zu den ausgewiesenen Inhaltsstoffen
Herkunft
Ursprünglich stammt Anis aus dem östlichen Mittelmeerraum oder Westasien. Erste schriftliche Erwähnung fand der süße Kümmel, wie er auch genannt wird, bereits vor 3500 Jahren. Als Medizin, Getränk und Nahrung war er im alten Ägypten wohl bekannt. Nachdem er sich im gesamten Mittelmeergebiet ausgebreitet hatte, brachten ihn Mönche nach Mittel- und Nordeuropa. In unseren Breiten ist er in Gärten anzufinden.
Pflanze
Anis gehört zur Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceae). Es handelt sich um eine einjährige, 30–50 cm hohe Pflanze mit kleinen weißen Blüten in meist zwölfstrahlig zusammengesetzten Dolden. Die Blätter unterscheiden sich nach ihrer Lage: Die Grundblätter sind herzförmig rundlich und am Rand eingeschnitten, die Stängelblätter sind fiederteilig. Verwendet werden die Früchte, die oft als „Anissamen“ bezeichnet werden. Sie sind nur etwa 3 mm lang, oval und behaart.
Aroma
Anis riecht und schmeckt süß und stark aromatisch, lakritzartig.
Verwendung
In der westlichen Küche ist die Verwendung von Anis zum größten Teil auf Brot und Kuchen beschränkt. Anissamen sind jedoch vielfältig verwendbar: an Leb- und Pfefferkuchen, an Karotten, Rotkohl, Roten Rüben (Rote Beete), Kürbis, Pflaumenmus, Apfelkompott, Reisauflauf, Apfelsoße und Obstsuppen. In Grog und Punsch darf Anis nicht fehlen. In sehr kleinen Mengen ist Anis auch oft in Gewürzmischungen für Würste oder Eintöpfe enthalten. Seine Hauptanwendung findet er bei parfümierten Schnäpsen und Likören.
Gesundheit
Da Anis die Produktion von Gallenflüssigkeit fördert, wirkt er besonders bei fetten Speisen verdauungsfördernd. Er mildert Blähungen und hilft bei Koliken. Bei Husten wirkt Anis reizstillend und schleimlösend. Er regt Herz und Atmungsorgane an und wirkt beruhigend auf die Nerven. Des Weiteren unterstützt er die Milchbildung bei jungen Müttern.
Übrigens
In den fernöstlichen Küchen wie beispielsweise in Indien, im Iran und in Indonesien macht man oft keinen Unterschied zwischen Anis und Fenchel, deshalb gibt man dort beiden Pflanzen denselben Namen. Auf den Philippinen wird auch der Sternanis, der dort ein beliebtes Gewürz ist, nur als „Anis“ bezeichnet.


