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Produktinformation zu "Kunsthandwerk von Allpa - pe1"
Schmuck
Annähernd 70 Familien stellen den hochwertigen Silber- und Bronzeschmuck her. Die Ketten und Ohrringe werden aus kleinen Teilen zusammengesetzt und gelötet. Kleinere Betriebe müssen den Draht dafür kaufen, größere stellen ihn aus geschmolzenem Metall selber her. Neben Halbedelsteinen (Onyx, Lapislazuli, Opal, Obsidian, Türkis, Jaspis) arbeiten die KünstlerInnen auch Naturmaterialien wie Perlmutt, Fischschuppen oder Schalen heimischer Früchte ein. Der Keramikschmuck stammt aus den Slums von Lima. Während erwachsene Familienmitglieder Gebrauchskeramik töpfern, übernehmen die jüngeren das Formen und Bemalen der Tonperlen.
Keramik
30 Werkstätten in verschiedenen Regionen Perus sind mit der Herstellung von Keramikartikeln beschäftigt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Familienbetriebe. Der Vater fungiert als Chef der Produktionsstätte, seine Frau kümmert sich im die Verwaltung der Einnahmen und die Bezahlung der Mitarbeiter. Oft übernimmt sie aber auch feinere Arbeiten im Herstellungsprozess, wie beispielsweise das Abschleifen oder Bemalen. Die Kinder der Familien helfen gelegentlich nachmittags aus. Nach Beendigung ihrer Schulzeit ist es oft der Fall, dass die Jugendlichen beruflich in der heimatlichen Werkstatt einsteigen. Die Keramikproduktion erfolgt in Handarbeit. Die Technik variiert dabei je nach Region.
Krippen
Die Krippen, die EL PUENTE vom peruanischen Partner Allpa bezieht, stammen aus den Keramikwerkstätten der Provinz Ayacucho. In Ayacucho, als ehemaligem Zentrum der Terrororganisation 'Leuchtender Pfad', lebt heute vorrangig sehr arme Bevölkerung, die es sich nicht leisten konnte, diese Region während der schlimmsten Zeit zu verlassen. Die Menschen in Ayacucho leben hauptsächlich von Landwirtschaft und Kunsthandwerk, das, wie die Bevölkerung selbst auch, sehr religiös geprägt ist. Die Situation der Kunsthandwerker in Ayacucho ist schwierig, vor allem durch die Konkurrenz aus Lima. Im Zuge der Flucht vor dem Terror haben sich viele von ihnen in der Landeshauptstadt niedergelassen und stellen nun dort ihre Produkte her. Sie haben somit eine wesentlich bessere Position, da sie keine langen und kostspieligen Transportwege bewerkstelligen müssen. Aus diesem Grund ist es wichtig, das traditionelle Kunsthandwerk aus Ayacucho weiterhin zu unterstützen.


