Unsere Handelspartner in Zeiten des Corona-Virus

Nina Labode

Ein Beitrag von Nina Labode

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Unterstützung für Handelspartner im globalen Süden

Corona breitet sich weltweit aus. Auch unsere Handelspartner sind bereits von den Auswirkungen betroffen. Sie berichten davon, dass Werkstätten geschlossen werden müssen oder fertige Ware nicht ausgeliefert werden kann. Nun heißt es zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen - weltweit! So können wir die Krise gemeinsam bewältigen.

Hier lest Ihr exemplarische Berichte unserer Handelspartner zu ihrer aktuellen Situation.
Wir aktualisieren den Beitrag regelmäßig, um die aktuellesten Berichte mit Euch zu teilen.

Über den El Puente Entwicklungsfonds können unsere Handelspartner nun eine erste Unterstützung erhalten.

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Nachrichten vom 25. Mai

Update EMA: Zyklon in Indien

Seit zwei Monaten hat EMA bereits geschlossen und nun traf die Organisation ein Zyklon: Bereits am 20. Mai hat "Amphan" schwere Zerstörung in Westbengalen angerichtet. Wir hören erst jetzt davon, weil der Strom für fünf Tage komplett abgeschaltet war. "Der Sturm hat 4 Distrikte völlig weggespült. Die massiven Banayan-Bäume wurden entwurzelt, was nie zuvor zu beobachten war. Es ist eine nationale Katastrophe", so Debarati von EMA. Das Gebäude von EMA wurde stark beschädigt. Schiebetüren, Fenster und die Wasserspeichertanks zerbrachen.

Nachrichten vom 19. Mai

Update CRC

CRC berichtet aus Indien, dass sie erwarten den Betrieb langsam wieder aufnehmen können. Die Rergierung hat habe für fast alle Bereiche Lockerungen angekündigt. So hoffen sie, ab kommendem Montag in reduzierter Besetzung wieder arbeiten zu können. Die meisten Kunsthandwerker*innengruppen haben ihre Arbeit wieder aufgenommen.

Nachrichten vom 11. Mai

Update ASHA in Indien

ASHA berichtet, dass von ihrer Schließung mehr als 800 Personen betroffen waren. Zwei Wochen nach Beginn des Lockdowns hat das Team von ASHA eine Umfrage unter den Produzent*innen gemacht. Ziel war es herauszufinden, welche Familien Soforthilfe benötigen, weil sie keine ausreichenden Rücklagen haben, um Nahrungsmittel und andere Produkte des täglichen Bedarfs zu kaufen. 282 Kunsthandwerker*innen und ihre Familien benötigten direkte Hilfe. Auch El Puente hat ASHA durch den Entwicklungsfonds darin unterstützt, diesen Produzent*innen kleine Beträge oder Nahrungsmittel für ihre Grundsicherung zukommen zu lassen.

“I have around 25 women artisans working with me who have been unable to work & earn during this lockdown. All these women’s are on piece rate workers. It became hard for these artisans to feed their families with no financial support. Asha Handicrafts helped me provide them with rations (Food Items) and other necessities in these difficult times. We are all very grateful for Asha for their generosity” – Pooja Sharma, Producer Group Head, Jaipur

Update CORR in Bangladesch

CORR - The Jute Works berichtet, dass etwa 3500 Menschen von ihrer Schließung betroffen sind. Sie haben eigene Unterstützungsmaßnahmen auf die Beine gestellt, zu denen die Verbreitung von Informationen zu den Schutzmaßnahmen zählen, die von der WHO empfohlen werden. CORR hält engen Kontakt zu den Kunsthandwerker*innen, gibt Lebensmittelspenden aus und unterstützt Kunsthandwerker*innen auch finanziell. Der Lockdown dauert noch mindestens bis zum 16. Mai an.

Nachrichten vom 09. Mai

Update ALLPA in Peru

Maria del Carmen De La Fuente berichtet, dass die Quarantäne in Peru bis zum 24. Mai verlängert wurde. Auch die Ausgangssperre wird noch beibehalten. Es gibt für den Handelspartner in einem kleinen Rahmen die Möglichkeit  einzelne Aufgaben wieder aufzunehmen. Dazu gehören Bestellungen für die Verschiffung fertig vorzubereiten oder Produktentwicklungen nachzuholen. Dennoch ist weiterhin mit Verzögerungen bei den Lieferungen zu rechnen, denn die Aktivitäten finden unter Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten statt.

 

 

 

Nachrichten vom 04. Mai

Update Tara in Indien

Tara berichtet, dass der Bundesstaat Delhi nach wie vor zum roten Bereich gehört, der ein hohes Risiko der Ausbreitung des Virus markiert. Heute hat die Regierung beschlossen, den Lockdown erneut um zwei Wochen zu verlängern. Es wird leichte Lockerungen geben, aber das Leben im Allgemeinen wird aufgrund fehlender Transportmöglichkeiten und der Schließung der zwischenstaatlichen Grenzen weiterhin still stehen. Es sei sehr schwierig, ohne Transport, Öffnung der Grenzen und der Märkte notwendige Rohstoffe einzukaufen, berichten sie. Aufgrund der zunehmenden Fälle von Covid-19 Sieht Tara in naher Zukunft keinen Ausstieg aus dem Lockdown.

 

 

Nachrichten vom 28. April

Update Gospel House in Sri Lanka

Aus Sri Lanka berichtet Shiran Karunaratne von Gospel House, dass die Situation sich in Sri Lanka erneut zugespitzt hat und die Ausgangssperre bis zum 4. Mai verlängert wurde. Grund dafür war eine Reihe diagnostizierter Infektionen bei Seeleuten eines Marinestützpunktes nach dem Heimurlaub.
Im Produktionszentrum von Gospel House arbeiten Kunsthandwerker*innen derzeit soweit möglich an den aktuellen Bestellungen. Noch immer können nicht alle Rohstoffe für die Produktion beschafft werden. In Einzelfällen fürchten Familien von Produzent*innen eine Infektion mit dem Virus und möchten daher trotz der Einhaltung vorgegebener Schutzmaßnahmen im Produktionszentrum nicht, dass sie zur Arbeit gehen. Gospel House stellt ihnen diese Entscheidung frei.

 

Nachrichten vom 24. April

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Coronilla in Bolivien

Coronilla aus Bolivien berichten von den aktuellen Schutzmaßnahmen vor Ort.

Nachrichten vom 21. April

Update Gospel House in Sri Lanka

In Sri Lanka kann Gospel House die Produktion langsam wieder aufnehmen, berichtet Shiran Karunaratne. Nach fast einem Monat wurden die Einschränkungen gelockert und Gospel House hat eine Erlaubnis erhalten, im Hauptproduktionszentrum mit der Hälfte der Produzent*innen wieder mit der Fertigung zu beginnen. Nach wie vor müssen Abstandsvorschriften eingehalten werden und die Genehmigung wurde zunächst bis zum 29. April 2020 erteilt. Das Hauptproblem, mit dem sie derzeit konfrontiert sind, ist die Rohstoffversorgung. Denn Reisen und Transporte von Distrikt zu Distrikt sind nach wie verboten. Hierfür versuchen sie nun eine Lösung zu finden.

Nachrichten vom 20. April

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Pakta Mintalay in Ecuador

Gloria Gladys Ulcuango Quilumbaquin, von der Produzent*innengruppe Asociación URCUSISA de Pesillo, berichtet von der aktuellen Situation. Die Gruppe produziert getrocknete Pilze.

Update Ecco Exe in Peru

Ecco Exe verteilt weiterhin Lebensmittelspenden an Produzent*innen:

Update New Sadle in Nepal

New Sadle berichtet, dass seit 25 Tagen alle Mitarbeiter*innen und Produzent*innen zu Hause bleiben oder in ihre Dörfer zurückgekehrt sind. Im Altenheim von New Sadle, werden die Menschen von einem Sanitäter betreut, der vor Ort wohnt. Die Kantine versorgt sie täglich mit einer Mahlzeit. New Sadle hatte dafür bereits vor der Ausgangssperre Lebensmittel eingelagert. Allerdings werden die Produkte für die medizinische Versorgung der Bewohner*innen langsam knapp.

In den letzten zwei Monaten konnte New Sadle keine Gehälter an die Mitarbeiter*innen auszahlen, berichtet Chitra. Es war keine Überweiseung möglich und aufgrund der hohen Lagerbestände war auch wenig Bargeld vorhanden. Zudem könnten die Mitarbeiter*innen das Geld nicht abholen, da die Banken geschlossen sind und die Mitarbeiter*innen nicht über Bankkarten verfügen.

Stattdessen hat New Sadle 64 Familien, die in der Nähe ihrer Büroräume wohnen, für 3-4 Wochen mit Lebensmitteln versorgt. Für Alltagsprodukte haben sie auch etwas Bargeld erhalten.
Die Regierung in Nepal hat die Sperre bis zum 27. April verlängert. Die Flughäfen sind bis zum 3. Mai geschlossen.

Insgesamt zeigen sich laut New Sadle folgende Auswirkungen von Covid-19 in Nepal:

  • Knappheit an Nahrungsmitteln für viele Menschen in Nepal
  • Kleine Organisationen wie New Sadle haben Schwierigkeiten noch Gehälter zu zahlen
  • Alle wesentlichen Rohstoffe werden knapp
  • Mangel an Medikamenten
  • Eine harte Zeit für viele Organisationen wie New Sadle, um zu überleben und das Geschäft wieder zu beleben

Update EMA in Indien

EMA berichtet, dass sie daran festhalten, Mitarbeiter*innen und Produzent*innen weiterhin Gehälter zu bezahlen oder Vorschüsse zu gewähren. Denn ihr Lebensunterhalt sei vollständig von diesen Zahlungen abhängig. Debarati von EMA berichtet, dass sie darauf ihr derzeitiges Kapital verwenden. Deshalb gehen sie jetzt schon davon aus, dass sie, wenn die Werkstätten wieder betrieben werden können, mit einer enormen finanziellen Krise konfrontiert sein werden, die sich auf den gesamten Produktionsprozess auswirken kann.

Nachrichten vom 17. April

Prescraft in Kamerun

In Kamerun hält Prescraft alle Sicherheitsmaßnahmen der WHO und der Regierung ein. Da die Region, in der Prescraft seinen Sitz hat, zuvor von einer bewaffneten Konfliktsituation geprägt war, gab es dort wenig Reiseverkehr. Nach Prescrafts Einschätzung trägt auch diese Tatsache dazu bei, dass es in der Region noch keine bestätigte Infektion gibt.

Update MESH in Indien

MESH berichtet uns heute von der aktuellen Situation in verschiedenen Lepra-Siedlungen und welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das Bildungswesen vor Ort hat.
Aus Andhra Pradesh berichtet MESH, dass die Regierung des Bundesstaates Lebensmittel, Gemüse und Gelbeträge an Familien verteilt hat. MESH hat mit Schneiderinnen der Produzent*innengruppe Jone Pryadarshini Mahila Mandal Kontakt in der Bethany-Lepra-Siedlung Kontakt aufgenommen. Sie haben ihre Näherei mit nur vier Schneiderinnen wieder eröffnet, die nun im Rotationsverfahren Masken nähen, um Abstandsregeln einhalten zu können. Sie arbeiten auch weiterhin an einem bestehenden Auftrag, für den sie das Rohmaterial bereits in ihrer Werkstatt hatten. In vielen Familien, in denen die Männer ihrer Arbeit derzeit nicht nachgehen dürfen, sind die Frauen nun Alleinverdiener*innen.

In der Little Flower Lepra Siedlung an der Grenze zu Nepal in der Nähe von Raxaul leben viele ältere Menschen, für die ein erhöhtes Risiko besteht. Hier gibt es eine Weberei, die zwar ihre reguläre Produktion einstellen musste, aber Baumwollstoff im Lager hatte. MESH konnte hier 3.000 Masken zur kostenlosen Verteilung an die älteren und besonders gefährdeten Leprakranken in Auftrag geben.

MESH arbeitet mit einer Gruppe junger Produzent*innen in einer Lepra-Siedlung in Faridabad, etwa eine Stunde südlich von Delhi zusammen. Der Leiter der Gruppe, Hanumanta Appa, sagte, er glaube, dass es Menschen gebe, die in einer schlimmeren Situation seien als die Menschen in der Leprasiedlung. Er identifizierte eine Reihe von Familien in den benachbarten Slums. MESH bietet an, für jede der 41 Familien Grundnahrungsmittel und ein Hygienekit bereitzustellen. Gemeinsam überlegen sie noch, wie sie die Logistik bewerkstelligen können.

Wie in anderen Ländern wirkt sich die aktuelle Situation in Indien auf das Bildungswesen aus. MESH fördert den Schulbesuch von Kindern und hat jungen Menschen Darlehen für ein Hochschulstudium zur Verfügung gestellt. Mesh evaluiert nun ihre Situation. Narayan, ein Schneider und Weber aus der Lepra-Siedlung Faridabad, berichtete, dass seine Tochter gerade dabei war, ihre Prüfungen für die zehnte Klasse zu schreiben, als der Lock-Down begann. Sie hatte noch zwei weitere Fächer zu schreiben, und nun ist unklar, wie die Prüfungen fortgeführt werden können und wie ihr anstehender Schulwechsel organisiert werden kann.

Nachrichten vom 15. April

Corr - The Jute Works in Bangladesch

Heute erreichen uns Grüße von Ananda Placid Gomes, stellvertretende Geschäftsführerin bei Corr - The Jute Works in Bangladesch. Auch sie berichtet, dass die Ausgangssperre in Bangladesch nun schon drei Wochen andauert und noch bis zum 25. April andauern soll. In dieser Zeit ist für Corr auch kein Warentransport möglich, da weder Flüge noch Seefrachten von Reedereien und Speditionen angeboten werden.

 

Nachrichten vom 14. April

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Cumbres de Ingapi in Ecuador

Hier berichtet Edgar Morales von Cumbres de Ingapi in Ecuador von ihrer aktuellen Situation.

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Bawa Hope in Kenia

Anne Nzilani, Gründerin von Bawa Hope, berichtet uns über die derzeitige Situation in Kenia insbesondere Nairobi.

Update CRC in Indien

Nachdem die indische Regierung den Lock-Down bis zum 3. Mai verlängert hat, berichtet CRC, dass sie Kunsthandwerker*innengruppen mit Bargeld für ihre Grundbedürfnisse unterstützen. Gruppen, die sich in einer relativ schwachen wirtschaftlichen Situation befinden, erhalten zuerst Unterstützung. Einige Werkstätten von Kunsthandwerker*innen sind in Betrieb und können - wenn auch langsam - produzieren.

New Sadle in Nepal

New Sadle berichtet, dass der Lock-Down in Nepal von der Regierung bis zum 27. April verlängert wurde.

Nachrichten vom 13. April

Update von Creative Handicrafts in Indien

Geschäftsführer Johny Joseph berichtet aus Indien, dass er mit Sorge beobachtet, wie das Corona-Virus sich auch in den Slums ausbreitet, in denen ein Leben auf Distanz nicht möglich ist. Das Büro und die Werkstätten von Creative Handicrafts sind geschlossen. Johny sagt, er mache sich Sorgen um ihre Verkaufszahlen. Sie haben die Rohstoffe für die weitere Produktion bereits eingekauft und können nun nicht produzieren. Auch in der Region in der Creative Handicrafts seinen Sitz hat, wurde die Ausgangssperre bis zum 30. April verlängert. "Ich habe auch Angst vor einem beträchtlichen Rückgang des Verkaufsumsatzes in diesem Jahr, der viele Frauen arbeitslos machen wird", sagt Johny. "Wir bezahlen die weiblichen Mitarbeiterinnen weiterhin. Ich weiß nicht, wie lange wir das noch tun können, da wir schon sehr stark unter Druck stehen. Wir haben auch Lebensmittelsets an die Familien der Kinder ausgegeben." Er berichtet von einem ehrgeizigen Plan für die Expansion des Inlandsmarktes von Creative Handicrafts, den er nun wohl stark einschränken oder erstmal verschieben muss.

Update Crearte in Guatemala

Crearte schreibt uns, dass die Ausgangssperre in Guatemala voraussichtlich bis zum 30. April verlängert wird. Obwohl die Kunsthandwerker*innen hier bislang noch weiterarbeiten können, verzögert dies den Versand der Produkte.

Nachrichten vom 11. April

BFTA in Palästina

Vor dem Osterwochenende erreicht uns ein Bericht von BFTA aus Palästina. Hier ist nach Ihrem Bericht, COVID-19 zunächst im Bezirk Bethlehem aufgetreten. Damit hat die Stadt Bethlehem, in der BFTA seinen Sitz hat, auch als erste, strenge Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Seit 38. Tagen gelte für die Bewohner*innen eine tägliche Ausgangssperre ab 17 Uhr. BFTA sagt, dass einem Bericht der Handelskammer von Bethlehem zufolge, der Tourismussektor für das Jahr 2020 einen fast vollständigen Verlust seiner Geschäfte prognostiziert. Die am stärksten betroffenen Unternehmen werden, nach Vermutung von BFTA, kleinere, marginalisierte Produzent*innen in ganz Palästina sein. Es werde mit massiver Armut und Arbeitslosigkeit für die im Tourismussektor Beschäftigten gerechnet. In Hotels würde bereits Personal entlassen, Souvenirläden zahlten häufig das halbe Gehalt für März und teilten ihren Mitarbeitern mit, für April 2020 sollten sie kein Gehalt mehr erwarten. Die Kleinproduzent*innen, die Tag für Tag davon leben, ihre Produkte an lokale Souvenirläden zu verkaufen, haben nun keine Einkommensquelle mehr und sind weitgehend auf Hilfe angewiesen, sofern diese sie erreicht.

"Innerhalb Palästinas bitten wir die Palestinian Authority, sich mit diesen Realitäten auseinanderzusetzen und gemeinsam mit uns nach Lösungen zu suchen. Weltweit bitten wir um jede Unterstützung, die angeboten werden kann, um die vor uns liegenden schwierigen Monate und Jahre zu überstehen", so BFTA.

Nachrichten vom 10. April

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Prokritee in Bangladesch

Hier berichtet Produzent*in Depali Das über ihre aktuelle Situation in Bangladesch.

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Prokritee in Bangladesch

Hier berichtet Produzentin Sathi Hajra von ihrer aktuellen Situation in Bangladesch.

Update Prokritee in Bangladesch

Swapan von Prokritee berichtet, dass Prokritee nach den Vorgaben der Regierung noch bis zum 14. April geschlossen bleiben wird. Den Produzent*innen, Mitarbeiter*innen und ihren Familien ginge es bisher gut. Die Produzent*innen arbeiten soweit möglich auch von Zuhause aus weiter.

Nachrichten vom 09. April

Update ALLPA in Peru

In Peru hat die Regierung enschieden  die Ausgangssperre noch bis zum 26. April zu verlängern, berichtet unser Handelspartner ALLPA. Sie halten dies für eine sehr schwierige Entscheidung für das ganze Land, da es die Wirtschaft lähmt, gleichzeitig sehen sie diese Entscheidung als notwendig an, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Kunsthandwerker*innen von ALLPA sind bislang alle gesund und werden darin auch von der Fairhandels-Organisation unterstützt.

 

 

 

 

Nachrichten vom 08. April

Update CRC in Indien

Von unserem Handelspartner CRC erreicht uns die Nachricht, dass sie logistische und finanzielle Unterstützung für ein Team von Freiwilligen bereitstellt, die lebensnotwendige Hilfsgüter an ältere und wirtschaftlich schwache Familien in Elendsvierteln rund um Kalkutta verteilen. Die Bilder von CRC zeigen eindrucksvoll die Auswirkungen des Lock-Downs in Indien: Die normalerweise dicht vom Verkehr befahrenen Straßen sind leer und alle Geschäfte sind geschlossen. Nur einige wenige Gemüseverkäufer*innen haben hier noch geöffnet.

 

Update Coronilla in Bolivien

Gut aufgestellt in Bolivien: Paola Mejía von unserem Handelspartner Coronilla berichtet, wie sich das Unternehmen aufgestellt hat, um trotz Quarantäne arbeitsfähig zu sein. In Bolivien besteht die Quarantäne seit dem 23. März. Nur Unternehmen im Lebensmittel- und Gesundheitssektor arbeiten weiterhin. Jede Person in Bolivien hat nur vier Stunden in der Woche Zeit, um rauszugehen und sich mit allem Notwendigen zu versorgen. Die Zeit ist an die persönliche Identifikationsnummer einer jeden Person gekoppelt. Damit sei die Lage weiterhin unter Kontrolle und die Infektionszahlen würden niedrig bleiben.

Alle Lieferanten von Coronilla haben Arbeitsgenehmigungen erhalten. Das Unternehmen hat sie alle dabei unterstützt. Nach notwenigen Absprachen für die Logistik, kann Coronilla nun mit allen Lieferanten wie gewohnt zusammenarbeiten. Die Produktions-, Qualitäts- und Logistikteams arbeiten vor Ort, der Rest des Teams arbeitet von zu Hause aus. "Unser Hauptanliegen ist es, allen unseren Arbeitnehmern sichere Arbeitsbedingungen zu bieten und gleichzeitig in der Lage zu sein, alle unsere Produkte an unsere lokalen und internationale Märkte zu liefern", sagt Paola.

Coronilla hat alle Mitarbeiter*innen mit der erforderlichen Sicherheitsausrüstung ausgestattet und die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusätzlichen Präventionsmaßnahmen umgesetzt. Sie verfügen über eine Desinfektionskammer, um jegliche Kontaminationsspuren vor dem Betreten der Produktionsanlagen zu beseitigen und arbeiten daran Abstände zwischen allen Mitarbeiter*innen einzuhalten. Zudem hat Coronilla den Transport des gesamten Firmenpersonals organisiert, so dass alle Mitarbeiter*innen täglich zu ihren Schichten abgeholt und zu ihren Häusern zurückgebracht werden. Ein Schulungsprogramm zu COVID 19, ergänzt die Maßnahmen des Unternehmens. "Wir glauben, dass Informationen der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie und zur Eindämmung des Ansteckungsrisikos sind", sagt Paola.

 

Nachrichten vom 07. April

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Manos Amigas in Peru

Hier berichtet ein Schmuckproduzent, der mit unserem Handelspartner Manos Amigas zusammenarbeitet, über seine aktuelle Situation in Peru.

 

Mesh in Indien

Jacky Bonney von unserem Handelspartner Mesh berichtet von der aktuellen Situation in Indien, wo der Lock-Down noch mindestens bis Mitte April andauern wird. Nun konnten mehrere ihrer Produzent*innengruppen in die Produkion von Masken einsteigen.

In Karnataka und Andhra Pradesh (A.P.) haben die Regierungen der Bundesstaaten kostenlos Reis und Linsen an Menschen mit niedrigem Einkommen und in Andhra Pradesh auch frisches Gemüse verteilt. Dies ist sicherlich eine große Erleichterung für alle. In der Leprasiedlung Little Flower arbeiten die gesünderen Männer und Frauen daran, gespendete Trockennahrung zu verpacken und an andere Leprasiedlungen in ihrer Region zu liefern. Das Familieneinkommen ist für viele Menschen auf Null gesunken, weil niemand aus der Familie der regulären Arbeit nachgehen kann.

Mesh freut sich sehr darüber, das einzelne Produzent*innengruppen, die sie beliefern, angefangen haben, wiederverwendbare Masken aus Baumwollstoffen herzustellen. Prowess, eine Frauenselbsthilfegruppe im Kodai Kanal in Tamil Nadu, hat von der Regierung die Erlaubnis zum Nähen von Masken erhalten und kann nun für einen Auftrag produzieren. Eine begrenzte Anzahl von Frauen arbeitet in der Näherei.

Jone Pryadarshini Mahila Mandal (JPMM), eine Frauengesellschaft in der Leprasiedlung Bethany, hat Masken für die Menschen in der Siedlung hergestellt. Sie haben einige davon an örtliche Krankenschwestern verschenkt und sind nun von der Polizei in diesem Gebiet angesprochen worden, um ihnen Masken zur Verfügung zu stellen. Die Frauen arbeiten von zu Hause aus.

Das Lepra-Rehabilitationszentrum Little Flower Khadi Village Industries hat etwa 5.000 Meter handgewebtes Baumwolltuch auf Lager, das sich für Masken eignet, und auch sie haben Masken für ihre eigene Siedlung und für den lokalen Verkauf hergestellt. Sie setzen sich nun mit grösseren Organisationen in Verbindung, um zu sehen, ob sie diese beliefern können. Die Schneiderinnen arbeiten von zu Hause aus.

Bei PAGIR, einer Organisation von Menschen mit Behinderungen in Leh, die sehr weit oben im Himalaja ihren Sitz hat zeigt der Schneidermeister wie man Masken herstellt und wird andere darin unterrichten.

Diese Frauengruppen, die über jahrelange Erfahrung in der Herstellung von Produkten für MESH verfügen, können ihre Fähigkeiten nun in dieser Krise einsetzen. "Aber am Ende", sagt Jacky, "werden wir nicht gegen den Virus kämpfen, sondern für den Lebensunterhalt."

Nachrichten vom 06. April

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Yeni Navan in Mexiko

Hier berichtet ein Vertreter der Kooperative Yeni Navan über ihre aktuelle Situation in Mexio.

 

Beas y Tapia in Chile

Unser Handelspartner Beas y Tapia in Chile versucht gerade sein möglichstes, um fertig produzierte Regenrohre an uns zu verschicken. Was normalerweise Routine ist, ist in Zeiten der Corona-Krise sehr kompliziert. Die Regenrohre benötigen ein bestimmtes Zertifikat, damit sie versendet werden dürfen. Dafür sind zwei Inspektionen nötig – eine davon bei Beas y Tapia selbst, und eine weitere im Flughafen. Bernardo, Geschäftsführer von Beas y Tapia, berichtet, das sie nun etwa eine Woche auf das Zertifikat warten müssen. Damit ist jedoch noch nicht geklärt, ob und wie die Überprüfung am Flughafen ablaufen kann.

Update Last Forest in Indien

In dieser schwierigen Zeit, teilt Last Forest seine positive Sicht auf den Zusammenhalt in der Fair Trade Community und die Unterstützung seitens der World Fair Trade Organization (WFTO) mit uns. "Social distancing was the mantra everywhere and even we wondered how WFTO were going to make things happen - well, they did!"  Mit Hilfe digitaler Medien ermutigten sie die Menschen. Es wurden Fotos gepostet, Videos, gedreht und Botschaften an die Fair-Trade-Community gesendet. Ein konkretes Beispiel war die Initiative zur Herstellung von Gesichtsmasken: Das regionale Netzwerk WFTO Asien hielt als Teil der #StayHomeLiveFair-Kampagne ein Online-Seminar für alle Mitglieder zur Herstellung von Gesichtsmasken ab. Last Forest hat sich daraufhin mit einem anderen Partner zusammengetan, um Gesichtsmasken herzustellen, die wiederverwendbar und langlebig sind. Derzeit werden 2000 Masken an Sanitär*innen in verschiedenen Teilen des Distrikts Coimbatore und an Polizeibeamte der Nilgiris verteilt.

Nachrichten vom 04. April

Update ASHA in Indien

Geschäftsführer Rajesh Kumar meldet sich mit einem aktuellen Update von ASHA aus Indien. "Noch nie zuvor fühlten wir uns so in die Enge getrieben und hilflos", schreibt Rajesh. In Indien ist seit dem 26. März nahezu alles geschlossen. Rajesh befürwortet die Maßnahme, berichtet jedoch auch, dass in den letzten Tagen die Zahl der positiv getesteten Personen plötzlich angestiegen sei. Der Bundesstaat Maharashtra und die Stadt Mumbai, wo Ahsa seinen Sitz hat, sind am stärksten betroffen. Mumbai mit seinen ca. 23 Millionen Einwohnern und den dicht besiedelten Wohnblocks ist in höchster Alarmbereitschaft. Bei Asha versuchen alle, sofern möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Produktion und Versand stehen nach wie vor still, selbst Routineaufgaben, wie die Berabeitung von Bestellungen können nicht erledigt werden. Derweil achtet ASHA darauf, dass die Kunsthandwerker*innen weiterhin ihre Grundbedürfnisse decken können. Wie sich die Situation entwickelt ist für ASHA, wie für uns, nicht absehbar.

Nachrichten vom 03. April

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UD Ariesta Bali in Indonesien

Hier berichtet Agus Ariesta von UD Ariesta Bali über ihre aktuelle Situation auf Bali in Indonesien.

 

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Coronilla in Bolivien

Hier berichtet Paola Mejía von Coronilla über ihre aktuelle Situation in Bolivien.

 

Nachrichten vom 02. April

Salay auf den Philippinen

Unser Handelspartner Salay ist wie viele unserer Handelspartner von der aktuellen Lage aus den gewohnten Bahnen geworfen worden. Den Mitarbieter*innen wird geraten zu Hause zu bleiben, obwohl die Werkstätten in der Nähe sind. Gleichzeitig gibt es auch kein Transportsystem mehr, dass sie nutzen könnten, um in die Werkstatt zu kommen. Bis zum 14. April können sie nicht wie gewohnt arbeiten. Neil von Salay berichtet: "Auch danach werden wir wenig Aufträge haben. Wir haben also tatsächlich Schwierigkeiten, das Projekt aufrechtzuerhalten. Unsere Regierung hat eingegriffen und allen Mitarbeiter*innen des Unternehmens im ganzen Land etwa 100 Dollar pro Person zur Verfügung gestellt." Gleichzeitig hat Salay es geschafft in dieser Zeit ganz praktisch aktiv zu werden: Sie haben  Gesichtsmasken aus nachhaltigen Materialien. Dabei achten sie darauf möglichst umweltschonende, regionale Materialien einzusetzen, denn sie machen sich bereits Gedanken über die medizinischen Abfälle, die derzeit anfallen.

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Café Sierra Azul in Mexiko

Hier berichtet Janeth Hernandez, junge Produzentin aus der Gemeinde Santa Rita, Leiterin der Gruppe CoffeeFem89 (Cafe von Frauen aus der Kooperative Sierra Azul) über ihre aktuelle Situation in Mexiko.

 

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EMA in Indien

Hier berichtet Debarati von unserem Handelspartner EMA über ihre aktuelle Situation in Indien.

 

Nachrichten vom 01. April

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Wedgewood in Südafrika

Hier berichtet Paul Walters, Geschäftsführer unseres Handelspartners Wedgewood, über die aktuelle Situation in Südafrika.

 

Update Crearte in Guatmala

Erfreuliche Nachrichten haben uns von Crearte erreicht, die uns mitteilten, dass unsere Bestellung nun fast fertig ist. Gleich danach der Dämpfer: Es gibt derzeit keine Flüge nach Deutschland, mit denen die Produkte transportiert werden können. Wir drücken die Daumen.

Manos Amigas in Peru

Manos Amigas ist dankbar für die schnelle Schließung und die Verhängung der Augangssperre in Peru. Diese soll noch bis zum 12. April andauern. Trotz der momentanen Situation können hier einzelne Kunsthandwerker*innen weiterarbeiten. Der Grund: Sie hatten bereits Aufträge erhalten und Rohstoffe eingekauft, sodass sie in ihren heimischen Werkstätten immer noch fertigen können.

Fair Gift in Indien

Stellvertretend für unseren Handelspartner Fair Gift berichtet uns Ram von der Situation in Indien, die wie bei vielen anderen Partnern vom derzeitigen Lock-Down geprägt ist. Auch Fair Gift fertigt derzeit kein Handwerksprodukte mehr. "Ja, die Situation ist nicht gut und betrifft alle" sagt Ram. "Über das Internet arbeiten wir von Zuhause aus. Ich habe mit allen unseren Produzent*innen gesprochen und mich mit ihrer Situation vertraut gemacht und bin froh, dass alle sicher sind und Zuhause bleiben. Ich bin auch froh, dass El Puente verschiedene Maßnahmen ergreift, um den Verkauf aufrechtzuerhalten, das ist eine gute Unterstützung für die Produzent*innen und für uns."

HDIF in Armenien

Unser Handelspartner HDIF in Armenien geht die derzeitigen Herausforderungen ganz praktisch an: "Was für einen Unterschied macht ein Monat! Vom großen Optimismus im Februar bis hin zu geschlossenen Unternehmen im März! Der Virus hat einen enormen Einfluss auf uns alle. HDIF hat die Produktion von persönlicher Schutzausrüstung in enger Zusammenarbeit mit der WFTO Asia aufgenommen, ohne darauf zu warten, dass sich das Virus in Luft auflöst", berichtet uns das Team von HDIF.

Aktuelle Crowdfunding-Kampagne von HDIF

Prokritee in Bangladesch

Aus Bangladesch berichtet Swapan von unserem Handelspartner Prokritee: "Alle unsere Produzent*innen und Mitarbeiter*innen sowie ihre Familien bleiben seit dem 25. März in ihren Häusern, und die Regierung hat die Ausgangssperre gerade bis zum 9. April verlängert." Bis dahin bleibt auch Prokritee geschlossen. Einige der Produzent*innen arbeiten während der Ausgangssperre zu Hause. Sorgen macht sich Swapan dennoch um die Einkünfte der Produzent*innen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat Prokritee nicht ausreichend Bestellungen erhalten. Von Prokritee beziehen wir vor allem Korbwaren.

Creative Handicrafts in Indien

Wir haben bereits davon berichtet, dass in Indien Produktionen eingestellt worden sind. Auch bei unserem Handelspartner Creative Handicrafts ist das derzeit der Fall. Wo in Werkstätten normalerweise Nähmaschinen surren und Kunsthandwerk produziert wird, steht nun alles still. Direktor Johny Joseph berichtet: "Wir haben das Büro und die Werkstätten geschlossen. Einige von uns arbeiten ein wenig von zu Hause aus, aber es gibt sehr wenig, was wir von zu Hause aus tun können. Unsere Produzent*innen bleiben sicher zu Hause. Wir zahlen weiterhin die Gehälter. So können wir sicherstellen, dass sie genug für die Tage haben. Ich hoffe, dass die Sperre bald aufgehoben wird und wir wieder ins Geschäft zurückkehren können. Wir werden es schaffen, die Situation in dieser Form für einige Zeit aufrechtzuerhalten, aber wenn die Sperre weiterhin besteht, könnte das Leben für alle sehr schwierig werden."

Mitra Bali in Indonesien

In Indonesien bei unserem Handelspartner Mitra Bali, der vor allem stilvolle Holzprodukte herstellt, gibt es noch keine Ausgangssperre. "Bei Mitra Bali haben wir gerade einige Masken, Vitamin C, Seifen und flüssige Desinfektionsmittel für das Personal und die Kunsthandwerker*innen gekauft", berichtet Hani von Mitra Bali. Räumliche Trennung haben sie bereits umgesetzt. Kunsthandwerker*innen dürfen die Produkte nur noch in einem bestimmten Raum ablegen. Vorher müssen sie ihren Besuch telefonisch ankündigen.

KCU in Tansania

Von KCU beziehen wir Kaffee aus Tansania. Heute berichtet uns Josephat Sylvand, Export Manager der Kooperative, von den Herausforderungen, des Corona-Virus für die Kooperative und die Kaffeeproduzent*innen: Die Kaffeeverkäufe gehen zurück. Das hat für die Bäuer*innen gravierende Folgen. Durch fehlende Verkäufe kann die Kooperative aufgenommene Kredite nicht zurückzahlen und hat deshalb auch keine Gelder zur Verfügung, um eine Hauptversammlung der Kooperative einzuberufen, die für Mitte April geplant war. Zudem ist eine solche Versammlung im Moment nicht möglich, weil Versammlungen derzeit zur Virusprävention verboten sind. Auch andere wichtige Treffen auf nationaler und internationaler Ebene sind abgesagt worden. Über die Situation in den Familien der Produzent*innen berichtet Josephat: "Normalerweise verkaufen die Bäuer*innen ihren Kaffee Anfang Mai eines jeden Jahres an die Kooperative, aber für dieses Jahr scheint es keine Hoffnung zu geben." Zudem sind die Schulen geschlossen und wenn die Kinder Zuhause sind, bedeutet dies höhere Ausgaben in den Familien. Dabei ist hier nicht abzusehen, wie lange diese Situation anhält.

Nachrichten vom 31. März

Ecco Exe in Peru

Elía Legua von Ecco Exe beschreibt für uns die Situation der Frauen und ihrer Familien in den armen Vierteln von Lima, die für Ecco Exe unter anderem Fingerpuppen stricken. Stricken können die Frauen Zuhause, aber die bestellungen können nicht fertiggestellt werden, da Hangtags und Etiketten für die Produkte nicht produziert werden können. Die Ehemänner der Kunsthandwerker*innen arbeiten selbstständig in Berufen wie Taxifahrer oder Maler. Hier fehlen den Familien nun die Einkünfte, denn auch in Peru dürfen wirtschaftliche Aktivitäten nur noch aufrechterhalten werden, wenn sie der Gesundheitsversorgung oder der Versorgung mit Lebensmitteln dienen. Da einige Familien nun kaum mehr Einkommen haben, hat Elía Lebensmittelspenden organisiert. Ermutigt durch diesen Einsatz, will Elía nun ein Spendensystem ins Leben rufen, das die Familien regelmäßig mit Nahrungsmitteln versorgt. Unter den Frauen, die nun Lebensmittelspenden erhalten ist auch Augusta Sanchez de Tomas. Von Augusta haben wir Euch zum Weltfrauentag 2020 berichtet.

Undugu in Kenia

Unser Handelspartner Undugu stellt in der Region Kisii Kunsthandwerk aus Speckstein her. Fred Masinde berichtet nun aus Kenia, dass das Undugu-Team derzeit von Zuhause aus weiterarbeitet. Auch die Produzent*innen würden noch arbeiten, dabei aber die notwendigen Vorkehrungen in ihren lokalen Gemeinden treffen, um eine Ausbreitung des Corona-Virus möglichst stark zu begrenzen. Die Situation der Produzent*innen ist im Moment geprägt von der Angst vor Einkommensverlusten durch Auftragsstornierungen. Die Produzent*innen verfügen über keine Ersparnisse. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie durch die Aufträge. Daher bereitet ihnen nicht nur die Krankheit Sorge, sondern auch die Befürchtung, für sich und ihre Kinder kein Essen mehr bezahlen zu können.

Update von Gospel House aus Sri Lanka

Seit dem letzten Bericht von unserem Handelspartner Gospel House in Sri Lanka, von dem wir vor allem Kinderspielzeug aus Holz beziehen, berichtet Shiran Karunaratne nun, dass die Produktion vollständig stillsteht. Die Ausgangssperre in der Region Puttalm besteht weiterhin. Sechs Stunden am Tag besteht die Möglichkeit einzukaufen, vor den Geschäften bilden sich lange Warteschlangen. Puttalm ist immer noch als Hochrisiko-Region eingestuft. Die Medien führen ein umfangreiches Aufklärungsprogramm durch. Auch bei leichten Symptomen werden Personen direkt unter Quarantäne gestellt. Spätestens wenn eine infizierte Person gemeldet wird, wird das ganze Dorf für zwei Wochen komplett abgeriegelt, so dass niemand mehr ein- oder ausgehen darf. Alle Straßen werden dafür von der Armee abgeriegelt.
Gospel House hat Gelder an die Produzent*innen und ihre Familien überwiesen, damit sie sich versorgen können. Im Moment ist unklar, wann die Ausgangssperre aufgehoben wird. Wann eine Produktion danach wieder starten kann, hängt auch von den möglichen Rohstofflieferungen ab.

Loncomilla in Chile

Die Kooperative Loncomilla, von der wir unsere Weinlinie KIMCHE beziehen, berichtet aus Chile, dass die Situation von Tag zu Tag komplexer wird. Die Kooperative hofft, dass sie ihre Ernte beenden kann, die zu 60 % abgeschlossen ist. Solange die Infektionen im Valle de Maule-Region nicht zunehmen, können sie mit einer gewissen Normalität weiterhin arbeiten. Aber auch hier gibt es betreits eine Ausgangssperre, die bislang aber nur einen Teil des Tages betrifft. Álvaro Muñoz Yáñez berichtet: "Wir haben alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergriffen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Günstig für uns ist, dass unsere Arbeitsbereiche recht weitläufig sind, aber mit dem beginnenden Herbst sinken die Temperaturen." Deshalb ist es für Loncomilla wichtig, die verbleibenden Trauben möglichst schnell zu ernten. "Heute brauchen wir Eure Bestellungen mehr denn je, um einer Zukunft entgegenzublicken, die für alle sehr schwierig wird", sagt Álvaro.

La Voz in Guatemala

Am Atitlán-See, wo die Kooperative La Voz ihren Sitz hat, musste die Kooperative Anfang März ihre beiden Cafés schließen, da es weder einheimische noch internationale Besucher*innen mehr gab. Auch die Coffee Tours, Führungen durch die Kaffeeverarbeitungsanlagen, die zum Einkommen der Kooperative beitragen, können nicht mehr stattfinden. Die Kooperativenmitglieder schauen mit Sorge auf die Situation in Europa, denn sie wissen, dass bei einer ähnlich hohen Verbreitung in Guatemala das Gesundheitssystem noch viel schneller an seine Grenzen stoßen würde. Der Geschäftsführer der Kooperative, Andrés Isaías Cotuc, geht davon aus, dass die Situation zu mehr Armut führen und die Kooperative vor große Herausforderungen stellen wird.
Es gibt eine Ausgangssperre zwischen 16 Uhr und 4 Uhr. Die Häfen und Institutionen haben ihre Arbeitszeiten verkürzt, damit die Arbeiter*innen rechtzeitig nach Hause kommen.

Tierra Nueva in Nicaragua

Die Kooperative Tierra Nueva arbeitet gerade fieberhaft daran, nicht nur den ersten Container für die MITKA, sondern auch den gesegelten Kaffee auf den Weg zu bringen. Er muss es von Nicaragua nach Honduras zum Hafen La Ceiba schaffen, um an Bord des Frachtseglers Avontuur genommen werden zu können. Die Verzögerungen durch die COVID-19-Krise, die in der allgemeinen Arbeit und an der Grenze zwischen beiden Ländern spürbar werden, lassen es eine Zitterpartie werden, ob der gesegelte Kaffee La Ceiba rechtzeitig erreicht. Genauso spannend bleibt es, ob und unter welchen Umständen die Avontuur überhaupt in La Ceiba anlanden und Ware aufnehmen darf. Ein anderer Hafen in der Karibik hatte bereits ein Anlegen verweigert. Die vorgesehene Auswechslung eines Teils der Crew wird wahrscheinlich nicht möglich sein.

La Providencia in Nicaragua

In Nicaragua lässt sich das Ausmaß der Infektion nach Aussage einiger Kooperativen nur schwer einschätzen. Da es viele nach Costa Rica oder Panama migrierende Arbeiter und somit eine normalerweise rege Wanderbewegung gibt, ist aber davon auszugehen, dass es mehr als die bestätigten wenigen Fälle gibt. Die Angst vor der Epidemie ist groß, denn, so sagt die Geschäftsführerin der Kooperative La Providencia in Wiwilí, es gebe in ihrem Land weder die Voraussetzungen noch verfüge es über Mittel, um mit einer Epidemie fertig zu werden.

Miraflor in Nicaragua

Es gibt kaum staatlich verordnete Maßnahmen zur Eindämmung, die meisten Kooperativen haben daher von sich aus Maßnahmen ergriffen. So hat die Kooperative Miraflor ihre Arbeit auf das Notwendigste – anstehende Exporte und wichtige soziale Projekte – reduziert. Die agrartechnische Beratung auf dem Land wurde ausgesetzt. Den Mitgliedern wird empfohlen, auf den öffentlichen Transport zu verzichten. Alle Sitzungen, Versammlungen oder Treffen in Gruppen wurde abgesagt. Die Arbeit an den Exporten laufe zwar langsamer als sonst, aber es wird alles dafür getan, dass der Kaffee trotz der schwierigen Umstände nach Europa verschifft werden kann. So müssen wie immer für jeden Container Dokumente persönlich in Behörden besorgt werden und ein Vertreter des Instituts für Agrargesundheit muss jede Containerladung vor Abfahrt bei den Kooperativen persönlich inspizieren. Die meisten Schifffahrtsrouten setzen einen Landtransport nach Costa Rica oder Honduras voraus. Der Grenzübertritt ist für Waren noch möglich, aber verlangsamt.

Soppexcca in Nicaragua

Die Kooperative SOPPEXCCA musste die drei von ihr betriebenen Cafés auf einen Außer-Haus-Verkauf reduzieren. Schulungen und Treffen werden abgesagt, die Arbeit in der Trockenverarbeitungsanlage, in der der Kaffee exportfähig gemacht und abgesackt wird, wird im Zwei-Schicht-Betrieb geleistet, damit nicht zu viele Personen dort arbeiten – was mit höheren Kosten verbunden ist. Die meisten Angestellten arbeiten Zuhause. Nützlich seien, so Geschäftsführerin Fátima Ismael, nun die von der Kooperative mit Prämiengeldern aus dem Fairen Handel eingerichteten Konsumläden auf dem Land für Grundnahrungsmittel, die in der jetzigen Situation der Spekulation und dem Hamstern vorbeugen können. Die Kooperative hat außerdem eine Hygienekommission etabliert und baut schnelle und zuverlässige Kommunikationswege zu den Mitarbeiter*innen und den Mitgliedern auf, um über Präventionsmöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen aufklären zu können. Fátima Ismael appelliert an eine weltweite Solidarität und daran, auch in Zeiten der Pandemie und trotz der zu erwartenden wirtschaftlichen Auswirkungen weiter an einer sozial- und klimagerechten Welt zu arbeiten.

Las Lajas in El Salvador

In El Salvador herrscht Ausgangssperre. Mit einer Bescheinigung des Arbeitsgebers dürfte man zwar zur Arbeit fahren, in der Praxis scheitert das jedoch am mangelnden öffentlichen Transport. Die Angestellten der Kooperative Las Lajas versuchen von Zuhause aus, die anstehenden Containerexporte zu managen, verfügen dort jedoch weder über Internet noch Computer. Die Verschiffung setzt einen Transport auf dem Landweg zum Hafen in Guatemala voraus, der zurzeit nur mit Verzögerungen zu bewerkstelligen ist. Büros und Behörden sind geschlossen bzw. arbeiten von Zuhause aus, so dass die für die Verschiffungen notwendigen Dokumente kaum zu beschaffen sind. Über 60-Jährige dürfen das Haus gar nicht verlassen. Da sich viele Kooperativenmitglieder in diesem Alter befinden, können die Kaffeefelder nicht mehr gepflegt werden. Die Ferienanlage Lajamaya, die der Kooperative einige Arbeitsplätze und Einnahmen verschafft, musste geschlossen werden - besonders bitter, weil in El Salvador die Osterzeit die wichtigste Feriensaison ist.

UPCTIZ in Mexiko

In Mexico hat die Regierung lange keine Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie getroffen. Im Prinzip ist die Arbeit daher noch ohne Einschränkungen möglich, die Kooperative UPCTIZ und die Exportorganisation CFA sehen jedoch eine soziale Verantwortung, sich selber um die notwendigen Maßnahmen zu kümmern, um die Verbreitung des Virus zu verhindern und dabei vorbildhaft die Ruhe zu bewahren. Dieses sind die Monate, sagt die Leiterin der CFA Verónica López, in denen die Exporte der Kooperativen geschehen und sie können nicht gestoppt werden, weil dies das ökonomische Überleben vieler mexikanischer Familien ungleich komplizierter machen würde.

Combrifol in Honduras

In Honduras herrscht eine strikte Ausgangssperre, aktuell dürfen auch Betriebe nur mit einer sehr kompliziert zu erlangenden Ausnahmegenehmigung verarbeiten. Die Kooperative COMBRIFOL hat das in einem kritischen Moment getroffen: nach vielen Jahren konnten sie dieses Jahr mit den Prämiengeldern aus dem Fairen Handel eine eigene Trockenverarbeitungsanlage kaufen. Die Maschinen müssen aus Brasilien importiert werden und hätten im März geliefert werden sollen. Durch die aktuelle Situation ist es völlig offen, wann die Maschinen kommen werden und welche Alternativen es zur Verarbeitung des Kaffees gibt.

Nachrichten vom 30. März

COPERMATE in Brasilien

In der Region von Copermate in Brasilien sind die Schulen geschlossen und auch der Handel steht im Moment still. Bei COPERMATE konzentriert sich das Team im Moment auf interne Aufgaben, ohne Kontakt zur Öffentlichkeit. Als Hauptproblem sehen sie derzeit die Versorgung der Region mit Intensivbetten. "In dem 90 km entfernten Krankenhaus, das zwölf Gemeinden versorgt, gibt es nur 20 Intensivbetten" berichtet COPERMATE. Darüber hinaus gebe es in Brasilien einen starken Druck seitens der Unternehmen, den Handel wieder aufzunehmen und die Quarantäne zu beenden, was auch der brasilianische Präsident unterstützen würde.

Nachrichten vom 26. März

Last Forest in Indien

Indien steht still, davon ist auch unser Handelspartner Last Forest betroffen. Sie berichten am 26. März, dass bereits fertiggestellte Produkte nun zu ihnen zurückgeschickt wurden. Das ist bitter, wurden die Produkte doch nach Zeitplan an El Puente versandt. Ihre Büros und Läden haben sie geschlossen, um ihre Mitarbeiter*innen zu schützen: "We have shut down our offices and shops, as the most important thing is the health and safety of all around us and the beautiful souls we work with."

CIMEX in Kuba

Bei unserem Handelspartner CIMEX in Kuba wird heute am 26.03. noch gearbeitet, aber die Zahl der Corona infizierten nimmt zu. Alle Bildungsaktivitäten wurden zunächst bis zum 20. April ausgesetzt und Reisen zwischen den Provinzen sind außer in sehr begründeten Fällen zu vermeiden. Wie in den meisten Teilen der Welt wurden Kultur, Freizeit- und Sportaktivitäten sowie andere Aktivitäten, an denen eine große Zahl von Menschen beteiligt ist, abgesagt.

Nachrichten vom 25. März

Turqle Trading in Südafrika

Pieter von Turqle Trading berichtet, dass es in Südafrika vom 26. März bis zum 16. April eine landesweite Ausgangssperre gibt. Alle Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken, Tankstellen und medizinischen Einrichtungen müssen schließen und die Menschen müssen zu Hause bleiben. Ein Versand der Turqle Trading-Produkte wird in diesem Zeitraum nicht möglich sein. Pieter sagt dazu: "Wir müssen einfach abwarten, wie sich die Dinge für den Rest des Jahres entwickeln, aber ich glaube, uns allen steht ein sehr hartes Jahr bevor."

Saffy auf den Philippinen

Unser Handelspartner SAFFY berichtet am 25.03., dass die Regierung auf den Philippinen eine Quarantäne verhängt hat. Menschen sind verpflichtet zu Hause zu bleiben. In einigen Gebieten wird begonnen, Lebensmittel und Medikamente zu rationieren. Bei Saffy sind die Mitglieder im Team und die Produzent*innen im Kontakt miteinander. Sie arbeiten von Zuhause aus weiter an den Bestellungen, aber da die Beschaffung zusätzlich benötigter Materialien nicht gesichert ist, ist eine Fertigstellung der Aufträge nur begrenzt möglich. Ein Versand fertiger Produkte ist derzeit auch nicht möglich. Die Zahl der Menschen, die vom Virus betroffen sind, nimmt exponentiell zu. "Zum Glück werden wir bei Saffy kontinuierlich bezahlt, auch wenn wir von zu Hause aus arbeiten", so eine Vertreterin von Saffy. Gleichzeitg merkt sie an: "Es gibt keine Gewissheit, bis wann SAFFY das Unternehmen aufrechterhalten kann, da die Finanzierung stark von Verkäufen an Partner aus dem Fairen Handel abhängig sind."

Prescraft in Kamerun

Prescraft aus Kamerun berichtet am 25. März, dass die Regierung bereits einige Maßnahmen ergriffen hat, um eine Ausbreitung des Virus in die Region, in der Prescraft arbeitet, zu verhindern. Schulen wurden vorübergehend geschlossen. Jede Person, die in die Region kommt, wird untersucht. Die Reisemöglichkeiten zwischen den Städten sind stark eingeschränkt. Auch öffentliche Versammlungen von mehr als 50 Personen sind verboten worden. "Bislang meistern wir die Situation unter Einhaltung aller Hygiene- und Sanitärvorschriften."

Nachrichten vom 24. März

Crearte in Guatemala

Ileana von Crearte aus Guatemala berichtet von Auswirkungen des Virus auf die Gemeinschaft und die Familien der Produzent*innen. Sie hat aber auch aufbauende Worte: "In Guatemala ist das Virus angekommen, die Auswirkungen werden in jeder Hinsicht stark sein, mit enem schwachen Gesundheitssystem, einem Mangel an sanitäre Einrichtungen und vor allem Armut. (...) Dies wird Auswirkungen auf die Produzenten, ihre Familien und Gemeinschaften und damit auf den Produktionsprozess und den Versand von Aufträgen haben.  Vorerst müssen wir den Empfehlungen und Maßnahmen der Regierung und der WHO folgen. (...) Eine starke Umarmung, die darauf vertraut, dass diese globale Krise eingedämmt werden kann, und mittelfristig ein Impfstoff zur Verfügung steht."

CRC in Indien

Bei CRC in Indien werden vorsichtshalber die Werkstätten geschlossen, um ein Risiko der Ansteckung zu minimieren.
Indro berichtet: "Bis jetzt gibt es in Kalkutta glücklicherweise noch keine bestätigten Corona-Fälle. Aber das kann sich jederzeit ändern. (…) Die Kunsthandwerker können nicht von zu Hause arbeiten. (…) Unsere Werkstätten sind Umgebungen, in denen sich ein Virus leicht verbreiten kann. Wahrscheinlich müssen die Werkstätten geschlossen werden, das ist besonders hart für die Kunsthandwerker*innen, die auf Stücklohnbasis bezahlt werden. Wir wollen ihnen einen Vorschuss bar auszahlen, damit zumindest ihre Grundversorgung gesichert ist."

Nachrichten vom 22. März

Gospel House in Sri Lanka

In Sri Lanka arbeiten die Produzent*innen von unserem Handelspartner Gospel House in einer Region, mit höchster Gefahrenstufe. Eine Ausgangssperre wurde verhängt und der der Flug- und Schiffverkehr ist eingestellt. Shiran berichtet, dass das Hauptproduktionszentrum geschlossen ist und alle Mitarbeiter*innen und Produzent*innen Zuhause bleiben. Lieferungen müssen nun neu geplant werden. Sowohl die Lieferungen nach Europa als auch die Lieferungen, die sie selbst mit Farben und Holz für die Produktion versorgen.

 

Nachrichten vom 20. März

ASHA in Indien

Der Manager von Asha gab heute bekannt, dass auch ASHA von der Ausgangssperre in Indien betroffen ist, die bis zum 31. März andauern soll. Leo D'Souza sagt: "Wer von zu Hause aus arbeiten kann, sollte dies tun, aber die Arbeit von ASHA erfordert persönliche Anwesenheit. Wir sind gezwungen, die Räumlichkeiten auf Anordnung der Regierung zu schließen."

Nachrichten vom 19. März

Allpa in Peru

In Peru wurde eine Quarantäne verhängt. Für die nächsten 15 Tage bleiben nur Krankenhäuser, Supermärkte, Banken und Apotheken geöffnet. Die Werkstätten unseres Partners Allpa müssen schließen. “Dies beeinflusst unsere tägliche Arbeit. Wir können die geplanten Verschiffungen im März und Anfang April nicht einhalten.”

 

Holy Land in Palästina

Unsere Handelspartner sind in den meisten Fällen abhängig vom Transport ihrer Produkte, der oft durch Corona eingeschränkt ist. So berichtet uns Basma von Holy Land in Palästina, dass die ausverkauften Seifenschalen zwar fertig gestellt sind, aber nicht das Land verlassen können: „Dear El Puente, your order is ready! But there is no shipping. Jerusalem is totally closed”. Durch deutlich weniger Verkäufe der fair gehandelten Produkte in Europa fehlt den Produzent*innen ihr existenzielles Einkommen.

Aktuelle Crowdfunding-Kampagne von Holy Land

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