Faire Alltagsmasken

Nina Labode

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Alltagsmasken – fair und solidarisch

Gemeinsames Projekt von El Puente und HDIF

Die Corona-Pandemie betrifft die ganze Welt - uns und auch unsere Handelspartner. Gemeinsam mit unserem Partner HDIF in Armenien arbeiten wir daran, fair produzierte Alltagsmasken auch hier verfügbar zu machen.

El Puente-Einkäuferin Layla Engeln hat HDIF-Geschäftsführer Timothy Straight zu den Alltagsmasken und ihrer Geschichte in einem Videotelefonat befragt:

Produktion startet in Armenien

Während der Corona-Pandemie haben Produzent*innen unseres armenischen Handelspartners HDIF begonnen, Alltagsmasken zu fertigen. Vor der Corona-Pandemie nähten sie Küchen- und Wohntextilien. Die Produzent*innengruppe fing mit dem Nähprojekt an, um die örtliche Polizei, Apotheken und Krankenhäuser zu unterstützen. Zusätzlichen Input für die Fertigung der Alltagsmasken erhielten die Produzent*innen von der WFTO Asien. Sie begannen, diese außerdem für den Export herzustellen.

Eine Maske kaufen – zwei Menschen schützen

Wir unterstützen diesen Ansatz von HDIF und den Produzent*innen doppelt: Zunächst möchten wir unseren Kund*innen fair produzierte Alltagsmasken anbieten, um sie im Schutz gegen die Ausbreitung von COVID-19 zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Armenien setzen. Die Idee: für jede bei El Puente gekaufte Alltagsmaske, wird vor Ort in Armenien eine Alltagsmaske an Bedürftige gespendet.

Ausfuhrverbote der Masken in Armenien

Die Projektplanung war schon in vollem Gange, da erreichte uns die Nachricht, dass die Regierung Armeniens die Ausfuhr von Masken vorerst verboten hat. Für uns war klar: Das Projekt wollen wir trotzdem umsetzen. Wir haben die Alltagsmasken für bedürftige Menschen und Helfer*innen in Armenien nun vorfinanziert. Sie können damit direkt ausgegeben werden. Sobald die fair produzierten Alltagsmasken auch an uns geliefert werden können, könnt Ihr dieses Projekt mit dem Kauf einer Maske unterstützen.

Mission Armenia und Armenian Red Cross geben Masken aus

Das Armenian Ministry of Labor and Social Affairs und UNHCR Armenia befürworten die Aktion vor Ort und haben HDIF bei der Vermittlung der vorfinanzierten Alltagsmasken unterstützt. HDIF gibt die fair produzierten Masken nun an das Armenian Red Cross und die NGO Mission Armenia weiter, die sie an ihre Mitarbeiter*innen und an Bedürftige in Armenien ausgeben.

Die NGO Mission Armenia verteilt die Masken an ältere Menschen und Geflüchtete zusammen mit Lebensmitteln und anderen Spenden zur Sicherung der Grundversorgung.

Das Armenian Red Cross gibt die Masken an Mitarbeiter*innen und Freiwillige sowie an Menschen aus, die soziale Unterstützung erhalten wie ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung.

Stärkung für HDIF

Auch HDIF profitiert von der Aktion. Bereits hergestellte Alltagsmasken, die ursprünglich exportiert werden sollten, können nun mithilfe des Armenian Red Cross und der NGO Mission Armenia ausgegeben werden. Damit kommen sie direkt zum Einsatz. Zusätzlich können sie weitere Masken für die Nutzung vor Ort produzieren. Dieser zusätzliche Auftrag kann ihnen helfen, die Zeit zu überbrücken, bis die Alltagsmasken auch wieder exportiert werden können.

Wie ist die Verfügbarkeit von Masken in Armenien?

In Armenien gibt es nach Einschätzung von Timothy, Geschäftsführer von HDIF, zurzeit keinen akuten Mangel an günstigen Masken, die von der Bevölkerung getragen werden können. Doch es zeigt sich, dass sogenannte „4-Stunden-Masken“ vielfach mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen lang ohne Reinigung benutzt werden, berichtet er. Hier sind die Alltagsmasken von HDIF eine Alternative. Sie sind wiederverwendbar und bieten darüber hinaus Informationen, wie eine wiederverwendbare Maske hygienisch gepflegt werden kann. Deshalb nutzen immer mehr Menschen in Armenien die HDIF-Masken. Wir wollen dazu beitragen, dass noch mehr bedürftige Menschen in Armenien Zugang zu den HDIF-Alltagsmasken bekommen!

Wir laden Euch ein, die Aktion mit dem Kauf einer fair produzierten Maske aus Armenien zu unterstützen, sobald sie bei uns verfügbar sind. Tragt selbst eine fair produzierte Alltagsmaske und ermöglicht damit einer Person in Armenien auch eine zu tragen!

Wann kommen die Masken bei El Puente an?

Die derzeitige Exportsperre in Armenien wurde voraussichtlich bis Mitte Juni verlängert. Das bedeutet, die Alltagsmasken sind frühestens Ende Juni oder Anfang Juli bei uns verfügbar. Zudem kann jede Termineinschätzung derzeit nur eine sehr vorsichtige Prognose sein, da sich auch hier die Maßnahmen vor Ort von einem auf den anderen Tag ändern können.

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