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Import und Vertrieb fair gehandelter Produkte

Projektpartner "Sarvodaya"

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(Land: Sri Lanka, Projektcode: sl6)

Sarvodaya - Kunsthandwerk aus Sri Lanka

 sl6 SarvodayaDie Exportabteilung hat ihren Sitz in der Stadt Moratuwa, im Westen Sri Lankas. Dort sind auch die fünf Kunsthandwerkerfamilien ansässig, die das Holzspielzeug für EL PUENTE herstellen. Das Holz stammt vom Gummibaum. Der schnellwachsende Gummibaum stellt eine ökologisch verträgliche Alternative zu tropischen Harthölzern dar. Die Produzenten, die Produkte für den Export herstellen, werden von der Exportabteilung Sarvodaya unterstützt. Beratung in Bezug auf Design und Farbe sowie subventionierte Rohstoffe erleichtern den Herstellern die Produktion. Alle Kunsthandwerker erwerben angemessene Löhne und erhalten bei Bedarf zusätzlich Dienstleistungen in Form von Trainings und finanzieller Unterstützung. Erträge aus den Verkäufen von Kunsthandwerksartikeln durch die Exportabteilung Lanka Jathika Handcraft Sarvodayas, helfen Gemeinschaftsprojekte von Sarvodaya zu finanzieren.


Die Organisation fußt auf den Grundregeln Gandhian der Nichtgewalttätigkeit, der Wahrheit und der Selbstverleugnung. Das Ziel der Organisation war es ursprünglich, Harmonie unter den verschiedenen ethnischen Gruppen in Sri Lanka zu schaffen, indem sie Gemeinschaftsprojekte gefördert und Jugendliche in Konfliktauflösungsfähigkeiten ausgebildet hat. Heute ist Sarvodaya die größte nichtstaatliche Organisation im Land, mit einbezogen in Landwirtschaft, Familienplanung, Ausbildung, Gesundheitspflege, Ökologie, Einkommenserzeugung und Unfallentlastung. Die Bewegung wirkt heute in über 12.000 Dörfern Sri Lankas und hat wesentlich mit zum Erfolg des 'Entwicklungsmodells Sri Lanka' beigetragen: Sri Lanka hat mit einem tieferen Pro-Kopf-Einkommen bessere soziale Indikatoren erreicht, als praktisch alle anderen Entwicklungsländer auf gleichem Einkommensniveau.


Der Gründer der Bewegung, A. T. Ariyaratne, interpretiert den Namen Sarvodaya als 'Das Teilen seiner Zeit, Gedanken und Energien zur Erweckung aller'. Der Schlüssel für gesellschaftlichen Wandel liegt, so Ariyaratne, in jedem Menschen selbst. 'Nur durch innere Wandlung wandelt sich das Außen.' Die Bewegung geht zurück auf das Jahr 1958, als A.T. Ariyaratne, damals Lehrer für Naturwissenschaft an einer Hochschule, Schüler und Kollegen in ein armes Dorf mitnahm, um dort elf Tage Entwicklungsarbeit zu leisten. Ihr Konzept der dörflichen Entwicklung verknüpft die buddhistischen Grundsätze von Güte, Mitleid, Mitfreude und Gelassenheit mit konkreten Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung.


Ziele der Bewegung

sl6 SarvodayaZiel Sarvodayas ist es, im buddhistischen Geist in jedem Individuum eine Befreiung zu erreichen: die Befreiung des Geistes von den eigenen Schranken und die gewaltlose Befreiung von ungerechten sozio-ökonomischen Bedingungen durch gemeinsames Arbeiten und Teilen. Sarvodaya setzt die Menschen in Bewegung. Diese beginnt meist mit gemeinsamer Arbeit: es werden Bewässerungsanlagen und Brunnen errichtet oder repariert, Ackerland erschlossen, Böden bearbeitet, Zufahrtsstraßen zu den entlegenen Dörfern gebaut, Schulen, sanitäre Einrichtungen, Dorfzentren erstellt - kurz die ländliche Basisinfrastruktur hergestellt. In einem zweiten Schritt möchte Sarvodaya bei den Individuen Wohlwollen/Güte Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit/Gleichmut »erwecken«. Meditative Arbeit in dieser Hinsicht begleitet alle Motivations- und Mobilisierungskampagnen.


Geld spielt viele Rollen

Kritische Gedanken über Geld und Abhängigkeiten von Dr. Vinya S. Ariyaratne. Dr. Vinya S. Ariyaratne ist Arzt und arbeitet als geschäftsführender Direktor bei Sarvodaya in Sri Lanka. 'Der Geldfluss von wirtschaftlich prosperierenden Ländern in die sogenannten Entwicklungsländer in Form von Entwicklungshilfe war schon immer eine umstrittene Sache, besonders seit auch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in den 70er-Jahren begannen, in den Genuss solcher Gelder zu kommen. Es ist keine Frage, dass Geld für die Entwicklung wichtig ist, sei es für Regierungen oder für NGOs. Geld an sich ist nichts Schlechtes. Wenn wir von Geld für Entwicklung sprechen, sind es vorab zwei Dinge, die mir durch den Kopf gehen: Warum Geld?


Die neue Politik der staatlichen und privaten Geldgeber, ihre Finanzmittel für Entwicklungsvorhaben künftig vor allem mittels NGOs einzusetzen, gründete auf einem ernüchternden Befund: Der bis in die 70er-Jahre hinein hochgehaltene Glaube an den 'trickle down'-Effekt von Entwicklungsmassnahmen hatte weder zu 'Entwicklung' noch zur Überwindung der Armut geführt. Ein anderer übergeordneter Faktor, welcher die Unterstützung der blockfreien Entwicklungsländer im allgemeinen und der NGOs im besonderen begünstigte, war der Kalte Krieg. Die vorherrschende Befürchtung, dass sich der Kommunismus im Süden ausbreiten könnte, veranlasste die kapitalistischen Länder in den 70er-Jahren, gezielt soziale Bewegungen zu unterstützen. In dieser Zeit erhielten engagierte lokale Basisorganisationen Finanzhilfe, an welche kaum Bedingungen geknüpft waren (denn die Motivation für diese Unterstützung war vor allem ideologischer und politischer Art) und die Organisationen wussten das ihnen überlassene Geld wirksam einzusetzen. Der Zusammenbruch des kommunistischen Systems und das Aufkommen der freien Marktwirtschaft in den 80er-Jahren führten bei den Geberinstitutionen zu entsprechenden Anpassungen. Neue Paradigmen entstanden, die nun vor allem darauf aus waren, 'wirtschaftlichen Nutzen' zu messen. Unterstützung für Entwicklungsprogramme mit dem Ziel, die einfachen Grundbedürfnisse der Menschen zu befriedigen, begannen bei den Gebern an Attraktivität zu verlieren. Mikrokredite wurden zum Allheilmittel, denn sie entsprachen der kapitalistischen Ökonomie der westlichen Geberländer besonders gut. Nun, da der Kalte Krieg vorbei und die 'Gloabilisierung' an der Tagesordnung ist, darf man gespannt sein, welches die Begründung der Geberinstitutionen für ihre Fortsetzung der 'Entwicklungshilfe' im 21. Jahrhundert sein wird - wenn es solche Hilfe denn überhaupt geben wird. Wir in der sogenannten Entwicklungswelt sind immer wieder fasziniert und oft belustigt ob der neuen Moden der Geldgeber.


Im Grossen und Ganzen kam die so genannte 'Entwicklungshilfe' bis jetzt von wirtschaftlich fortgeschritteneren westlichen Staaten. Wird es den Geschmack des Geldes verändern, wenn es von unserem eigenen Land kommt?


Savodaya, die grösste NGO in Sri Lanka, vor 41 Jahren nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit gegründet, arbeitete während ihrer ersten 14 Jahre ohne fremde Finanzhilfe und wuchs im Laufe der folgenden anderthalb Jahrzehnte dank substanzieller Unterstützung ausländischer Geldgeber rasch und markant - und vielleicht auch zum Preis unserer zu starken Abhängigkeit von ihnen. Heute ist Sarvodaya auf gutem Weg zur Eigenständigkeit. In all den Jahren haben wir aus erster Hand die wechselnden Gesichter unserer Geldgeber kennen gelernt. Wir lernten eine einfache aber wichtige Lektion: Je mehr du von den Geldgebern abhängst, umso mehr mögen sie dich, auch wenn sie das Gegenteil vorgeben. Denn dann können sie dich kontrollieren. Unter anderem können sie damit auch rechtfertigen, hoch bezahlte Ausländer aus den Geberländern bei uns zu stationieren, um die 'Projekte zu überwachen'. Es ermöglicht ihnen auch, regelmässig Konsulenten zu uns zu schicken, die uns lehren sollen, 'transparent' zu werden und 'verantwortlich' gegenüber ihrem Geld. Aber wenn du eigenständiger wirst, mögen sie dich nicht mehr so gern, weil es dann schwieriger wird, dich zu kontrollieren. Für eine NGO beginnt das eigentliche Problem mit ihren Geldgebern, wenn sie nicht nicht mehr von ihnen abhängig ist! Wie überall, gibt es auch hier Ausnahmen. Wir bei Sarvodaya arbeiten heute mit Gebern, mit denen zusammen wir die Unterstützung so definieren, dass sich daraus echte Partnerschaft auf der Grundlage von gegenseitigem Vertrauen, Verständnis und Respekt entwickelt.'

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Fair gehandelte Produkte aus dem Projekt "Sarvodaya" aus Sri Lanka

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Magnetset 'Dinos'
Ihr Preis inkl. MWSt: 13.90 €
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