Unser Partner Danyun
Tee aus China
China gilt als das Ursprungsland des Tees. Schon vor Tausenden von Jahren kultivieren Chinesen Teepflanzen und nutzen deren Blätter für die Zubereitung des heißen und wohlschmeckenden Aufgusses. Im Laufe der Zeit haben sich in China feste Zeremonien rund um diese Zubereitung entwickelt, die noch immer praktiziert werden. Erst Mitte des ersten Jahrtausends n. Chr. hat der Tee in China Zugang zu allen Bevölkerungsschichten gefunden. Im 17. Jh. schließlich ist chinesischer Tee erstmals auf dem Seeweg nach Amsterdam gelangt. In den folgenden Jahren waren es vor allem die Holländer und die Engländer, die für eine Verbreitung des Tees in Europa sorgten. Heute ist Tee zu einem der weltweit beliebtesten Getränke avanciert. Traditionell wird Tee in China während der Regenzeit gepflanzt. Drei Jahre später pflücken die Bauern die frischen Teeblätter zum ersten Mal. Tee kann zumeist von März bis Dezember geerntet werden.
Unser Partner Danyun
Danyun ist eine Marketing- und Exportorganisation für chinesischen Tee und traditionelles Kunsthandwerk aus Yunnan, einer Provinz im Südwesten Chinas. 1996 startete die Firma als kleines Beratungsprojekt mit 3 Mitarbeitern. Danyun hat sich von Beginn an für die Entwicklung der benachteiligten ländlichen Regionen Chinas eingesetzt. Die beratenden Tätigkeiten haben ihren Schwerpunkt in der Einführung von Fair-Handels-Standards in die Kleinbetriebe und Familienunternehmen Yunnans. Heute zählt Danyun 16 Mitarbeiter, die sowohl organisatorische Aufgaben für die Produzenten übernehmen und diese beraten, als auch für die Vermarktung und den Export der Produkte verantwortlich sind. Danyun arbeitet nicht gewinnorientiert und gehört der gemeinnützigen dänischen Nichtregierungsorganisation China Development Company.
Das Teeprojekt
In Menglian, einer gebirgigen, autonomen Region im Süden Yannans, gehören die rund 100.000 Einwohner 21 verschiedenen ethnischen Minderheiten an, darunter Wa, Lahu und Dai. Han-Chinesen, die mit etwa 95% die Mehrheit der Gesamtbevölkerung repräsentieren, sind hier nur mit 14,2% vertreten. Menglian ist eine typisch landwirtschaftliche Region, deren Hauptertragsquelle der Anbau von Gummi, Reis, Kaffee, Zuckerrohr und Tee ist. Eine verarbeitende Industrie gibt es bislang nicht. Die lokale Regierung legt ihren Schwerpunkt auf die Entwicklung der Teeindustrie, da sich diese vor allem durch gute Umweltverträglichkeit auszeichnet. Durch die Abgeschiedenheit Menglians hat die wirtschaftliche Entwicklung hier erst Ende der 90er Jahre Einzug gehalten. Zwar verfügt die Region über gute Rohstoffvorkommen, jedoch lassen das niedrige Bildungsniveau sowie das Fehlen notwendiger landwirtschaftlicher Fachkenntnisse die Entwicklung nur sehr langsam voranschreiten. Der Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem Doller pro Tag. Prostitution und Alkoholismus bestimmen den Alltag vieler Menschen dieser Region.
Im Südwesten der Region, nahe der Grenze zu Myanmar, liegt das Gebiet Nayun. Hier leben die Bauern, die dem Teeprojekt angehören. 90% der Mitglieder sind Teebauern, 10% arbeiten in der Weiterverarbeitung. Der Frauenanteil unter den Mitgliedern liegt bei 50%. In naher Zukunft soll das Projekt 800 Familien umfassen. Der Export des Tees ins Ausland verbessert die Lebensbedingungen der Teebauern und ihrer Familien. Mit der Erhöhung des Einkommens können die Bauern ihren Kindern eine Ausbildung und somit bessere Zukunftsperspektiven ermöglichen. Das Teeprojekt Danyuns arbeitet mit der Teefabrik Xingjian PuErTea Development Company zusammen. Im Jahre 2007 produzierte die Fabrik 150 Tonnen grünen Tee. Bis 2010 soll die Produktion auf 800 Tonnen erhöht werden. Der Leiter der Teefabrik, Mr. Xu Tianjian, ist hoch motiviert, die Kriterien des Fairen Handels in seine Fabrik zu integrieren. Er genießt große Anerkennung sowohl von Seiten der Bevölkerung als auch seitens der chinesischen Regierung. 2005 erhielt er den „National Young Farmer“ Preis.
Rund 670 Hektar Anbaufläche werden von den Mitgliedern Danyuns bestellt. In Kooperation mit der verarbeitenden Teefabrik wurde ein Drei-Jahres-Plan erarbeitet, wonach die Teebauern dieser Region die Gründung einer eignen Kooperative anstreben. Die Weiterverarbeitung ihres Tees soll nach wie vor in der Teefabrik erfolgen.
Partnerschaftlicher Welthandel
Die Teebauern befinden sich derzeit in der Umstellung auf bio-zertifizierten Anbau. Bei diesem Prozess werden sie von EL PUENTE begleitet. EL PUENTE fängt bereits in diesem Jahr an, den Umstellungstee zu vermarkten. Die Teebauern erhalten den vollen Preis für Bio-Tee. 2010 schließlich soll die Bio-Zertifizierung abgeschlossen sein.
(Land: China, Projektcode: cn1)


