ASSISI Garments Apparels
ASSISI Garments Apparels
ASSISI Garments Apparels ist ein Frauenprojekt in Südindien, das um die Förderung und Integration von Behinderten bemüht ist. Schon seit vielen Jahren widmen sich die Assisi-Schwestern von Avanashi bei Tiruppur taubstummen Mädchen, die sie vom Kindergarten bis zur Highschool betreuen. Die Arbeitsmarktsituation für die jungen Frauen war jedoch selbst bei guten Schulabschlüssen so schlecht, dass gerade 2% den Einstieg ins Berufsleben schafften. Die Kongregation beschloss daher, ihr Engagement auch auf den Bereich der Berufsqualifizierung auszudehnen. Seit 1993 haben Schulabgängerinnen nun die Möglichkeit, in der projekteigenen Textilfabrik eine qualifizierte Ausbildung zu erhalten. Direktorin von ASSISI Garments Apparels ist eine der Schwestern und als Manager wurde ein Experte aus der Textilbranche gewonnen. Eine weitere Schwester arbeitet als Assistentin und die Angestellten sind im Komitee durch eine behinderte und eine nicht-behinderte Frau vertreten. Alle Beschäftigten haben einen Monat bezahlten Urlaub im Jahr, und die Kosten für Gesundheitsvorsorge bis zu der Summe von 1000 Rupies pro Jahr werden von ASSISI übernommen. Da die Kongregation eigene Krankenhäuser unterhält, betrifft dies zusätzliche, über die Krankenhausversorgung hinausgehende Aufwendungen. Des Weiteren existiert ein Fonds, der allen Gruppenmitgliedern als Vorsorge dient. ASSISI ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und beschäftigt heute etwa 300 Mitarbeiter. 30 – 40% der Produktion gehen in den Fairen Handel.
Shirts aus Bio-Baumwolle
Die drei bedeutendsten Länder, in denen Baumwolle angebaut wird, sind China, die USA und Indien. Die Verarbeitung zu Kleidung erfolgt überwiegend in den sogenannten Niedriglohnländern des Südens, wo die Arbeitsbedingungen meistens schlecht sind: fehlender Arbeitsschutz, faktisches Gewerkschaftsverbot, niedrige Löhne und Repressionsmaßnahmen. Hinzu kommen die gesundheitliche Gefährdung der Produzenten und die ökologischen Schäden – verursacht einerseits durch den massiven Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden beim Baumwollanbau und andererseits durch die Verwendung giftiger Chemikalien in der Weiterverarbeitung.
ASSISI verarbeitet ausschließlich 100% Bio-Baumwolle. Die Organisation bezieht die Rohbaumwolle vom Partnerprojekt AGROCEL Gayarhat, das ebenfalls nach den Kriterien des Fairen Handels organisiert ist und arbeitet. Zwischenarbeitsschritte wie das Spinnen, Wirken/Weben und Färben der Baumwolle werden mit Begleitung ASSISIs in Lohnverarbeitung in Kleinbetrieben in der Umgebung durchgeführt.
Die Weiterverarbeitung der Stoffe wie z. B. das Zuschneiden sowie das Vernähen an elektrischen Maschinen erfolgt in den projekteigenen Textilwerkstätten. Dort arbeiten neben den Projektteilnehmerinnen auch angestellte Männer und Frauen aus der Umgebung. Diese Zusammenarbeit soll die Integration der Projektteilnehmerinnen in die Gesellschaft unterstützen. ASSISI arbeitet im Wesentlichen nach den Designvorgaben der Kunden. Kontinuierliche Qualitätskontrollen während des Produktionsprozesses sowie eine Endkontrolle sichern eine gleichbleibend hohe Qualität der Kleidungsstücke.
PPA-Kommentar
Das Projekt bietet behinderten Frauen nach Abschluß der Schulausbildung die Möglichkeit einer beruflichen Fachausbildung, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern soll.
(Land: Indien, Projektcode: in6)


