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Import und Vertrieb fair gehandelter Produkte

EMA

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Unser Partner EMA

EMA (Equitable Marketing Association) wurde 1977 in Kalkutta gegründet. Die Organisation unterstützt benachteiligte indische Kunsthandwerker, indem sie ihnen hilft, ihre Produkte zu vermarkten und im Fairen Handel zu verkaufen. EMA wurde ursprünglich von sieben Kunsthandwerker-Kooperativen und einer Gruppe engagierter indischer Studenten gegründet. Heute betreibt die Organisation mit dem 'Development Centre' in Baruipur, vor den Toren Kalkuttas, ein Zentrum mit eigenen Produktionsstätten und arbeitet darüber hinaus mit über vierzig weiteren Kunsthandwerkergruppen zusammen.

EMA2Im 'Development Centre' in Baruipur sind die Werkstätten für Textilien, Lederprodukte, Kerzen, Räucherstäbchen und Musikinstrumente angesiedelt. Zudem findet hier die Produkt- und Designentwicklung statt und die Mitarbeiter aus den Bereichen Management und Marketing organisieren Kontakte zu Fairhandelsorganisationen in aller Welt, um die Produkte von EMA zu vertreiben.

 

EMA5Das Development Centre ist jedoch nicht nur als Werkstatt, sondern zugleich als Ort der Begegnung für die Mitarbeiter konzipiert. Die hellen, lichtdurchfluteten Gebäude sind von einer weitläufigen Gartenanlage umgeben. Hier werden Fische gezüchtet und Bio-Lebensmittel für gemeinsame Mahlzeiten angebaut. Die Arbeit bei EMA bedeutet für viele hier, erstmals jeden Tag eine warme Mahlzeit, ein festes Einkommen und eine positive Zukunftsperspektive zu haben.

 

EMA4Neben den Mitarbeitern im Development Centre arbeitet EMA mit weiteren Produzentengruppen zusammen. Für EMA ist dabei entscheidend, dass die Gruppen demokratisch organisiert sind, zum Beispiel in Form einer Kooperative. EMA unterstützt die Kunsthandwerker jedoch nicht nur beim Verkauf ihrer Produkte. In Schulungen wird Wissen weitergegeben und in zahlreichen Projekten setzt sich EMA für Bildung und Entwicklung der benachteiligten Bevölkerung ein. Zum Beispiel werden Schulstipendien an die Kinder armer Familien vergeben, um diese aus dem Kreislauf von Armut und Abhängigkeit zu befreien.

 

EMA8Sujit Das ist 31 Jahre alt und stellt in der Musikinstrumente-Werkstatt des Development Centre Trommeln her. Er ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. „Im Development Centre bekomme ich unter der Woche täglich vier Mahlzeiten und einen Schlafplatz. Das hilft mir wirklich, viel Geld zu sparen. Das Wochenende verbringe ich dann mit meiner Familie. Für mich bedeutet Fairer Handel, dass ich gute Bestellungen und einen guten Lohn bekomme, so dass ich meine Familie glücklich machen kann.“


EMA6In den Werkstätten von EMA finden auch viele behinderte Kunsthandwerker eine feste Arbeit. In der Kerzenwerkstatt werden gezielt körperlich behinderte Menschen ausgebildet und fest angestellt. „Ich bin froh, dass ich bei EMA arbeiten kann“, erzählt Sabbir Rahaman. Der 28-Jährige ist schwerhörig und schon seit vielen Jahren bei EMA beschäftigt. Mithilfe einer Farbpalette kontrolliert er, ob die Kerzen den Kundenwünschen entsprechen. „Ich bin besonders glücklich, dass ich mit anderen behinderten Kollegen zusammen arbeiten kann. Wir brauchen nur noch mehr Bestellungen, damit unsere Werkstatt auch weiterhin bestehen kann.“

 

EMA7Eine der Gruppen, die außerhalb Baruipurs mit EMA zusammenarbeiten, ist die Gruppe Sanjit Karmakar aus dem kleinen Ort Fuliapara. Hier werden an großen Handwebstühlen nach traditionellen Techniken hochwertige Seidenschals gefertigt. Der Betrieb bildet ungelernte Weber aus und beschäftigt rund fünfzig Angestellte. Neben der guten Ausbildung und Versorgung der Mitarbeiter ist es der Gruppe wichtig, dass Männer und Frauen zu gleichen Konditionen beschäftigt werden – eine Entwicklung, die in den meisten konventionellen Produktionsstätten bis heute keine Selbstverständlichkeit ist.

 

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PPA-Kommentar

Die wirtschaftliche und soziale Lage der EMA angeschlossenen Handwerker ist unterstützungswürdig. Das Ziel von EMA ist es, den Exportanteil nicht über 50% des Warenverkaufs steigen zu lassen, um nicht völlig exportabhängig zu werden. Das Projekt leistet neben der Vermarktungshilfe Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung für die benachteiligten ProduzentInnen und setzt Gewinne für soziale Gemeinschaftsaufgaben ein.

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(Land: Indien, Projektcode: in0)

 

 

 


 
     
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