PMA
PMA - Cashewnüsse aus Indonesien
Indonesien verfügt neben Indien, Brasilien und einigen afrikanischen Ländern über die größten Anbauflächen der Welt. Fast eine halbe Million Menschen leben in dem sehr armen Ostteil Indonesiens ausschließlich vom Ertrag der einmal jährlichen Cashewnussernte. Mit 90% wird der weitaus größte Teil der Rohnüsse jedoch nach Indien exportiert und dort verarbeitet. Etwa 8-10% dieser verarbeiteten und veredelten Nüsse importiert Indonesien wieder zurück. Know-how, geeignete kleine Knackmaschinen, Trockner und Finanzmittel fehlen in vielen dörflichen Erzeugerbetrieben und Familien, so das die Bauern gezwungen sind, ihre Rohnüsse während der Erntezeit zu sehr geringen Preisen zu verkaufen. Von dem erzielten Erlös, müssen die erforderlichen Grundnahrungsmittel für die übrige Jahreszeit eingekauft werden. Um diesem Kreislauf zu entgehen, hat PT. Profil Mitra Abadi (PMA) seit 1999 auf den Inseln Sumba und Lombok rund 2000 Cashewbauernfamilien gefördert und ausgebildet. Zusammen mit PT. Profil Mitra Abadi sind sie die neuen Projektpartner von EL PUENTE. Die Cashewbauern haben sich zu 83 Arbeitsgruppen in 4 Genossenschaften organisiert. Die PMA, die sich 1998 in Indonesien gründete, hat zum Ziel, private und Regierungsorganisationen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen. Sie fördert die Erhöhung der fachlichen Fertigkeiten der Cashewbauern, die damit zu Multiplikatoren werden und ihre Kenntnisse an andere weitergeben können. Durch gruppendynamische Schulungen wird die Kommunikation unter den Gruppen verbessert. Die Bauern werden in Management- und Marketing-Strategie, Finanzmanagement, Buchführung, Anbaukooperativen und Arbeitsprogrammen geschult.
Die Bauern von den Inseln Sumba und Lombok betreiben nun Vorratswirtschaft und fangen an, einen Teil ihrer Nüsse selber zu verarbeiten. Die Verarbeitung der Nüsse ist über einen Zeitraum von 8-10 Monaten möglich. Die Nüsse haben eine hohe Qualität, weil sie aus naturgemäßen Anbau stammen, nicht über 50% Grad erhitzt werden und außerdem in jeder Weise schonend bearbeitet, verpackt gelagert und exportiert werden. Die Zusammenarbeit der Cashewbauern mit Profil Mitra Abadi bleibt nach dem Aufbau der Kooperativen, ihrer intensiven Einarbeitung und Schulung weiter bestehen. PMA sorgt für den Export und die Qualitätssicherung der Cashewnüsse nach europäischen Standard. Damit sind die Bauern nun selbst in der Lage, wohlschmeckende und naturbelassene Nüsse in Exportqualität herzustellen. Sie steigern ihr Einkommen um wenigstens 100% und sichern sich so fortlaufend monatliche Einnahmen.
Cashewnüsse schmecken haselnuss- und mandelähnlich und dürfen nur in geschältem oder geröstetem Zustand verzehrt werden, da die Schale ein ätzend scharfes und giftiges Öl enthält. Dieses Öl findet in der Plastik- und Lackherstellung Verwendung. Der eigentliche Same – die Cashewnuss – sitzt als „Anhängsel“ am Boden der fleischigen, gelb-roten und birnenförmigen Frucht des Cashewbaumes. Die Frucht wird in den Anbauländern als Obst verzehrt, ist jedoch nicht exportfähig. Cashewnüsse schmecken in Müsli oder Obst-, Geflügel- und anderen Salaten. Sie können auch zu einem Nussmus verarbeitet werden, das als Brotaufstrich oder zum Verfeinern von Speisen dient. In einem schonenden Verfahren knacken die Produzenten die Schale nach der Ernte kalt und schneiden den Kern mit einem Messer heraus. Dies ist Millimeterarbeit, da die Cashewnuss dabei nicht zerbrechen sollte. Zuletzt muß noch ein braunes Häutchen vom Kern entfernt werden und übrig bleibt die weiße, glänzende Nuss, wie wir sie kennen.
(Land: Indonesien, Projektcode: id6)


