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Import und Vertrieb fair gehandelter Produkte

Hochlandkaffee Bolivia – Unser Kaffee baut Schulen!

Der Partnerschaftskaffee, den EL PUENTE seit Jahren gemeinsam mit der Diözese Hildesheim unter der Bezeichnung PaKaBo (Partnerschaftskaffee Bolivien) vertreibt, wurde beim Bolivientag des Bistums Hildesheim Ende September 2005 als Hochlandkaffe Bolivia und mit einer neuen Verpackung der Öffentlichkeit präsentiert. Bei der Namenswahl war für die Jury ausschlaggebend, dass das Herkunftsland des Kaffees sowie seine hervorragende Qualität auf den ersten Blick erkennbar sein sollten. Damit begann die schon jetzt als erfolgreich zu bezeichnende Kampagne Bolivia.

Von der Bolivienkommission des Bistums Hildesheim wurde das Ziel ausgegeben den Umsatz zu verdreifachen. Zur konkreten Umsetzung dieses Zieles wurde von der Kommission die Projektgruppe „fairer Handel“ gegründet.

Kernpunkt des von dem Arbeitskreis erarbeiteten Marketingkonzeptes ist es, auf die bestehende Vernetzung im innerkirchlichen Bereich abzustellen und dies als Grundlage des Vertriebes zu nehmen. Da nicht jede Pfarrgemeinde oder Boliviengruppe in der Lage ist, den Vertrieb eines Produktes zu organisieren, wurden gezielt Pfarrgemeinden, Boliviengruppen und Eine Welt Läden im Bistum Hildesheim angesprochen. Diese werden nun als Fair-Bindungs-Stellen bezeichnet. Das Ziel, in allen Dekanaten im Bistum Hildesheim mit einer Fair-Bindungs-Stelle vertreten zu sein, ist fast erreicht. Dadurch besteht nun für Kirchengemeinden und kleine Initiativen in ihrer jeweiligen Umgebung die Möglichkeit, den Kaffee Bolivia ortsnah zu beziehen.

Durch den Verkauf des Kaffees können die Lebensbedingungen der Produzenten aus den bolivianischen Yungas spürbar verbessert werden. In der Kooperative Union pro Agro haben sich in der Gegend von Caranavi ein Dutzend Dorfgemeinschaften zusammengeschlossen. Die meisten ihrer Bewohner haben sich Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre an den östlichen Ausläufern der Anden angesiedelt, weil sie auf dem kargen Hochland des Altiplano keine Überlebensperspektive mehr sahen. Aber das tropische Klima und die ungewohnten Anbaumethoden machten vielen den Neubeginn in den Yungas schwer. „Inzwischen sind die meisten Familien unserer Kooperative beigetreten“ berichtet Evaristo Hilari, der Präsident der Kooperative. „Denn sie haben erkannt, dass sie auf diese Weise der Abhängigkeit von den Zwischenhändlern entgehen können, die uns oft sehr schlecht bezahlt haben.“ Und dann berichtet er, wie froh sie über die seit dem Jahr 2000 bestehenden Handelsbeziehung mit EL PUENTE sind. Die garantiert den Produzenten langfristige Verträge mit festen Mindestpreisen. Außerdem gibt es einen Aufschlag, weil der Kaffee „Bolivia“ ökologisch angebaut wird. „Am Anfang war das eine reine Preisfrage: Kunstdünger und Pestizide konnten wir uns einfach nicht leisten“ erzählt Evaristo. „Aber inzwischen sind wir froh darüber, weil EL PUENTE uns den Bio-Kaffee gut bezahlt.“

Mit dieser Unterstützung aus Hildesheim konnte aus dem Kaffeeverkauf vorrangig Schulen gebaut werden. Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas. Die Kinder leben in tiefsten Elend. Ohne fundierte Schulbildung haben sie keine Chance, diesem Elend zu entkommen.

Mit Sorge beklagt sich der Präsident, dass bolivianischer Kaffee in Europa überhaupt kein Begriff sei. „Bei Kaffee denkt ihr doch nur an Kolumbien und Brasilien. Dass wir hier in Bolivien auch Kaffee anbauen und dazu noch feinste Arabica-Bohnen, weiß kaum jemand!“ Dabei habe die Kooperative inzwischen mehrere Qualitäts-Wettbewerbe gewonnen.

 

 

 


 
     
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