Klimaschutz

Gemeinsam mit unseren Handelspartnern möchten wir dazu beitragen, das Klima zu schützen. Dafür unterstützen wir nicht nur unsere Partner im globalen Süden bei Umstellungen auf Bio-Anbau, durch Fairhandels-Prämien oder durch Förderung von Klimaschutzprojekten, sondern achten auch auf unseren eigenen Fußabdruck. Dabei geht es zum einen darum, Emissionen am Standort in Nordstemmen zu vermeiden, zum anderen darum, die unvermeidbaren Emissionen auszugleichen. Schon mit dem Bau unserer neuen Lagerhallen in Nordstemmen im Jahr 2004 war uns der Umweltschutz ein Anliegen. Darum haben wir eine eigene Photovoltaikanlage und eine Regenwasserauffanganlage installiert. Mit der Zeit kommen weitere Maßnahmen dazu.

CO2-Emissionen vermeiden

Unseren CO2-Ausstoß reduzieren wir stetig so weit wie möglich. Dazu tragen eine eigene Photovoltaikanlage, eine Regenwassernutzungsanlage und eine Solarthermie-Anlage bei. So werden Emissionen an unserem Standort Nordstemmen vermieden. Kartonagen werden geschreddert und wiederverwendet und unsere Füllfolie für die Kartons besteht aus Kartoffelstärke und ist zu 100 % biologisch abbaubar. Das ist aber noch nicht alles!

Verpackung-weiße-Folie

Unvermeidbare Emissionen kompensieren

Unsere unvermeidbaren Emissionen in den Bereichen Mobilität, Energie, Versand und Papierverbrauch kompensieren wir. Für die von der Klima Kollekte errechneten Emissionen unterstützen wir ein Projekt unseres Handelspartners KCU in Tansania. Im Rahmen dieses Projekts werden energieeffiziente Herde aus Ton gegen einen kleinen, symbolischen Beitrag an Mitglieder der Kaffee-Kooperative und ihre Familie ausgegeben. Denn viele Haushalte offene Kochstellen mit Feuerholz aus den Wäldern Tansanias. Das führt nicht nur zu einer starken Rauchentwicklung im Haus und häufigen Unfällen, sondern verbraucht große Mengen an Feuerholz. Die scheinbar simplen Ton-Herde ändern das.

Energieeffiziente Kochstellen für tansanische Familien

Durch die energieeffizienten Ton-Herde werden die Risiken minimiert und der Holzverbrauch stark reduziert, da der Kochstellen nun weniger offen sind. Ein solcher Herd spart pro Jahr 5,2 t CO2 ein. Gebaut und verteilt werden diese von KCU. Als Handelspartner von El Puente bauen sie Kaffee unter fairen Bedingungen an und exportieren ihn. Der El Puente Entwicklungsfond unterstützt das Projekt der Ton-Herde finanziell seit 2015. Seitdem werden die Herde von der Kooperative selbst hergestellt und kostenfrei an Haushalte in der Kagera-Region verteilt.

Doch damit nicht genug

Wir unterstützen Entrepreneurs For Future

In unseren Bemühungen, setzen wir an unterschiedlichen Stellen an. So erheben auch wir unsere Stimme gegen die aktuelle Klimapolitik und gehen gemeinsam mit vielen anderen Demonstrant*innen auf die Straße. Im September haben wir uns darum am großen Klimastreik beteiligt und unterstützten die Forderungen von Entrepreneurs For Future.

Auch in unserem alltäglichen Arbeiten achten wir auf Nachhaltigkeit. So nutzten wir zum Beispiel für unsere Druckerzeugnisse überwiegend Recycling-Papier und essen in unserer Kantine jeden Freitag ausschließlich vegetarisch.

Mission Zero: Ein Kaffee auf großer Fahrt

Mit gehissten Segeln für den Klimaschutz

In der Regel ist der Transport fair gehandelter Produkte an große Containerschiffe gebunden. Diese bringen die fairen Waren aus Asien, Afrika oder Latein- und Südamerika in die großen europäischen Häfen wie den Hamburger Hafen. Die Containerschifffahrt ist ein schwieriges Nadelöhr für den Fairen Handel, denn bislang ist es für diesen noch nicht möglich, mit einer Reederei zu verschiffen, die sich auch dazu bekennt, nach den Kriterien des Fairen Handels zu arbeiten. Und nicht nur die Arbeitskriterien sind ein Problem, auch die Umweltbelastung durch die bekanntermaßen schädlichen Containerschiffe.

Im Jahr 2019 konnten wir aber ein symbolträchtiges Zeichen für den nachhaltigen Transport setzen. Denn im Sommer erreichten die ersten Kaffee-Säcke den Hamburger Hafen, die bis nach Deutschland gesegelt sind. Transportiert wurden sie vom deutschen Segelfrachtschiff Avontuur, fast ausschließlich per Windkraft. „Wir haben eine klare  Botschaft“, sagt Initiator und Kapitän Cornelius Bockermann. „Wir weisen auf die Missstände in der Welthandelsflotte hin und zeigen, dass Waren sauber und emissionsfrei über den Seeweg transportiert werden können.“ So ist das Segelschiff auch für uns ein zentrales Symbol für die Mission Zero.

Mit der Avontuur werden Waren nachhaltig verschifft