zum Inhalt
 
 
 

Import und Vertrieb fair gehandelter Produkte

Unser Partner SLHB

PDF-Icon Download der Projektinfos

Logo

Sri Lanka Handicrafts Board SLHB

sl0 SLHB Die handwerkliche Tradition Sri Lankas ist sehr vielfältig. Ähnlich wie in Indien sind viele der KunsthandwerkerInnen in 'Zünften' organisiert, die Fertigkeiten werden seit Generationen innerhalb des Familien-, Stammes-, oder Dorfverbundes weitergegeben. SLHB wurde gegründet mit dem Ziel, das ursprüngliche (Kunst-) Handwerk Sri Lankas zu fördern und auch für schwer absetzbare Produkte Märkte zu erschließen. Dies geschieht auf mehreren Wegen: In über 200 kleinen Trainigszentren werden junge Leute kunsthandwerklich ausgebildet. Regelmäßige Abnahme der Ware und angemessene Bezahlung dienen der kontinuierlichen Absicherung der HandwerkerInnen. Qualitätskontrollen, Produkt- und Designberatung tragen zur Marktfähigkeit bei, ohne die kulturelle Vielfalt zu zerstören. Für den Inlandsverkauf wurden spezielle Läden, die LAKSALAS eingerichtet, über die ca. 80% der Produktion vermarktet werden. (Das größte LAKSALA befindet sich - wie auch der Sitz des SLHB - in Colombo.) Die halbstaatliche Organisation stammt noch aus der Zeit, als Sri Lanka sozialistisch regiert war. Heute strebt SLHB eine stärkere Beteiligung der Handwerker an - bei gleichzeitigem Rückzug des Staates. Gewinne werden nicht erwirtschaftet, ein Aufschlag von 30% auf den Einkaufspreis dient der eigenen Kostendeckung. sl0 SLHBBei Artikeln, die einer besonderen Förderung bedürfen, sind Einkaufs- und Verkaufspreis identisch, da sie sonst kaum mit den billigen Industrieprodukten konkurrieren könnten. SLHB nimmt mittlerweile eine bedeutende Position für das Handwerk Sri Lankas ein. Da es den Familien gute und stabile Preise garantieren kann, ist es privaten AufkäuferInnen fast unmöglich geworden, die Preise zu drücken. Die KunsthandwerkerInnen sind auf Absatz um jeden Preis nicht mehr angewiesen.

 

Schnitzereien

sl0 SLHBEine Besonderheit Sri Lankas sind die Devil Masks, geschnitzte Holzmasken, die verschiedene Dämonen darstellen und bei rituellen und spirituellen Tänzen eingesetzt werden. Die jeweiligen Figuren bzw. Charaktereigenschaften sind durch bestimmte Gestaltungselemente festgelegt, so spielt die Farbgebung eine wichtige Rolle, auch der Schwung der Nase oder der Augenbrauen. Das Handwerk selbst wird mit den dazugehörigen Riten und Tänzen vom Vater auf den Sohn weitergegeben, die Herstellung der Masken erfolgt im Familienverbund. Aus der Umgebung von Colombo kommen verschiedene Holzspielsachen. Während einige Produkte (z.B. die Mobiles) komplett innerhalb einer Familie hergestellt werden - die Arbeit wird denn auch nach einem festen Tagessatz abgerechnet -, sind bei anderen Linien (z.B. Puzzles) mehrere, meist verwandte Familien in die Produktion eingebunden. Eine Werkstatt schnitzt dann die Rohlinge, die andere bemalt sie. Viele der Schnitzer sind ursprünglich Maskenbauer, die sich mangels Aufträgen auf andere Produkte verlegen mußten. Die Bemalung erfolgt mit ungiftigem Kunstharzlack, der in Sri Lanka hergestellt ist. Letzteres ist ein bedeutender Fortschritt, denn bevor die kleine Makoshine-Fabrik ihren Betrieb aufnahm, mußten giftfreie Lacke stets importiert werden. In der Nähe von Matara an der Südküste Sri Lankas liegt das Dorf, in dem die Holzelefanten und Partysticker hergestellt werden. Auch hier sind es mehrere kleine Familienbetriebe, die zumeist arbeitsteilig arbeiten. Die Handschnitzerei ist dabei in erster Linie Männersache, während in den Malwerkstätten überwiegend junge Frauen tätig sind.


Fußmatten und Lederprodukte

Ebenfalls in der Gegend um Matara befinden sich mehrere Trainigszentren für die Fußmatten-Herstellung. Gruppen von etwa zehn Mädchen werden jeweils von einer Designerin ausgebildet, die ihr Gehalt vom SLHB bekommt. Nach der Ausbildung können die Mädchen an einfachen Holzrahmen zuhause arbeiten und ihre Produkte über SLHB vermarkten, während im Trainingszentrum Ausbildungsplätze frei werden. Es besteht zwar auch weiterhin die Möglichkeit, dort zu produzieren, doch ist gerade für Frauen die Heimarbeit als Nebenerwerb am praktikabelsten. sl0 SLHB Das Lederhandwerk macht mit rund 10 Produzenten nur einen relativ kleinen Zweig des SLHB aus. Das größte Problem der Werkstätten ist die Beschaffung: Oft ruinieren unvorsichtige Schlachter das Leder bereits beim Häuten, sodaß bis zu 40% unbrauchbar sind. Darüberhinaus gleicht der Ledermarkt einem Kartell, denn da Hindus und Buddhisten aufgrund ihrer religiösen Überzeugung wenig mit der Lederverarbeitung zu tun haben wollen, können die Ausführenden - in diesem Falle überwiegend Moslems - die Preise nahezu willkürlich festsetzen. SLHB bemüht sich daher darum, das Leder zentral einzukaufen, um dadurch eine bessere Verhandlungsgrundlage zu haben.


Schmuck

Galle ist das Zentrum der Juwelierkunst in Sri Lanka. Hier im Süden der Insel entstehen hochwertige Schmuckstücke aus Silber und Edelsteinen. Insgesamt arbeiten etwa 300 Familien in der Schmuckherstellung; das Silber wird meist barrenweise eingekauft, die Steine beziehen sie von den örtlichen Schleifereien. Auch wenn für die Silberschmiede Absatzschwierigkeiten nicht das Hauptproblem sind, bietet SLHB den Familien garantierte Abnahme und gesicherte Preise, die über dem Durchschnittsverdienst liegen. Gelingt es den ProduzentInnen, auf dem herkömmlichen Markt soweit Fuß zu fassen, daß sie ihre Produkte auch ohne Unterstützung zu einem guten Preis verkaufen können, werden sie zum Schritt in die Selbständigkeit ermutigt.


Keramik

Verschiedenen Töpfereien in und um Molagoda produzieren Gebrauchskeramik. Die Tonwaren werden in erster Linie für den Alltagsbedarf hergestellt und auf dem heimischen Markt verkauft. Dank der Ausbildungsförderung des SLHB ist die Inlandsvermarktung relativ gesichert: Es konnten schon etliche neue Designs entwickelt und an die Werkstätten weitergegeben werden.


Trommeln

Trommeln kommen von den 'Drum People' aus Kambola. Die 'Drum People' sind eine Nomaden-Gruppe, die durch ein Regierungsprogramm zur Seßhaftigkeit gebracht werden soll. Das Gelände ist ihnen vom Staat zugewiesen, die Häuser wurden mit Unterstützung ausländischer Hilfsorganisationen errichtet. Da sie von der Regierung kein Land erhalten haben, auf dem sie Lebensmittel für den Eigenbedarf anbauen oder Tiere halten können, sind die 'Drum People' auf den Verkauf ihrer Trommeln angewiesen - der Trommelbau ist ihr traditionelles Handwerk. Die verschiedenen Trommeln werden in Gemeinschaftsarbeit des gesamten Clans hergestellt; Männer und Frauen sind gleichermaßen daran beteiligt. Die Zusammenarbeit mit SLHB sichert ihnen eine Existenzgrundlage und bewahrt sie davor, ihre traditionelle Lebensweise vollends aufgeben zu müssen.

nach oben

(Land: Sri Lanka, Projektcode: sl0)

 

 

 


 
     
 :   €/ 
zum Artikel

 

sl0-21-001


Tontopf mit Deckel und Henkel, unglasiert
Ihr Preis inkl. MWSt: 6.65 €
zum Artikel

 

sl0-82-101


Elefanten, 5er-Set
Ihr Preis inkl. MWSt: 3.90 €
zum Artikel

 

                      
© EL PUENTE GmbH | Webdesign CMS Programmierung Online-Shop © lilac-media