The Jute Works
The Jute Works
The Jute Works ist eine nicht-profitorientierte Organisation zur Förderung von Frauenkooperativen in Bangladesch. Die ersten dieser Kooperativen gingen in den Jahren 1970-73 aus dem Überlebenskampf der Flutopfer und Kriegswitwen hervor, doch ohne Erfahrung und die notwendigen Verbindungen war es kaum möglich, die produzierte Ware abzusetzen.
Die Caritas rief daher 1973 das Projekt The Jute Works ins Leben. Die neu gegründete Organisation stellte den Kontakt zu alternativen Handelsorganisationen her, sorgte für gerechte Löhne und leistete den Kooperativen finanziellen wie administrativen Beistand. Inzwischen haben sich Jute Works zu einer eigenständigen Einrichtung entwickelt, der rund 6500 Frauen in mehr als 200 Kooperativen angeschlossen sind.
Das selbstverdiente Geld bedeutet für die Frauen einen Schritt in die Unabhängigkeit und trägt zur Aufwertung des gesellschaftlichen Status' bei. Doch wichtiger noch als der finanzielle Aspekt sind das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und der Wille, kollektiv für bessere Lebensbedingungen einzustehen. Ein alle zwei Monate erscheinender Rundbrief versorgt die Kooperativen mit Anregungen und aktuellen Informationen. Regelmäßige Besuche sollen darüber hinaus sicherstellen, dass Arbeit und Lohn gerecht verteilt und Zeitpläne eingehalten werden. Gruppenzusammenkünfte werden regelmäßig abgehalten und das Interesse an Fortbildungskursen wächst. Die Zahl der von den Gruppen selbständig entwickelten Projekte hat sich in sechs Jahren verfünffacht. Die Kooperativen sind heute in der Lage, die Buchhaltung selbst zu führen und beteiligen sich aktiv an der Produkt- und Preisgestaltung. Die Frauen stellen aus den Jutefasern sowohl Gebrauchsgegenstände als auch Spielzeug her. Exportiert werden bunt bedruckte Taschen und andere Gebrauchsgegenstände.
Die Produkte von The Jute Works finden Sie bei EL PUENTE mit dem Projektcode bd0.
PPA-Kommentar
Durch Jute Works wird vielen Menschen in einem von Katastrophen gebeutelten Land Arbeit verschafft. Positiv zu vermerken ist, daß es sich vorrangig um ein emanzipatorisches Projekt für Frauen handelt, und dass zusätzliche soziale Aktivitäten und Pilotprogramme für Innovation und generelle Existenzsicherung geleistet werden. Ebenso wird die Steigerung der Gewichtung auf hohe Arbeitsanteile bei der Produktion für sinnvoll erachtet. Problematisch ist grundsätzlich die Produktion als Nebenerwerb und die Entlohnung nach Stückzahl. Der relativ hohe Kostenanteil für den Rohstoff wird negativ eingeschätzt.
(Land: Bangladesch, Projektcode: bd0)


