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Import und Vertrieb fair gehandelter Produkte

Makaibari

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Unser Partner Makaibari Tea Estates

MakaibariBei den Makaibari Tea Estates handelt es sich um einen Teegarten in der nordindischen Region Darjeeling, der außer Teepflanzen einen großen Waldbestand, diverse andere Kulturpflanzen, eine Teefabrik und sieben Dörfer beherbergt. Die gesamte Anlage umfasst 670 Hektar, darunter 248 Hektar mit Teeanbau und einer Produktionskapazität von 120 Tonnen. Gepflückt wird von Mitte März bis Mitte November, die Arbeiter sind jedoch dauerhaft angestellt. 1986 wurde der Teegarten komplett auf biologischen Anbau umgestellt und ist inzwischen sowohl von der IMO als auch von Demeter zertifiziert. Seit vier Generationen befindet sich der Teegarten bereits in Familienbesitz; heute liegt die Leitung in Händen von Mr. Rajah Banerjee.


Makaibari beliefert mehrere konventionelle Abnehmer in Europa; der Faire Handel macht insgesamt etwa 30% des Umsatzes aus. Der Teegarten hat zusammen 669 Mitarbeiter, wovon ein Großteil auf der Plantage beschäftigt ist; der Rest verteilt sich auf die Fabrik, die Verwaltung und das Lagerhaus. Das obere Management ist mit je einem Leiter für die Bereiche Garten und Export verantwortlich. Dem Gartenmanager stehen mehrere Assistenten für Fabrik, Plantage und Büro zur Seite. Im Export ist eine weitere Managementebene für die Abteilungen Lager, Verschiffung und Vertriebsförderung eingerichtet. Alle Teepflücker sind im Zusammenschluss von Kleinbauern Organic Ekta organisiert, der über die Grenzen der einzelnen Teegärten hinaus die Rechte der Teepflücker sichert. Alle drei Jahre wählen die Teepflücker und Arbeiter darüber hinaus Repräsentanten aus ihren Reihen in einen demokratischen Rat, den Joint Body, der innerhalb Makaibaris über die Verwendung der Mehrpreiszahlungen aus dem Fairen Handel entscheidet.


in0 MakaibariDie Angestellten Makaibaris stammen aus der einheimischen Bevölkerung, 66% von ihnen sind Frauen, die gleichermaßen im Joint Body vertreten sind. Sie alle leben in sieben Dörfern, die auf dem Gelände des Teegartens verteilt liegen. Als Kleinbauern betreiben sie Subsistenzwirtschaft und halten teilweise auch Vieh. Die Bezahlung der Angestellten basiert auf dem so genannten Plantation Labour Act, der zwischen dem Ministerium für Arbeit, den Gewerkschaften der Teepflücker und den Repräsentanten der Plantagenbesitzern alle drei Jahre neu ausgehandelt wird. Er legt einen absoluten Mindestverdienst fest und schreibt darüber hinaus vor, welche Zusatzaufwendungen mit welchen Kosten berechnet werden müssen. Darüber hinaus erhalten die Pflücker finanzielle Unterstützung für Saatgut, Unterkunft, Benzin und Kleidung sowie kostenlose medizinische Versorgung, kostenlose Schulbildung für Kinder, Mutterschaftszuwendungen und einen Jahresbonus, der sich am Einkommen orientiert. Insgesamt macht dies derzeit rund 250 INR/Tag. Zusätzlich zu dem von den Produzenten kalkulierten Preis zahlt EL PUENTE eine Prämie von 50 Cent/kg direkt an ein Produzentenkomitee (Joint Body), das diese Prämie ohne weitere Bedingungen zum Allgemeinwohl einsetzen kann. Hiervon sind zum Beispiel die Häuser der Teepflücker nach dem schweren Zyklon im Jahr 2009 wieder aufgebaut worden. Darüber hinaus steht die Fairhandelsprämie EL PUENTEs den Produzenten auch zur Gründung eines Fonds zur Verfügung, einer sehr nachhaltigen Möglichkeit, das Geld bei Bedarf zu aller Verfügbarkeit einsetzen zu können.


Um die Eigenständigkeit und die Lebensqualität der Dorfbewohner zu stärken, hat der Joint Body mehrere Kühe angeschafft, die den Familien Milch liefern und gleichzeitig mit ihrem Dung Quelle für Dünger und Biogas sind. Die Biogaserzeugung ermöglicht den Verzicht auf Feuerholz, was den Frauen Arbeit erspart und den Waldbestand schont. Die Plantage kauft den Familien überschüssigen Dünger, die benachbarte Stadt Kurseong Milch und Gemüse ab, wodurch eine Nebenerwerbsquelle erschlossen wurde.


Unser Partner Makaibari lässt es jedoch nicht bei den verpflichtenden Zahlungen bewenden, sondern bietet ebenfalls eine öffentliche Bibliothek sowie kostenlosen Computer-Unterricht für Kinder an, ebenso wie verschiedene einkommenschaffende Projekte insbesondere für Frauen, wie beispielsweise die Vermittlung von Gästen in Privathäuser (homestay programs). Auf dem Gelände des Teegartens gibt es zwei Grundschulen für die Kinder der Angestellten, in zwei Kilometern Entfernung dann eine Sekundarschule. Im Alter wird den Mitarbeitern über die Organisation „Employees Provident Fund“, in den auch der Arbeitgeber mit einzahlt, eine Pension gezahlt.


in0 MakaibariDie Arbeitssicherheit bei Makaibari richtet sich nach den strengsten gesetzlichen Standards. Außerdem orientiert sich der Teegarten am HACCP, einem hochstehenden europäischen Hygienestandard, dem sich auch EL PUENTE verpflichtet. Alle Angestellten Makaibaris haben feste schriftliche Verträge.


Im Kontext von sowohl ökologischen als auch ökonomischen Problemen, die durch die zunehmende Erosion von Böden entstehen, will die Leitung Makaibaris die Kleinbauern über nachhaltige Bewirtschaftungsformen schulen, um die Region so zu revitalisieren. Gesunder Boden und gesunde Menschen werden in engem Zusammenhang gesehen. Ausformuliert sind zwei Teilziele: eine ganzheitliche, nachhaltige Landwirtschaftspraxis und ein Sozialsystem nach dem Graswurzelprinzip. Das bedeutet unter anderem den Einsatz von Bio-Kompost, das Herstellen von Bio-Gas, den Verzicht auf Chemikalien, die Beteiligung der Arbeiter an finanziellen Entscheidungen über den Joint Body, die Förderung von Frauen und Kindern sowie diverse soziale und Bildungsmaßnahmen.

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(Land: Indien, Projektcode: in0-tee)

 

 

 


 
     
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