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El Puente Hersteller

El Puente importiert nicht nur fair gehandelte Produkte aus Asien, Afrika und Lateinamerika, sondern lässt auch sogenannte Mischprodukte sowie Kaffee in Europa weiterverarbeiten. Um Ware möglichst umweltfreundlich und kostengünstig zu importieren, kooperiert El Puente mit anderen Fairhandels-Organisationen.

Kooperation: Logistik

El Puente kooperiert beim Import mit anderen Fairhandelsorganisationen in Deutschland und im europäischen Ausland. Der Grund: Um möglichst umweltschonend und kostengünstig Ware zu importieren, ist es sinnvoll einen Container komplett auszulasten. Da das nicht immer möglich ist, nutzen wir gemeinsam mit anderen Fairhandelshäusern einen Container, damit er voll wird.

Sortimentsaustausch

Eine weitere Möglichkeit bei zu geringen Mengen ist der Sortimentsaustausch. Ein Beispiel: Unser Bedarf an Rosinen ist zu niedrig, als dass es sich für uns lohnen würde, die Rosinen selbst importieren. Daher beziehen wir sie vom Importeur Oxfam, der größere Mengen einkauft.

Mischprodukte

El Puente lässt sogenannte „Mischprodukte“ in Europa herstellen. Mischprodukte sind Lebensmittel, die aus mehreren Zutaten bestehen wie z.B. Kekse.
Die Rohstoffe für den Keks stammen von verschiedenen Kontinenten – beispielsweise Kakao aus Bolivien und Nüsse aus Indonesien. Somit ist eine Herstellung im Erzeugerland nicht möglich. El Puente führt daher die einzelnen Zutaten in Europa zusammen und lässt die Weiterverarbeitung zum Endprodukt von einem bio-zertifizierten Betrieb in Europa durchführen.
Da Zutaten wie Mehl oder Vollmilchpulver nicht aus Fairem Handel erhältlich sind, stammen diese von regionalen, bio-zertifizierten Betrieben.

Kaffee

Für spezielle Geschmackskompositionen lassen wir bei der Kaffee-Rösterei Niehoff Kaffees aus verschiedenen Ländern mischen. So erhöhen wir die Vielfalt in unserem Kaffeesortiment und können so möglichst viele Kundengeschmäcker ansprechen.

Unsere Produzenten



Agrifaso


Das Unternehmen AGRIFASO vermarktet Hibiskus von Farmergruppen im Südwesten von Burkina Faso. Feste Verträge mit den Gruppen garantieren die Abnahme der Blüten. So erhalten bis zu 7.000 Familien langfristig ein sicheres Einkommen für ihren biologisch angebauten Hibiskus. AGRIFASO setzt hohe Qualitätsstandards vom Anbau bis zur Ernte. Dafür bietet das Unternehmen den Bauern Schulungen durch Agrartechniker, die die gesamte Produktion des Hibiskus betreuen. AGRIFASO kauft den Hibiskus direkt von den Kleinbauern und garantiert die Rückverfolgbarkeit vom Feld bis zum Export. Die hohen Qualitätsanforderungen an das Produkt können durch die eigene Weiterverarbeitung gesichert werden. Die Trocknung und Reinigung der Blüten erfolgt nach strengen Kriterien. AGRIFASO setzt zudem wichtige soziale Standards für die Mitarbeiter: Sie erhalten subventionierte Mahlzeiten in der eigenen Kantine und Kosten für medizinische Behandlungen werden übernommen. Darüber hinaus wird den Mitarbeitern ein Mindestlohn garantiert und jährlich ein 13. Monatsgehalt ausgezahlt. Für die Bauern subventioniert AGRIFASO den Bau von Lagerhallen.

Association TON


Die Association TON ist eine Kooperative mit Sitz in Niangoloko, im Südwesten Burkina Fasos. Der Kooperative sind etwa 1200 Kleinbauern angeschlossen, die Cashewnüsse und andere landwirtschaftliche Produkte anbauen. Fast 95 % der Bevölkerung in Burkina Faso arbeiten in der Landwirtschaft, denn Burkina Faso verfügt kaum über Rohstoffe. Deshalb sind Cashewnüsse seit ihrer Einführung 1930 eine wichtiges Exportgut für die lokale Bevölkerung. Die robusten Bäume gedeihen auch an nährstoffarmen Standorten, brauchen nur wenig Pflege und liefern den Bauern gute Erträge. Für die Kleinbauern der Association TON ist der Verkauf von Bio- und Fair-Trade-zertifizierten Cashewnüssen in den Export eine wichtige und verlässliche Einnahmequelle. Die Verarbeitung der rohen Cashewnüsse und der Export wird von Gebana Afrique übernommen. Das Fair-Handels-Unternehmen unterstützt die Mitglieder von Association TON durch Schulungen zu Themen des nachhaltigen Anbaus.

Cappuccino


Der Cappuccino besteht aus Kaffee der Kooperative HOAC aus Papua Neuguinea und Rohrohrzucker von ASOCACE aus Paraguay. Eine Variante unseres Cappuccinos ist mit Kakao von FUNDOPO aus der Dominkanischen Republik verfeinert. > KAFFEE Die Kooperative Highlands Organic Agriculture Co-operative Limited (HOAC) hat ihren Sitz in der Purosa Hochlandregion in Papua-Neuguinea. Mitglieder sind Kleinbauern aus mehr als 30 Dörfern, die mit dem Bio-Kaffeeanbau ihre Familien unterstützen. Die Region Purosa ist schwer zu erreichen. Durch den Fairen Handel haben die Bauern in Infrastrukturprojekte investieren können, um so die Straßen passierbarer zu machen. Auch die medizinische Versorgung vor Ort wurde durch den Fairen Handel verbessert. Der Kaffeeanbau ist die einzige Möglichkeit für die Familien alle notwendigen Allltagsgüter wie Kleidung oder Haushaltsgegenstände zu kaufen, die sie nicht selbst anbauen können. Den Export des Kaffees übernimmt HOAC selbst. > ROHROHRZUCKER Asociación de Canicultores Organica de la Zona Central (ASOCACE) ist eine Kooperative aus Paraguay, deren Mitglieder Zuckerrohr anbauen. Das Zuckerrohr wird von den einzelnen Mitgliedern zusammengetragen und an die Zuckermühle „Azucarera La Felsina“ geliefert. Die Bauern pflanzen hauptsächlich Zuckerrohr an, dessen Anbau und Weiterverarbeitung bio-zertifiziert sind. ASOCACE ist eine gut organisierte Kooperative, von deren Arbeit mehr als 200 Mitgliedsfamilien mit durchschnittlich etwa sechs Familienangehörigen profitieren. Mittlerweile konnte die Kooperative sich zwei Traktoren anschaffen, die die Arbeit der Bauern erleichtern. Außerdem konnte durch die Fairhandels-Zuschläge ein Computer für Verwaltungsarbeiten angeschafft sowie ein Zugang zum Internet eingerichtet werden. Auch der Nachwuchs wird bedacht: So hat die Kooperative verschiedene Grundschulen durch Schulmaterialien unterstützt. > KAKAO Die Mitglieder der Kooperative Fundación Dominicana de Productores Orgánicos (FUNDOPO) ernten ihren Bio-Kakao im Süden der Dominikanischen Republik. Heute sind mehr als 1300 Kleinbauern bei FUNDOPO organisiert. Die Arbeit im Fairen Handel trägt für die Kleinbauern zur Verbesserung ihrer Lebensumstände bei. Ihr Ziel ist es, die Qualität ihres Kakaos weiter zu verbessern und gleichzeitig in ihrer Anbau- und Lebensweise respektvoll mit der Umwelt umzugehen und die Biodiversität zu schützen. Dabei werden die Mitglieder der Kooperative durch Schulungen unterstützt. Mit der Fairhandels-Prämie konnte die Kooperative verschiedene Gemeinschaftsprojekte u. a. den Bau einer Schule umsetzen.

Carlos Baliño


Unser Bio-Rohrohrzucker von der Karibikinsel Kuba stammt aus der Zuckerfabrik Carlos Baliño in der Provinz Santa Clara. Das frische Zuckerrohr für die Produktion wird von vier Fair-Handels-Kooperativen geliefert. Während Kleinbauern-Kooperativen in anderen Ländern von den Prämienzahlungen häufig Schulstipendien oder den Aufbau einer besseren Gesundheitsversorgung finanzieren müssen, ist dies auf Kuba anders. Das Bildungs- und Gesundheitssystem wird durch den Staat flächendeckend und gratis zur Verfügung gestellt. Die Prämienzahlungen aus dem Fairen Handel verwenden die Zuckerbauern daher für notwendige Anschaffungen und Investitionen, denn vor allem Ersatzteile für technische Geräte sind auf Kuba kostspielig. Unterstützung erhalten die Bauern von der kubanischen Organisation ATAC (Asociación Nacional de Técnicos Azucareros de Cuba). ATAC wurde 1927 gegründet und unterstützt die Bauern durch Schulungen und die Entsendung von Experten, die ihnen helfen, den Zuckeranbau weiterzuentwickeln und nachhaltig zu gestalten.

Color Cacao


Color Cacao
Für ihr Studium war Ana Margarita Villegas in Frankreich und hat dort die große Kunst der Chocolatiers kennengelernt. Zurück in Kolumbien war ihr klar, dass sie diese Techniken der Schokoladenherstellung mit dem verbinden wollte, was ihr Heimatland zu bieten hat: Besten Kakao.

Wertschöpfung in Kolumbien
2008 gründete sie daraufhin das kleine Unternehmen Color Cacao. Ziel ist es, lokale Kleinbauern zu unterstützen und herausragende Schokolade zu kreieren. Gut zehn Mitarbeiterinnen stellen in Handarbeit feinste Pralinen und Schokoladen her. Die Frauen werden überdurchschnittlich gut bezahlt und die Rohstoffe stammen nahezu komplett aus Kolumbien. Den Kakao bezieht Colar Cacao von kleinen Kakao-Kooperativen. Auch Zucker und Milchpulver stammen aus Kolumbien. Ebenso werden die Verpackungen von örtlichen Druckereien bezogen.

Confiserie


Unser Confiserie-Sortiment enthält Rohrzucker von der Kooperative Manduvira in Paraguay und der Kooperative Coopecañera in Costa Rica, Guarana von der Kooperative ONCA in Brasilien, Chili von Podie in Sri Lanka, Rum von Cubaron in Cuba, Schokolade von Conado aus der Dominikanischen Republick, Paranüsse von Aceba in Bolivien und Erdnüsse von PMA in Indonesien. > ROHRZUCKER Die paraguayische Kooperative Manduvira wurde 1975 gegründet und zählt heute über 1000 Mitglieder. Hauptanbauprodukte sind Zuckerrohr und Sesam. Sowohl Anbau als auch die Weiterverarbeitung sind bio-zertifiziert. Der Zucker aus Paraguay versüßt verschiedene Naschprodukte von El Puente. Die Bauern der Kooperative und die lokale Umgebung profitieren vom Fairen Handel. Manduvira realisiert verschiedene soziale Gemeinschaftsprojekte wie bspw. den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Beteiligten erhielten einen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Allen Mitgliedern stehen verschiedene Kurse, Workshops und Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern bar ausgezahlt. Die Kooperativenmitglieder entscheiden zusammen, was mit den Prämien realisiert werden soll. Demokratische Grundstrukturen sichern eine gute Organisation der Kooperative - sowohl die internen Abläufe betreffend, als auch die Kontakte nach außen. Dank des Fairen Handels ist den Mitgliedern der Kooperative der große Schritt vom Rohmaterial-Produzenten hin zum Weiterverarbeiter und Exporteur gelungen. Die Kooperative Coopecañera wurde 1972 von Kleinbauern aus San Ramón, einem Bezirk der Provinz Alajuela im Norden Costa Ricas, gegründet. Zuckerrohr gelangt häufig noch in seiner Rohform in die Importländer, wo er dann schließlich zu Zuckerkristallen weiterverarbeitet wird. Coopecañera hingegen ist im Besitz einer eigenen Zuckerraffinerie, in der das selbst angebaute Zuckerrohr zu braunem, weißem oder Roh-Rohrzucker verarbeitet wird. Mit einer Produktion von etwa 1.800 t „fairem“ Zucker pro Jahr, ist es der Kooperative gelungen, sich als kleinster Zuckerlieferant des Landes auf dem Markt zu behaupten. Klein sind auch die Felder der einzelnen Bauern: 70% der rund 350 aktiven Mitglieder bewirtschaften weniger als 0,5 ha. Den Mitgliedern der Kooperative kommen unterstützende Angebote und technische Beratung zugute. Unter anderem erhalten sie bio-zertifiziertes Saatgut und können auf ein eigenes Kreditprogramm zurückgreifen. Die Kooperative fungiert auch als Plattform für den Austausch und die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Mitgliedsgruppen. In der jährlichen Generalversammlung wählen die Mitglieder einen Verwaltungsausschuss, bestehend aus sieben ständigen Mitgliedern und zwei Vertretern. Daneben gibt es einen Kontroll- sowie einen Ausbildungsausschuss. Großen Wert legen die Bauern auf den lokalen Umweltschutz: Ein Teil des Gewinns, der durch den Fairen Handel erzielt wird, fließt beispielsweise die in Abwasserreinigung in der Zuckermühle, die Müllentsorgung in den Gemeinden des Umlandes sowie Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Bio-Landbau. > GUARANA Das Entwicklungshilfeprojekt ONCA ist ein Zusammenschluss ländlicher Gemeinden im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Die Mitglieder bauen die Kletterpflanze Guarana an. Die Kerne der leuchtend roten Früchte werden gemahlen und als Pulver exportiert. Brasilien ist geprägt von starken sozialen und regionalen Gegensätzen. ONCA versucht die sozialen Ungleichheiten zu beheben und setzt sich für langfristig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Teilnehmer ein. Rund vierzig Familien haben sich dem Projekt angeschlossen, wobei jede der Kleinbauernfamilien durchschnittlich acht Mitglieder hat. ONCA wurde 1990 gegründet und wird von einem der Landwirte geleitet. Zusammen mit einem Stellvertreter und einem Kassenwart werden diese von den Mitgliedern der Kooperative alle zwei Jahre neu gewählt. Die Mitgliedschaft bei ONCA hat viele Vorteile für die Familien: In einem Gesundheitszentrum ONCAs können sie sich ärztlich versorgen lassen. Ein extra dafür angeschaffter LKW bringt die etwas älteren Kinder in die weiterführende Schule, die zu Fuß nicht mehr erreichbar ist. Die Organisation organisiert auch Programme für Erwachsene, um zum Beispiel die hohe Analphabetenrate zu senken, die in der Region Bahia bei nahezu 100 % liegt. Elektrische Energie wird über Solarzellen produziert und in Kürze wird ein Wasserkraftwerk seinen Betrieb aufnehmen. > CHILI PODIE ist eine Exportorganisation, die 1974 in Indien gegründet wurde. PODIE besteht aus zehn Produzentengruppen mit insgesamt 900 Mitgliedern, die Bio-Gewürze kultivieren. Der Frauenanteil in den Produzentengruppen beträgt etwa 50 %. Bei PODIE sind über 50 Mitarbeiter beschäftigt. Junge Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen arbeiten als Vollzeitangestellte in der Gewürzverarbeitung am Sitz der Organisation in Negombo. Die Angestellten verdienen mehr als das Doppelte des regionalen Mindestlohnes. Allen Angestellten stehen eine kostenlose Gesundheitsvorsorge sowie Behandlungen in den örtlichen medizinischen Einrichtungen zur Verfügung. Für eine Altersrente ist ebenfalls vorgesorgt; entsprechend eines Sparplanes zahlen sowohl die Arbeiter selbst als auch die Organisation in eine Art Rentenkasse ein, deren Beiträge den Angestellten ab dem 55. Lebensjahr zur Verfügung stehen. Auch haben die Produzenten Einfluss auf die wichtigen Entscheidungen der Organisation. Die einzelnen Gruppen wählen jeweils einen Repräsentanten, der ihre Interessen im Ausschuss vertritt. Ein großer Erfolg für PODIE war es, als die Organisation 2006 nach einem längeren, von El Puente begleiteten Umstellungsprozess die Bio-Zertifizierung erlangt hat. Die Gewürze und Kräuter stammen von einer Gesamtanbaufläche von etwa 314 Morgen Land. Der Anbau erfolgt in Mischkulturen und die Bearbeitung der Flächen manuell. Die Verarbeitung erfolgt in Negombo. Die Gewürze werden gereinigt und gewaschen, und dann mit Hilfe einer Solaranlage getrocknet. Anschließend müssen sie sortiert bzw. abgemischt und fachgerecht verpackt werden. Vor der endgültigen Verpackung für den Export erfolgt noch eine abschließende Qualitätskontrolle. > RUM Der kubanische Varadero Rum wird in der Fabrik CUBARON in Santiago de Cuba hergestellt. Die Gegend um die Stadt herum ist für ihren qualitativ hochwertigen Zucker und ihr gutes Wasser bekannt - die unverzichtbaren Elemente, die den Rum zu einem der besten der Welt machen. Das verarbeitete Zuckerrohr stammt von den Kooperativen der Region. El Puente arbeitet schon seit vielen Jahren mit der Varadero-Rumbrennerei in Santiago zusammen und bietet damit einen Vertriebsweg für ein hochwertiges Produkt, das vollständig in Kuba hergestellt wird. > SCHOKOLADE CONACADO (Confederación Nacional de Cacaocultores Dominicanos) ist ein Zusammenschluss von Kleinbauern, die in der Dominikanischen Republik Kakao anbauen. Etwa 10.000 kleinbäuerliche Kakaoproduzenten sind Mitglied von CONACADO. Die Organisation besteht mittlerweile aus neun regionalen Verbänden, deren Mitglieder wiederum in über 180 Kooperativen zusammengeschlossen sind. Der Hauptsitz von CONACADO liegt in der Küstenstadt Haina, nahe der Hauptstadt Santo Domingo. Von hier aus werden Kakaobohnen und Kakaomasse in alle Welt verschifft. Die Produzenten, die für CONACADO arbeiten, verfügen meist über kleine Parzellen zwischen einem und fünf Hektar Land. Hier bauen sie die Kakaobäume in Mischkulturen mit anderen Pflanzen an. Orangen, Mangos, Bananen, Bohnen und Maniok sind die typischen Gewächse, die hierfür genutzt werden. Die Einführung des Fermentierungsverfahrens in der Dominikanischen Republik ist nicht zuletzt der Verdienst von CONACADO. Der Verband hat damit einen Weg gefunden, höhere Kakao-Qualitäten und somit auch höhere Preise für die Produzenten zu erzielen. Zuvor wurden die Bohnen von den Bauern nur an der Luft getrocknet und nicht fermentiert. Dadurch erreichten sie nicht die gleiche Qualität wie heute und konnten nur zu niedrigen Preisen verkauft werden. Ein weiterer wichtiger Schritt, den CONACADO initiierte, war die Umstellung des Anbaus auf Bio-Qualität. Ein großer Teil der Kooperativen baut heute Bio-Kakao an und wurde damit zum Vorreiter für den Anbau eines Produkts, das immer stärker nachgefragt wird. > PARANÜSSE Die Produzenten-Organisation ACEBA liegt im Amazonas-Regenwald im Westen Boliviens, an der Grenze zu Brasilien und Peru im Departamento Pando. Zu ACEBA gehören etwa 50 Familien, die über ein weites Gebiet verstreut leben. Für die Menschen ist das Sammeln der Paranüsse die wichtigste Verdienstquelle. Der Verkauf der Nüsse im Fairen Handel ermöglicht ihnen ein verlässliches Einkommen. Mit Beginn der Regenzeit fallen die Paranuss-Früchte vom Baum. Paranüsse können bisher nicht auf Plantagen angebaut werden. Die Kleinbauern sammeln die Nüsse von den Paranuss-Bäumen in der Umgebung ihrer Dörfer, in unberührter Natur. Das Sammeln des Produktes in seiner natürlichen Umgebung hat viele Vorteile: Das natürliche Ökosystem des Regenwaldes bleibt intakt, da keine neuen Pflanzungen angelegt werden, sondern die vorhandene Natur schonend und nachhaltig genutzt wird. Zudem haben die Paranüsse durch ihren natürlichen Ursprung eine hervorragende Bio-Qualität. ACEBA hat einen Fonds, aus dem vor der Ernte Überbrückungsgelder an die Mitglieder gezahlt werden. Die Vorfinanzierung wird ebenfalls unter den Mitgliedern aufgeteilt. > ERDNÜSSE Unser Handelspartner PT. Profil Mitra Abadi (PMA) ist eine Entwicklungsagentur und Exporteur mit Sitz in Tangerang bei Jakarta auf der Insel Java in Indonesien. Das Ziel von PMA ist die Entwicklung von Kleinbauerngemeinschaften. Um die Entwicklung von Kleinbauern und den Gemeinschaften zu fördern, werden sie von PMA in Workshops in Qualität und Zertifizierung weitergebildet. Mit ihrer Mission, das Bewusstsein der indonesischen Bauern und Unternehmer in Bezug auf das große Potenzial der Lebensmittelerzeugnisse Indonesiens zu stärken, schafft PMA Perspektiven. Um das Wohl der Bauern zu verbessern, werden sie bei der Umstellung auf biologischen Anbau und Fairen Handel unterstützt. Zusammen mit den Bauern werden Methoden entwickelt, die Pflanzen biologisch anzubauen, sodass internationale Standards eingehalten werden. Dadurch soll nicht nur das Wohl der Bauern und der Umwelt verbessert werden, sondern auch die Qualität der Ernten und der Verarbeitung.

Coopecañera


Die Koooperative Coopecañera wurde 1972 von Kleinbauern aus San Ramón, einem Bezirk der Provinz Alajuela im Norden Costa Ricas, gegründet. Zuckerrohr gelangt häufig noch in seiner Rohform in die Importländer, wo er dann schließlich zu Zuckerkristallen weiterverarbeitet wird. Coopecañera hingegen ist im Besitz einer eigenen Zuckerraffinerie, in der das selbst angebaute Zuckerrohr zu braunem, weißem oder Roh-Rohrzucker verarbeitet wird. Mit einer Produktion von etwa 1.800 t „fairem“ Zucker pro Jahr, ist es der Kooperative gelungen, sich als kleinster Zuckerlieferant des Landes auf dem Markt zu behaupten. Klein sind auch die Felder der einzelnen Bauern: 70% der rund 350 aktiven Mitglieder bewirtschaften weniger als 0,5 ha. Den Mitgliedern der Kooperative kommen unterstützende Angebote und technische Beratung zugute. Unter anderem erhalten sie bio-zertifiziertes Saatgut und können auf ein eigenes Kreditprogramm zurückgreifen. Die Kooperative fungiert auch als Plattform für den Austausch und die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Mitgliedsgruppen. In der jährlichen Generalversammlung wählen die Mitglieder einen Verwaltungsausschuss, bestehend aus sieben ständigen Mitgliedern und zwei Vertretern. Daneben gibt es einen Kontroll- sowie einen Ausbildungsausschuss. Großen Wert legen die Bauern auf den lokalen Umweltschutz: Ein Teil des Gewinns, der durch den Fairen Handel erzielt wird, fließt beispielsweise die in Abwasserreinigung in der Zuckermühle, die Müllentsorgung in den Gemeinden des Umlandes sowie Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Bio-Landbau.

Cosatin - Tierra Nueva


Der Kooperativenverband "Cosatin - Tierra Nueva" (Cooperativa de Servicios Agropecuarios Tierra Nueva) hat seinen Sitz in Nicaragua im Städtchen Boaco. Hier schlossen sich im Jahr 1997 Kleinbauern zusammen, um ihre Kaffee-Ernte gemeinsam zu vermarkten. Inzwischen besteht Cosatin aus acht Basis-Kooperativen, deren Mitglieder verstreut in kleinen Gemeinden auf 500 bis 1.400 Metern Höhe leben. Im El Puente Sortiment finden sich Honig und Kaffee der Kooperativen. Außerdem produzieren die Kleinbauern für den Export Ingwer und Curcuma. Daneben werden Mais, Bohnen, Zitrusfrüchte, Bananen und Kakao für den Eigenbedarf, zum Teil auch für den lokalen Markt, angebaut. Aufgrund niedriger Kaffeepreise konnten Familien sich und ihre Kinder nicht mehr mit dem Nötigsten versorgen, geschweige denn die Kinder in die Schule schicken. Viele Familien wanderten in die Städte ab. Inzwischen ist die Situation für die Kinder der Cosatin-Bauern anders: Alle können die Schule besuchen. Auch Stipendien für ein agrarwissenschaftliches Studium wurden ermöglicht. Die Zucht von Bienen ist für die Kleinbauern eine ideale Ergänzung zum Anbau von Bio-Kaffee: Sie stellen die Bienenstöcke in der Nähe der Kaffeefelder auf, sodass die Bienen über die Felder fliegen. Durch den Verkauf des Honigs ergänzen die Bauern ihre Produktpalette. Damit sind sie nicht allein von den Einnahmen aus dem Kaffeeanbau abhängig und diversifizieren ihr Angebot durch ein zweites Produkt aus biologischem Anbau.

Dinkel-Kekse


Die Dinkel-Kekse bestehen aus Quinoa von Apquisa in Bolivien, Rohrohrzucker von Asocace in Paraguay, Kokosraspeln von Fair Trade Alliance Kerale in Indien, Kaffee von Cosurca aus Kolumbien, Paranüssen von Manutata S. A. aus Bolivien und Kakao von Yacap/FUNDOPO aus Bolivien. > QUINOA Die Kooperative Asociación de Productores de Quinua Salinas (APQUISA) hat sich zum Ziel gesetzt, die Armut der Produzenten zu verringern. Seit 2007 unterstützt APQUISA die Produzenten darin, Quinoa zu exportieren. In Bolivien bauen Produzenten das Urkorn der Inka an: Quinoa. Nachdem die Nachfrage rund um das Jahr 2013 sehr stark gestiegen war, geht die Nachfrage nun wieder zurück. Durch den Fairen Handel können die Kleinbauern mit einem stabileren Einkommen rechnen. Die Produzenten von APQUISA bauen helle, rote und schwarze Quinoa an. Die Fairhandels-Prämien investiert die Kooperative zur Unterstützung der Bauern in den Ausbau der Infrastruktur sowie in Werkzeuge. Zudem fördern sie die Umstellung der Produktion auf biologischen Anbau. > ROHROHRZUCKER Asociación de Canicultores Organica de la Zona Central (ASOCACE) ist eine Kooperative aus Paraguay, deren Mitglieder Zuckerrohr anbauen. Das Zuckerrohr wird von den einzelnen Mitgliedern zusammengetragen und an die Zuckermühle „Azucarera La Felsina“ geliefert. Die Bauern pflanzen hauptsächlich Zuckerrohr an, dessen Anbau und Weiterverarbeitung bio-zertifiziert sind. ASOCACE ist eine gut organisierte Kooperative, von deren Arbeit mehr als 200 Mitgliedsfamilien mit durchschnittlich etwa sechs Familienangehörigen profitieren. Mittlerweile konnte die Kooperative sich zwei Traktoren anschaffen, die die Arbeit der Bauern erleichtern. Außerdem konnte durch die Fairhandels-Zuschläge ein Computer für Verwaltungsarbeiten angeschafft sowie ein Zugang zum Internet eingerichtet werden. Auch der Nachwuchs wird bedacht: So hat die Kooperative verschiedene Grundschulen durch Schulmaterialien unterstützt. > KOKOSRASPELN Die Kokosraspeln stammen von Fair Trade Alliance Kerale (FTAK). Die Fairhandels-Organisation mit Kooperativenstruktur kümmert sich um die Verarbeitung verschiedener landwirtschaftlicher Produkte, die von Produzenten in den ruralen Gegenden im Westen Keralas in großer Vielfalt angebaut werden. FTAK arbeitet mit mehr als 7.000 Produzenten zusammen. Diese bauen auf ihren Feldern in Mischkulturen verschiedene Produkte an: Auch Kokospalmen wachsen dort. Ziel der Kooperative ist derzeit die Umstellung des gesamten Anbaus aller Mitglieder auf Bio. Viele der Mitglieder bauen schon jetzt nach Bio-Standards an. Aufgebaut in Reaktion auf eine andauernde instabile Situation für Kleinbauern in Indien, möchte FTAK den Kleinbauern die Sicherheit geben, dass auch der Anbau im kleinen Stil eine nachhaltige Beschäftigung sein kann. > KAFFEE Bei der Cooperativa del sur del cauca (COSURCA) wird Kaffee in Mischkulturen von Kleinbauern angebaut. Die Mitglieder der Kooperative bauen hochwertigen Bio-Kaffee an. In Kolumbien steigen viele Kaffeebauern auf den lukrativeren Koka-Anbau um. Die Kooperative möchte den Bauern eine gute Alternative zum Drogengeschäft bieten. Die Kaffeebauern profitieren von den Mindestpreisen für Kaffee im Fairen Handel. >PARANÜSSE Die Paranüsse beziehen wir von Manutata S. A. Die Nüsse werden in Bolivien im Amazonasgebiet in sorgfältiger Handarbeit gesammelt, aufbereitet und dann exportiert. Paranussbäume eignen sich nicht dafür auf Plantagen angebaut zu werden So können Paranüsse jedes Jahr etwa 3-4 Monate lang wild gesammelt werden. In den Kapseln, die die Bauern einsammeln und aufschlagen sind etwa zwanzig Paranüsse enthalten. Die Bauern sortieren die Nüsse vor und reinigen sie grob. Anschließend werden die Nüsse auf den Export vorbereitet. > KAKAO Die Mitglieder der Kooperative Fundación Dominicana de Productores Orgánicos (FUNDOPO) ernten ihren Bio-Kakao im Süden der Dominikanischen Republik. Heute sind mehr als 1300 Kleinbauern bei FUNDOPO organisiert. Die Arbeit im Fairen Handel trägt für die Kleinbauern zur Verbesserung ihrer Lebensumstände bei. Ihr Ziel ist es, die Qualität ihres Kakaos weiter zu verbessern und gleichzeitig in ihrer Anbau- und Lebensweise respektvoll mit der Umwelt umzugehen und die Biodiversität zu schützen. Dabei werden die Mitglieder der Kooperative durch Schulungen unterstützt. Mit der Fairhandels-Prämie konnte die Kooperative verschiedene Gemeinschaftsprojekte, u. a. den Bau einer Schule umsetzen.

Eistee


Die Mate in unserem Eistee beziehen wir von der Kooperative Copermate in Brasilien und den Rohrzucker von der Kooperative Manduvira in Paraguay. > MATE Brasilianische Kleinbauern haben sich im Bundesstaat Paraná zur Produktionseinheit COPERMATE zusammengeschlossen. Sie verarbeiten und exportieren Matetee. Die Verarbeitungsanlage befindet sich im Gemeinschaftsbesitz von etwa 200 Siedlern. Über 600 Kleinproduzenten aus der Region beliefern sie. Die Siedler gehören zur Movimento Sem Terra (MST), der Bewegung der brasilianischen Landlosen. Seit vielen Jahren kämpfen sie für eine gerechte Agrarreform und eine Umverteilung des Landbesitzes in Brasilien. Neben der Produktion von Matetee setzt sich Copermate aktiv für soziale Projekte in der Region ein und unterstützt mit den Einnahmen die politischen Ziele der MST. Die brasilianische Landlosenbewegung MST entstand Mitte der 80er Jahre. Zu dieser Zeit besaßen rund 10% der Bevölkerung in Brasilien 80% des Landes. Große Besitztümer lagen brach oder wurden kaum produktiv genutzt. Auf der anderen Seite standen Millionen Brasilianer, die keine Möglichkeit hatten, selbst Land zu erwerben und dieses zu bewirtschaften. Die Landlosenbewegung forderte daher eine gerechte Agrarreform und eine Umverteilung des Landbesitzes. Da diese Forderungen von der Politik nicht umgesetzt wurden, entwickelte MST eine wirksame Form, den landlosen Kleinbauern zu helfen: Durch organisierte Besetzungen und Besiedlungen des ungenutzten Landes erlangten hunderttausende Familien gesetzlich abgesicherte Landrechte. Für den konsequenten Einsatz erhielt MST 1991 den Alternativen Nobelpreis. Kern der politischen Bewegung MST sind die neu gegründeten Siedlungen der Landbesetzer, die sogenannten "Assentamentos". Sie gelten als sozialer Ort, an dem die Rechte der Menschen auf Land, Ernährung und Bildung gewahrt werden. Die Siedler bewirtschaften die von ihnen besetzte Fläche gemeinsam. Landesweit wurden in den Assentamentos über 100 landwirtschaftliche Kooperativen gegründet, die verschiedene Produkte herstellen. Die Produktion wird zu einem großen Teil für den Eigenbedarf verwendet, so dass die Siedlungen ein hohes Maß an Unabhängigkeit von steigenden Lebensmittelpreisen erreicht haben. > ROHRZUCKER Die paraguayische Kooperative Manduvira wurde 1975 gegründet und zählt heute über 1.000 Mitglieder. Hauptanbauprodukte sind Zuckerrohr und Sesam. Sowohl Anbau als auch die Weiterverarbeitung sind bio-zertifiziert. Der Zucker aus Paraguay versüßt verschiedene Naschprodukte von El Puente. Die Bauern der Kooperative und die lokale Umgebung profitieren vom Fairen Handel. Manduvira realisiert verschiedene soziale Gemeinschaftsprojekte wie bspw. den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Beteiligten erhielten einen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Allen Mitgliedern stehen verschiedene Kurse, Workshops und Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern bar ausgezahlt. Die Kooperativen-Mitglieder entscheiden zusammen, was mit den Prämien realisiert werden soll. Demokratische Grundstrukturen sichern eine gute Organisation der Kooperative - sowohl die internen Abläufe betreffend als auch die Kontakte nach außen. Dank des Fairen Handels ist den Mitgliedern der Kooperative der große Schritt vom Rohmaterial-Produzenten hin zum Weiterverarbeiter und Exporteur gelungen.

Früchtetee


Getrocknete Hibiskusblüten, Hagebutten und Äpfel bilden die Basis für die Früchtetees. Die Zutaten werden nach biologischen Kriterien angebaut oder in zertifizierten Wildsammlungsgebieten im Kosovo gepflückt. Die Hibiskusblüten stammen von der Organisation UGVBM aus Burkina Faso. Die Apfelstücke und Hagebutten beziehen von der Firma Agroproduct aus dem Kosovo. > HIBISKUS Die getrockneten Hibiskusblüten stammen von unserem Partner UGVBM aus Burkina Faso. Die Organisation ermöglicht den Produzenten durch die Vermarktung über den Fairen Handel ein verlässliches Einkommen und realisiert zusätzliche Projekte. Der Hibiskusanbau ist in Burkina Faso reine Frauensache – vom Anabau über die Ernte bis hin zur Verarbeitung der Wertvollen Blüten und Blätter werden alle Tätigkeiten von den Produzentinnen durchgeführt. Ein gemeinsamer Verkauf der Agrarprodukte, das Erzielen eines angemessenen Preises, die Sicherung des täglichen Einkommens und die Entwicklung einer professionellen Struktur für die Produzenten/-innen sind vornehmlich die Ziele der UGVBM. > APFELSTÜCKE UND HAGEBUTTEN Die Bio-Apfelstücke und Hagebutten stammen aus Wildsammlung aus dem Kosovo. In dem Projekt der Firma Agroproduct arbeiten verschiedene Bevölkerungsgruppen des Landes zusammen. Die Bauern und Sammler ernten die Früchte und verarbeiten sie gemeinsam. Sie werden von Agroproduct im Umgang mit den Produkten geschult. Überall im Land gibt es kleine Sammelstationen, die die frischen Früchte annehmen und direkt vor Ort trocknen können. Auf diese Weise wollen sie zu einer positiven Entwicklung des Landes beitragen.

Fruchtriegel


Die unterschiedlichen leckeren Fruchtriegel haben individuelle Rezepturen. Gemeinsam haben sie, dass die hochwertigen Zutaten aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen kommen. Die Früchte Ananas, Mango und Banane stammen von Bio Tropical aus Kamerun, Cashewnüsse von Association TON aus Burkina Faso, Paranüsse von ACEBA aus Bolivien, Guarana von ONCA aus Brasilien, die Bergmandeln von Silk Road Organic aus Usbekistan, grüner Darjeeling Tee von Potong aus Indien und Rohrzucker von Carlos Balinero aus Kuba. > ANANAS, MANGO, BANANE Die Biotropical Agriculture Development Company (Biotropical) ist ein Kleinunternehmen, das sich die landwirtschaftliche Produktion von Trockenfrüchten, Sirup und Fruchtsäften sowie deren Export zur Aufgabe gemacht hat. Biotropical arbeitet mit Produzentenkooperativen in verschiedenen Landesteilen Kameruns zusammen. Die Kleinbauern sind in kleineren Gruppen organisiert, kultivieren tropische Früchte und verkaufen sie für die Weiterverarbeitung an Biotropical. Die Produzentenkooperativen arbeiten mit festen Verträgen und Biotropical steht in enger Verbindung mit den einzelnen Partnern. In regelmäßigen Versammlungen entscheiden die Kooperativenmitglieder über den Einsatz der Geldmittel aus einem Sozialfonds. Auch die Preise für ihre Produktion setzen die Bauern selbst fest. Mit der aktiven Förderung der Kleinbauernzusammenschlüsse unterstützt Biotropical die Entwicklung auf Ebene der Dorfgemeinschaften. > CASHEWNÜSSE Cashewnüsse, die als Bruch in den Fruchtriegeln verwendet werden, stammen aus Burkina Faso von der Organisation Association TON. Es ist eine landwirtschaftliche Kooperative mit Sitz in Nangoloko. Der Kooperative sind etwa 2.500 Kleinbauern angeschlossen, die Cashewnüsse und andere Produkte anbauen. Da Burkina Faso kaum über Rohstoffe verfügt, bietet die Landwirtschaft das größte Entwicklungspotenzial für die Wirtschaft und für ein Wachstum zugunsten der Armen. Eine Möglichkeit ist der Anbau und Export der 1930 eingeführten Cashewnüsse. Zum einen ist der Aufwand für den Anbau von Cashew-Nussbäumen sehr gering. Zum anderen werden Cashewnüsse nicht zur Selbstversorgung angepflanzt, sondern nach Europa und in die USA exportiert, was eine zusätzliche Einkommensquelle darstellt. Insbesondere die Verarbeitung zu Bio- und Fairtrade-zertifizierten Cashewnüssen stellt ein sehr rentables und stark nachgefragtes Export-Produkt dar. Für die Kleinbauern der Association TON ist der Anbau von Cashewnüssen für den Export eine wichtige und verlässliche Einnahmequelle. > PARANÜSSE Die Paranüsse stammen aus Wildsammlungen aus Bolivien. Hoch in den Himmel erheben sich die riesigen Baumkronen der Paranussbäume im Amazonas-Regenwald. Zu der Produzenten-Organisation ACEBA gehören rund 100 Familien, die hier leben. Für die Menschen ist das Sammeln der Paranüsse die wichtigste Verdienstquelle. Der Verkauf der Nüsse im Fairen Handel ermöglicht ihnen, ein verlässliches Einkommen zu erzielen. Das Sammeln des Produktes in seiner natürlichen Umgebung hat viele Vorteile: Das natürliche Ökosystem des Regenwaldes bleibt intakt, da keine neuen Pflanzungen angelegt werden, sondern die vorhandene Natur schonend und nachhaltig genutzt wird. Zudem haben die Paranüsse durch ihren natürlichen Ursprung eine hervorragende Bio-Qualität. > BERGMANDELN Über 300 Sonnentage im Jahr lassen die Bergmandeln aus Usbekistan gedeihen. Silk Road Organik ist ein kleiner Betrieb, in dem die frischen Früchte usbekischer Kleinbauern schonend getrocknet und zu leckeren Knabbereien verarbeitet werden. Für die Mitarbeiter ist Silk Road ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Durch den Verkauf der Produkte im Fairen Handel können höhere Löhne gezahlt werden als regional üblich. Die Kleinbauern, die Silk Road mit frischen Früchten beliefern, erhalten Vorauszahlungen und Preisaufschläge, die für Gemeinschaftsaufgaben genutzt werden. Über die Verwendung bestimmen die Gruppen selbst. > GRÜNER TEE DARJEELING Die Produzentengruppe Potong Tea Garden liefert den grünen Darjeeling-Tee für unsere besonderen Fruchtriegel. Der Tee aus Darjeeling gilt weltweit als Inbegriff höchster Qualität. Der Teegarten von Potong wurde vor über 100 Jahren gegründet. Die Arbeiter waren zu dieser Zeit völlig abhängig von den Vorgaben der Eigentümer und die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Teegarten waren prekär. 2006 begannen die Teebauern mit Hilfe der Organisation Tea Promoters India ihren Teegarten selbstständig wieder aufzubauen. Für den Neubeginn entwickelten sie gemeinsam ein zukunftsweisendes Modell: Der Teegarten gehört nun zu 51 % den Arbeitern, zu 25 % TPI und zu 24 % einem privaten Investor. Damit haben die Teebauern die Mehrheit in den Entscheidungsgremien und seither die Möglichkeit, die Entwicklung des Teegartens selbst in die Hand zunehmen. > ROHRZUCKER Der Anbau von Zuckerrohr hat auf der Karibikinsel Kuba eine lange Tradition. Unser Partner ist die Zuckerfabrik Carlos Baliño in der Provinz Santa Clara. Seit dem Jahr 2000 wird hier ausschließlich Bio-Zucker verarbeitet. Das frische Zuckerrohr für die Produktion wird von vier Kooperativen geliefert. Eine von ihnen ist Pita. Die Kooperative hat über 100 Mitglieder und baut auf ihrem Land neben Zuckerrohr auch Reis, Bohnen und Früchte an. Dier Bauern legen Wert auf eine möglichst nachhaltige Nutzung der Anbaufläche. Um die Produktion zu verbessern, steht Pita in permanentem Austausch mit anderen Kooperativen. Die Prämienzahlungen aus dem Fairen Handel verwenden die Zuckerbauern für notwendige Anschaffungen und Investitionen, denn vor allem Ersatzteile für technische Geräte sind auf Kuba kostspielig.

Gebrannte Cashews


Die gebrannten Cashews enthalten Cashewnüsse von der Kooperative TON aus Burkina Faso und Kokosblütenzucker von der Kooperative Nira Satria aus Indonesien. > CASHEWS TON ist eine Kooperative mit Sitz in Niangoloko, im Südwesten Burkina Fasos. Der Kooperative sind etwa 1.200 Kleinbauern angeschlossen, die Cashewnüsse und weitere landwirtschaftliche Produkte anbauen. Fast 95 % der Bevölkerung in Burkina Faso arbeiten in der Landwirtschaft, denn Burkina Faso verfügt kaum über Rohstoffe. Deshalb sind Cashewnüsse seit ihrer Einführung 1930 eine wichtiges Exportgut für die lokale Bevölkerung. Die robusten Bäume gedeihen auch an nährstoffarmen Standorten, brauchen nur wenig Pflege und liefern den Bauern gute Erträge. Für die Kleinbauern von TON ist der Verkauf von Bio- und Fair-Trade-zertifizierten Cashewnüssen in den Export eine wichtige und verlässliche Einnahmequelle. Die Verarbeitung der rohen Cashewnüsse und der Export wird von Gebana Afrique übernommen. Das Fairhandels-Unternehmen unterstützt die Mitglieder von TON durch Schulungen zu Themen des nachhaltigen Anbaus. > KOKOSBLÜTENZUCKER Die Produzenten der Kooperative Nira Satria haben sich auf der Insel Java zusammengeschlossen, um ihren Kokosblütenzucker gemeinsam biologisch zertifizieren zu lassen und im Fairen Handel zu verkaufen. Der Kokosblütenzucker wird nach traditioneller Methode aus den Blüten der Kokospalmen gewonnen. Ihre Stämme strecken sich immitten der grünen Landschaft meterhoch in den Himmel. Zur Gewinnung des Zuckers klettern die Produzenten mit geübten Schritten in die Baumkronen und hängen dort Gefäße auf, um den Saft aufzufangen. Anschließend wird der Saft direkt vor Ort von den Familien weiterverarbeitet. Durch das Kochen des Saftes in offenen Pfannen entsteht der Kokosblütenzucker. Unter ständigem Rühren wird der Saft eingedickt, bis die feine Zuckerkörnung erreicht ist.

Integradora Otilio Montaño


Die Agaven für den Agavensirup werden von Kleinbauern der mexikanischen Kooperative Integradora Otilio Montaño angebaut. Gegründet wurde die Integradora 2005 mit dem Ziel, direkte Vermarktungsmöglichkeiten zu finden und somit gerechtere Preise für die Produkte zu erhalten. In dem Bundesstaat Nayarit im Westen Mexikos herrschen ideale Bedingungen für das Wachstum der Sorte Agave tequilana. Der Anbau und die Ernte der Agaven in der hügeligen Gegend erfolgen fast ausschließlich in Handarbeit. Um den Kleinbauern die Arbeit zu erleichtern, setzt die Kooperative die Fairhandels-Prämien zum Beispiel für die Anschaffung von Werkzeugen und Schutzkleidung ein. Diese stehen allen Mitgliedern zur Verfügung. Des Weiteren organisiert die Integradora Otilio Montaño Weiterbildungen für die Kleinbauern. So wird u. a. über die Möglichkeiten und Vorteile des biologischen Anbaus informiert. Die Kooperative setzt sich dafür ein, dass die Kinder der Region ihre Schulausbildung abschließen. Ein Wunsch ist, sie ebenfalls für den Agavenanbau nach Fairhandels-Kriterien zu begeistern, der ihnen eine Zukunftsperspektive bietet.

Kakao


Die Zutaten für diesen leckeren Bio-Kakao werden zu 100 % von kleinen Produzentengruppen aus Lateinamerika importiert. Die Kooperative Conacado aus der Dominikanischen Republik liefert den Kakao. Der Rohrzucker stammt von der Kooperative Manduvira aus Paraguay. > KAKAO CONACADO (Confederación Nacional de Cacaocultores Dominicanos) ist ein Zusammenschluss von Kleinbauern, die in der Dominikanischen Republik Kakao anbauen. Gegründet wurde CONACADO im Jahr 1988. Damals verkauften die Produzenten ihren getrockneten, unfermentierten Kakao noch an Zwischenhändler, die sich um den Export des Produktes kümmerten. Mit der Gründung des Dachverbandes sollte dieser Zwischenhandel ausgeschaltet werden und für die Produzenten höhere Erträge aus ihrer Ernte übrig bleiben. Der Export wird daher seitdem direkt von CONACADO übernommen. Heute sind etwa 10.000 kleinbäuerliche Kakaoproduzenten Mitglieder von CONACADO. > ROHRZUCKER Die Bauern der paraguayeschen Kooperative Manduvira aus der Region Arroyos y Estaros in Paraguay bauen Zuckerrohr in Bio-Qualität an. Auch die Weiterverarbeitung vor Ort ist bio-zertifiziert. Durch Instandsetzung sanitärer Anlagen oder medizinische Versorgung profitieren die Bauern und die lokale Umgebung vom Fairen Handel. Manduvira realisiert verschiedene soziale Gemeinschaftsprojekte wie beispielsweise den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Beteiligten erhielten einen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Allen Mitgliedern stehen verschiedene Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern bar ausgezahlt. Die Kooperativenmitglieder entscheiden zusammen, was mit den Prämien realisiert werden soll. Demokratische Grundstrukturen sichern die gute Organisation der Kooperative – bezogen auf interne Abläufe und ihre Kontakte nach außen. Andrés Gonzales, der Direktor der Zuckergenossenschaft Manduvira: „Wir können nicht die ganze Welt verändern, aber wenn wir es schaffen, den Menschen in unserer Region ein besseres Einkommen und auch eine Perspektive für die Jugend zu bieten, dann ist das ein kleiner Beitrag zu einer besseren Welt. Unsere Vision ist eine ‚Bio-Region’, in der ausschließlich biologische Landwirtschaft betrieben wird, und dies wird aus-strahlen auf die Nachbarregionen.“

Khaddar


Das Fairhandels-Projekt Khaddar liegt in der Region Luxar an den Ufern des Ganges im Norden Indiens. Am Fuße des Himalajas wächst der Basmati-Reis in traditionellen Anbaugebieten. Die Reisbauern erhalten durch den Fairen Handel vertraglich abgeschlossene Mindestpreise für ihren Reis, die garantiert über dem Weltmarktpreis liegen. Außerdem wird eine Fairtrade-Prämie für jede Tonne fair gehandelten Reis an die Produzentenorganisationen bezahlt. Die Produzenten können selber bestimmen, für welche Projekte das Geld eingesetzt wird. Durch die Einhaltung der Fairhandelskriterien ist sichergestellt, dass die Menschen vor Ort eigenverantwortlich wirtschaften, ihre Existenz sichern können und soziale Mindeststandards in punkto Gesundheit und Bildung erreichen. Die ersten Investitionen, die die Dorfgemeinschaft der Reisbauern von ihrer Fairhandels-Prämien vorgenommen hat, waren der Bau einer Straße durch sumpfiges Gelände sowie der Bau einer Brücke über einen Kanal. Die Lieferung ihrer Ernte von den Höfen in den Ort kann nun viel schneller und unkomplizierter auf Karren erfolgen, als früher zu Fuß mit den Reissäcken auf dem Kopf.

Nussriegel


Die Nussriegel bestehen aus Cashewnüssen aus von der Association TON aus Burkina Faso, aus Rohrohrzucker aus Paraguay, aus Erdnüssen von PMA aus Indonesien und aus Bergmandeln von Silk Road Organik aus Usbekistan. > CASHEW Die Association TON ist eine Kooperative mit Sitz in Niangoloko, im Südwesten Burkina Fasos. Der Kooperative sind etwa 1200 Kleinbauern angeschlossen, die Cashewnüsse und andere landwirtschaftliche Produkte anbauen. Fast 95 % der Bevölkerung in Burkina Faso arbeiten in der Landwirtschaft, denn Burkina Faso verfügt kaum über Rohstoffe. Deshalb sind Cashewnüsse eine wichtiges Exportgut für die lokale Bevölkerung. Die robusten Bäume gedeihen auch an nährstoffarmen Standorten, brauchen nur wenig Pflege und liefern den Bauern gute Erträge. Für die Kleinbauern der Association TON ist der Verkauf von Bio- und Fair-Trade-zertifizierten Cashewnüssen in den Export eine wichtige und verlässliche Einnahmequelle. Die Verarbeitung der rohen Cashewnüsse und der Export wird von Gebana Afrique übernommen. Das Fairhandels-Unternehmen unterstützt die Mitglieder von Association TON durch Schulungen zu Themen des nachhaltigen Anbaus. > ROHROHRZUCKER Die Bauern der paraguayeschen Kooperative Manduvira aus der Region Arroyos y Estaros in Paraguay bauen Zuckerrohr in Bio-Qualität an. Auch die Weiterverarbeitung vor Ort ist bio-zertifiziert. Durch Instandsetzung sanitärer Anlagen oder medizinische Versorgung profitieren die Bauern und die lokale Umgebung vom Fairen Handel. Manduvira realisiert verschiedene soziale Gemeinschaftsprojekte wie beispielsweise den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Beteiligten erhielten einen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Allen Mitgliedern stehen verschiedene Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern bar ausgezahlt. Die Kooperativenmitglieder entscheiden zusammen, was mit den Prämien realisiert werden soll. Demokratische Grundstrukturen sichern die gute Organisation der Kooperative – bezogen auf interne Abläufe und ihre Kontakte nach außen. Andrés Gonzales, der Direktor der Zuckergenossenschaft Manduvira: „Wir können nicht die ganze Welt verändern, aber wenn wir es schaffen, den Menschen in unserer Region ein besseres Einkommen und auch eine Perspektive für die Jugend zu bieten, dann ist das ein kleiner Beitrag zu einer besseren Welt. Unsere Vision ist eine ‚Bio-Region’, in der ausschließlich biologische Landwirtschaft betrieben wird, und dies wird aus-strahlen auf die Nachbarregionen.“ > ERDNÜSSE Unser Handelspartner PT. Profil Mitra Abadi (PMA) ist eine Entwicklungsagentur und Exporteur mit Sitz in Tangerang bei Jakarta auf der Insel Java in Indonesien. Das Ziel von PMA ist die Entwicklung von Kleinbauerngemeinschaften. Um die Entwicklung von Kleinbauern und ihren Gemeinschaften zu fördern, werden sie von PMA in Workshops zu Qualität und Zertifizierung weitergebildet. Mit ihrer Mission, das Bewusstsein der indonesischen Bauern und Unternehmer in Bezug auf das große Potenzial der Lebensmittelerzeugnisse Indonesiens zu stärken, schafft PMA Perspektiven. Um das Wohl der Bauern zu verbessern, werden sie bei der Umstellung auf biologischen Anbau und Fairen Handel unterstützt. Zusammen mit den Bauern werden Methoden entwickelt, die Pflanzen biologisch anzubauen, sodass internationale Standards eingehalten werden. Dadurch soll nicht nur das Wohl der Bauern und der Umwelt verbessert werden, sondern auch die Qualität der Ernten und der Verarbeitung. > BERGMANDELN Silk Road Organik ist ein kleiner Betrieb, in dem die Mandeln aus Wildsammlung usbekischer Kleinbauern schonend getrocknet und zu leckeren Knabbereien verarbeitet werden. Für die Mitarbeiter ist Silk Road ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Durch den Verkauf der Produkte in den Fairen Handel werden für die Produkte gerechtere Preise gezahlt als regional üblich. Die Kleinbauern, die Silk Road mit Früchten oder Nüssen beliefern, erhalten Vorauszahlungen und Preisaufschläge, die für Gemeinschaftsaufgaben genutzt werden. Über die Verwendung entscheiden die Gruppen selbst. Sie wissen am besten, was vor Ort am Nötigsten gebraucht wird: Eine neue Gasleitung zu den Häusern der Bauern oder eine bessere Ausstattung für die örtliche Schule. Die Rohstoffe für alle Produkte, die bei Silk Road Organik verarbeitet werden, stammen aus kontrolliert biologischem Anbau von usbekischen Kleinbauern oder aus regionaler Wildsammlung.

ONCA


Das Entwicklungshilfeprojekt ONCA ist ein Zusammenschluss ländlicher Gemeinden im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Die Mitglieder bauen die Kletterpflanze Guarana an. Die Kerne der leuchtend roten Früchte werden gemahlen und als Pulver exportiert. Brasilien ist geprägt von starken sozialen und regionalen Gegensätzen. ONCA versucht die sozialen Ungleichheiten zu beheben und setzt sich für langfristig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Teilnehmer ein. Rund vierzig Familien haben sich dem Projekt angeschlossen, wobei jede der Kleinbauernfamilien durchschnittlich acht Mitglieder hat. ONCA wurde 1990 gegründet und wird von einem der Landwirte geleitet. Zusammen mit einem Stellvertreter und einem Kassenwart werden diese von den Mitgliedern der Kooperative alle zwei Jahre neu gewählt. Die Mitgliedschaft bei ONCA hat viele Vorteile für die Familien: In einem Gesundheitszentrum ONCAs können sie sich ärztlich versorgen lassen. Ein extra dafür angeschaffter LKW bringt die etwas älteren Kinder in die weiterführende Schule, die zu Fuß nicht mehr erreichbar ist. Die Organisation organisiert auch Programme für Erwachsene, um zum Beispiel die hohe Analphabetenrate zu senken, die in der Region Bahia bei nahezu 100 % liegt. Elektrische Energie wird über Solarzellen produziert und in Kürze wird ein Wasserkraftwerk seinen Betrieb aufnehmen.

Orangensaft


Die Orangen für unseren Orangensaft stammen von Kleinbauern-Kooperativen in Ghana und in Brasilien. Sie kümmern sich um die regelmäßige Pflege der empfindlichen Zitrusbäume und um die Ernte der Früchte. Sie transportieren die reifen Orangen zu den lokalen Verarbeitungsanlagen, in denen die Früchte zu hochwertigem Saftkonzentrat verarbeitet werden. In Deutschland wird der El Puente-Orangensaft fertig gemischt und abgefüllt. > Unsere Handelspartner in GHANA Die Orangen aus Ghana werden von mehreren Kleinbauernkooperativen angebaut. Die Bauern ernten neben Orangen meist weitere Früchte für den Verkauf auf dem lokalen Markt. Die klimatischen Bedingungen für den Anbau von Orangen sind im Süden Ghanas ideal. Die größte Herausforderung für die Bauern ist die Planung der Erntezeiten und Transportwege, denn die frischen Früchte sind empfindlich und müssen schnell verarbeitet werden. Nur so kann eine gleichbleibend gute Qualität gewährleistet werden. In der zentralen Verarbeitungsanlage werden die reifen Orangen einer Qualitätskontrolle unterzogen und zu aromatischem Saftkonzentrat für den Export verarbeitet. In der Vergangenheit hatten die Bauern häufig Probleme durch Überkapazitäten im Anbau und in der Verarbeitung. Durch den Verkauf ihres Produkts im Fairen Handel möchten sie sich einen stabilen Vertriebsweg aufbauen, der langfristige Planungen und Investitionen in die Zukunft der Familien ermöglicht. > Unsere Handelspartner in BRASILIEN In Brasilien sind insgesamt drei Kooperativen unsere Lieferanten für das aromatische Saftkonzentrat. Die Kooperative Coagrosol hat insgesamt ca. 300 Mitglieder. Viele der Produzenten bauen nicht nur Orangen an, sondern auch weitere Früchte. Die Produktion wird auf dem lokalen Markt und im Export vermarktet. Die Kooperative Coopersanta hat etwa 50 Mitglieder. Neben Orangen bauen sie auch Gemüse und Blumen für den brasilianischen Markt an. Die dritte Kooperative, Coopealnor, hat etwa 80 Mitglieder. Die Bauern verkaufen ihre frischen Früchte hauptsächlich auf dem lokalen Markt. Durch die Verarbeitung der Orangen zu Fruchtsaftkonzentrat für den Export haben sie sich einen stabilen zweiten Vertriebsweg aufgebaut.

PARC


PARC (Palestinian Agricultural Relief Committee) ist eine palästinensische Organisation im Landwirtschaftssektor mit Sitz in Jerusalem. Das Hauptziel von PARC ist die Unterstützung der Kleinbauern in den Gebieten Westbank und Gazastreifen, die seit 1993 der palästinensischen Selbstverwaltung unterstellt sind. PARC unterstützt die Bauern im produktionstechnischen und wirtschaftlichen Bereich: Verbesserung der Anbau-, Ernte- und Verarbeitungstechniken sowie direkte Vermarktung. Die Organisation fördert die Produzenten auch bei der Verteidigung der Landrechte gegenüber israelischen Konfiszierungen, bei Wiederaufforstungen, Bildungsprogrammen. Ein besonderes Anliegen der Organisation ist die Förderung von Frauen: PARC unterstützt Frauenkooperativen und führt für sie spezifische Ausbildungsprogramme durch. PARC hat für die Vermarktung der Produkte das Agricultural Trading Service Center (ATSC) gegründet. Seine Aufgaben: Beratung bei der Einführung bzw. Förderung von Agrarprodukten sowie deren Weiterverarbeitung, Qualitätskontrolle, Etikettierung, Verpackung und Vermarktung. PARC hat etwa 30 Festangestellte sowie rund 50 freiwillige Mitarbeiter, die in 145 Dörfern bzw. sieben Regionen der Westbank und an 23 verschiedenen Orten im Gazastreifen wirken. El Puente bezieht von PARC Couscous, getrocknete Tomaten und Medjool-Datteln. Die Medjool-Datteln stammen von der Produzentenvereinigung Palm Tree Farmers’ Association. Das Westjordanland ist von extremem Wassermangel geprägt. Der Dattelanbau im Jordan-Tal und in Jericho ist somit für viele Bauern eine gute Lösung, da Datteln weniger Wasser benötigen als andere Früchte.

Schokoaufstrich


Der Schokoaufstrich besteht aus Rohrzucker aus Costa Rica, Rapsöl u.a. aus Südamerika, fettarmes Kakaopulver von der Elfenbeinküste und Soja Lecithin aus Italien. > ROHRZUCKER Der Zucker stammt von der Kooperative Coopecañera in Costa Rica. Die Kooperative ist im Besitz einer eigenen Zuckerraffinerie, in der das selbst angebaute Zuckerrohr verarbeitet wird. 500 Kleinbauern arbeiten nach den Grundsätzen des Fairen Handels. Die Kooperative unterstützt die Bauern durch technische Beratungen und Mikrokredite. Den Bauern ist der Umweltschutz wichtig, deshalb bemühen sie sich um einen möglichst nachhaltigen Anbau, bei dem sie chemische Mittel soweit wie möglich reduzieren. > RAPSÖL Der Raps für das Rapsöl wird u. a. in Süd-Amerika angebaut. > KAKAOPULVER Der Kakao für unseren Schokoaufstrich wird an der Elfenbeinküste angebaut. Mehr als 20 Kooperativen mit mehr als 12.000 Mitgliedern haben sich hier zum Kooperativen-Dachverband ECOOKIM zusammengeschlossen. Dieser unterstützt die Kleinbauern in der Weiterverarbeitung, dem Export sowie durch Schulungen zur Verbesserung der Kakao-Qualität. Die Elfenbeinküste ist das Land, in dem am meisten Kakao angebaut wird. ECOOKIM geht mit gutem Beispiel voran: Sie arbeiten nach den Grundsätzen des Fairen Handels. Ausbeuterische Kinderarbeit ist hier streng verboten. > SOJA LEZITHIN Das Soja Lecithin in unserem Schokoaufstrich fungiert als Bindemittel der einzelnen Zutaten und sorgt für die cremige Konsistenz des Produkts. Hergestellt wird es in Italien.

Schokolade


Schokolade – Die faire Tafel

Unsere fairen Tafeln enthalten zahlreiche erlesene Zutaten. Der Kakao stammt von den Kooperativen El Ceibo aus Bolivien, von CONACADO und COOPROAGRO aus der Dominikanischen Republik und von Norandino aus Peru. Den Zucker liefert die Kooperative Manduvira.

KAKAO

El Ceibo

El Ceibo ist ein Kooperativen-Dachverband mit Sitz in El Alto in Bolivien. Rund 50 Kakao-Kooperativen mit insgesamt über 1000 Mitgliedern haben sich in der Region zusammengeschlossen, um ihren Bio-Kakao und Kakao-Produkte zu vermarkten. Seit 2000 beziehen wir Kakao von Ihnen.

Ökologische Herstellung

Die Kleinbäuer*innen kultivieren neben Kakao auch Mais, Bohnen und unterschiedliche Gemüsesorten für den Eigenbedarf. Jede Kleinbäuer*innenfamilie bewirtschaftet etwa zwölf Hektar Land. Die Haupterntezeit des Bio-Kakaos ist in Bolivien von Mai bis Juli. Nach der Ernte der Kakaoschoten müssen diese sofort verarbeitet werden: Der Fermentationsprozess, bei dem die frischen Samen in großen Behältern gesammelt und stetig gewendet werden, findet direkt vor Ort statt. Auch die anschließende Sonnentrocknung der Kakaobohnen nehmen die Bäuer*innen in den einzelnen Kooperativen selbst vor.

Ökonomische Fairness

Jede Mitgliedskooperative bestimmt einen verantwortlichen Aufkäufer, der die gesamte Ernte zur zentralen Sammelstelle El Ceibos in Sapecho bringt. Hier sorgen die Produzent*innen dafür, dass die Kakaobohnen gereinigt und für die Weiterverarbeitung bis zur erforderlichen Restfeuchte heruntergetrocknet werden. Dann werden die Kakaobohnen mit dem eigenen LKW weiter nach El Alto zur Kakao- und Schokoladenfabrik El Ceibos transportiert: Hier wird die Kakaomasse für den Export produziert und es werden Schokoladentafeln für den bolivianischen Markt hergestellt.

Soziales Engagement

El Ceibo ist der Name eines heimischen Urwaldbaums, der auch nach der Rodung immer wieder neue Triebe produziert: ein Symbol für die Stärke und Widerstandskraft, den die Mitglieder der Kooperative seit Jahrzehnten demonstrieren. Die Kooperative vergibt zinsfreie Mikrokredite und leistet technische Beratung für die Arbeit der Bäuer*innen, zum Beispiel wie sie gegen Pflanzen-Krankheiten der Kakaopflanzen vorgehen.

CONACADO

Die Kooperative CONACADO (Coordinadora Nacional de Cacaoteros Dominicanos, Inc) hat ihren Sitz in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Insgesamt gehören der Kooperative etwa 10.000 Produzent*innen an. Seit 2021 findet sich Kakao der Kooperative in unseren Schokoladen.

Ökonomische Fairness

Zur Kooperative zählen mehr als 180 Basisgruppen aus neun Regionen des Landes. Die Bäuer*innen werden von CONACADO in technischen Fragen unterstützt. Die Kooperative verfügt über eine eigene Verarbeitungsanlage, in der sie Kakao zu halbfertigen Produkten verarbeitet, wie Kakaobutter, -pulver, -likör, -nibs und -masse. Sie kümmert sich auch um die Qualitätssicherung des Kakaos und der Produkte.

Soziales Engagement

CONACADO bietet den Bäuer*innen Schulungen zu den Methoden des Bio-Landbaus, der Diversifizierung ihrer Feldfrüchte und der Erneuerung der Kakaopflanzen. Dadurch soll sowohl die Kakaoqualität als auch die Einkommensmöglichkeiten der Bäuer*innen steigen.

Ökologische Herstellung

Die meisten Bäuer*innen konnten bereits auf Bio-Anbau umstellen. Denn sie nutzten auch zuvor keine chemischen Düngemittel. Für den Eigenbedarf bauen die Bäuer*innen zudem Zitrusfrüchte, Avocados und Bananen für den Eigenbedarf in den Familien an.

COOPROAGRO

COOPROAGRO (Cooperativa de Productores Agropecuarios) ist ein dominikanischer Kakao-Kooperativen-Dachverband mit Sitz in San Francisco de Macoris. Zu diesem zählen rund 3130 Mitglieder. Seit 2021 findet sich Kakao der Kooperative in unseren Schokoladen.

Ökonomische Fairness

Die Kooperative kümmert sich um die Qualitätssicherung und technischen Beratung der Bäuer*innen. Viele von ihnen sind in Zeiten niedriger Kaffeepreise vom Kaffee- zum Kakaoanbau gekommen. Zudem kultivieren sie Kochbananen, Ananas, Mangos und Orangen und züchten auch Hühner für die Weitervermarktung. Ziel ist durch Infrastrukturprojekte die Verarbeitungsanlagen zu verbessern und weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung umzusetzen.

Soziales Engagement

Die Bäuer*innen bestimmen mit, wie Fair Trade Prämien verwendet werden. Es wurden zahlreiche Infrastrukturprojekte finanziert: Straßen und Brücken wurden gebaut, ein Dorf mit Strom versorgt, eine Schule saniert und ein Vereinshaus gebaut. Der Bau eines Krankenhauses konnte unterstützt werden. Zudem haben die Bäuer*innen Zugang zu sozialen Projekten, Kredit- und Sparprogrammen und einen Nothilfefonds.

Ökologische Herstellung

Alle Bäuer*innen bei COOPROAGRO bauen ihren Kakao nach biologischen Kriterien an. Für den Eigenbedarf werden zusätzlich Bananen, Zitrusfrüchte, Süßkartoffeln und Gemüse angebaut.

Norandino

In der peruanische Kooperative Norandino mit Sitz in Piura wird neben Kaffee, Kakao und Zuckerrohr angebaut. 5000 Kleinbäuer*innen aus 100 Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um ihre Feldfrüchte gemeinsam zu vermarkten. Seit 2021 findet sich Kakao der Kooperative in unseren Schokoladen.

Ökonomische Fairness

Die Hälfte des Landes der Kooperativen-Mitglieder wird für den Anbau von Kaffee genutzt. Auf der restlichen Fläche wächst Kakao, Zuckerrohr, verschiedenes Obst und Gemüse. Die Kooperative unterstützt die Bäuer*innen bei der Diversifizierung und der Erneuerung ihrer Pflanzungen. So vermarktet die Kooperative nicht nur Kaffee, Kakao und Zucker, sondern auch Marmeladen und Säfte. Außerdem hat Noradino ein Tourismusprogramm ins Leben gerufen, über das einzelne Handwerksprodukte verkauft werden.

Soziales Engagement

Es werden Kurse und Schulungen angeboten, um den Mitgliedern der Kooperativen allgemeine Grundkenntnisse zu vermitteln, und sie trotz ihrer geringen Schulbildung in die Lage zu versetzen, selbst die Verwaltung und Abrechnung ihres Kaffees zu übernehmen. Als Beitrag zur Frauenförderung wurden Gemeinschaftsgärten angelegt und die Kleintierzucht angeregt. In zahlreichen Dörfern gibt es aktive Frauengruppen, die sich innerhalb ihrer Dorfgemeinschaften u.a. für Bildungs- und Gesundheitsbelange einsetzen.

Ökologische Herstellung

Die Bäuer*innen erhalten Beratungen zu Methoden des ökologischen Anbaus, um dadurch unter anderem die Produktivität auf ihren Feldern zu erhöhen.

ZUCKER

Manduvira

Die paraguayische Kooperative Manduvira hat ihren Sitz in der Region Arroyos y Estaros. Dort bauen mehr als 1.000 Mitglieder Zuckerrohr und Sesam in Bio-Qualität an.

Soziales Engagement

Demokratische Grundstrukturen sichern eine gute Organisation der Kooperative - sowohl die internen Abläufe betreffend als auch die Kontakte nach außen. Die Kooperative realisiert verschiedene Gemeinschaftsprojekte wie den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Mitglieder erhielten einen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Außerdem stehen ihnen Kurse, Workshops und Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Die Kooperativenmitglieder entscheiden gemeinsam, welche Projekte mit Fair Trade Prämien realisiert werden. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern auch bar ausgezahlt.

Ökonomische Fairness

Dank des Fairen Handels ist den Mitgliedern der Kooperative der große Schritt vom Rohmaterial-Produzenten hin zum Weiterverarbeiter und Exporteur gelungen.

Ökologische Herstellung

Die Mitglieder der Kooperative bauen Zucker in Bio-Qualität an und auch die Weiterverarbeitung ist bio-zertifiziert.

Schokoriegel


Unsere Schokoriegel enthalten Kakao von der Kooperative El Ceibo in Bolivien, Kakaobutter von Conacado in der Dominikanischen Republik, Rohrohrzucker von Manduvirá in Paraguay, Mangos von Gebana Gampaha Kabanika in Burkina Faso sowie Kokosraspeln von Govinge Sangamaya in Sri Lanka. > KAKAO El Ceibo ist unser bolivianischer Partner, von dem wir unseren Kakao beziehen. El Ceibo wurde 1977 gegründet und ist ein Zusammenschluss von rund 50 Kooperativen mit insgesamt über 1.000 Mitgliedern, hauptsächlich kleine Bauernfamilien indigener Abstammung. Die Kleinbauern kultivieren neben Kakao auch Mais, Bohnen und unterschiedlicher Gemüsesorten für den Eigenbedarf. Die Kooperative vergibt zinsfreie Mikrokredite und berät die Bauern bei ihrer Arbeit, zum Beispiel wie sie gegen Krankheiten bei den Kakaopflanzen vorgehen können. Jede Kleinbauernfamilie bewirtschaftet etwa zwölf Hektar Land. Die Haupterntezeit des Kakaos ist in Bolivien von Mai bis Juli. Nach der Ernte der Kakaoschoten müssen diese sofort verarbeitet werden: Der Fermentationsprozess, bei dem die frischen Samen in großen Behältern gesammelt und stetig gewendet werden, findet sofort vor Ort statt. Er dauert etwa acht Tage. Auch die anschließende, etwa fünftägige Sonnentrocknung der Kakaobohnen nehmen die Bauern in den einzelnen Kooperativen selbst vor. Jede Mitgliedskooperative bestimmt einen verantwortlichen Aufkäufer, der die gesamte Ernte zur zentralen Sammelstelle El Ceibos in Sapecho überführt. Hier sorgen die Produzenten dafür, dass die Kakaobohnen gereinigt und auf die richtige Restfeuchte heruntergetrocknet werden, die für die Weiterverarbeitung erforderlich ist. Von hier aus werden die Kakaobohnen mit dem eigenen LKW weiter nach El Alto zur Kakao- und Schokoladenfabrik El Ceibos transportiert: Hier wird die Kakaomasse für den Export produziert und es werden Schokoladentafeln für den bolivianischen Markt hergestellt. El Ceibo ist der Name eines heimischen Urwaldbaums, der auch nach der Rodung noch neue Triebe produziert: ein Symbol für den unbesiegbaren Überlebenswillen, den die Mitglieder der Kooperative seit Jahrzehnten demonstrieren. > KAKAOBUTTER CONACADO (Confederación Nacional de Cacaocultores Dominicanos) ist ein Zusammenschluss von Kleinbauern, die in der Dominikanischen Republik Kakao anbauen. Etwa 10.000 kleinbäuerliche Kakaoproduzenten sind Mitglied von CONACADO. Die Organisation besteht mittlerweile aus neun regionalen Verbänden, deren Mitglieder wiederum in über 180 Kooperativen zusammengeschlossen sind. Der Hauptsitz von CONACADO liegt in der Küstenstadt Haina, nahe der Hauptstadt Santo Domingo. Von hier aus werden Kakaobohnen und Kakaomasse in alle Welt verschifft. Die Produzenten, die für CONACADO arbeiten, verfügen meist über kleine Parzellen zwischen einem und fünf Hektar Land. Hier bauen sie die Kakaobäume in Mischkulturen mit anderen Pflanzen an. Orangen, Mangos, Bananen, Bohnen und Maniok sind die typischen Gewächse, die hierfür genutzt werden. Die Einführung des Fermentierungsverfahrens in der Dominikanischen Republik ist nicht zuletzt der Verdienst von CONACADO. Der Verband hat damit einen Weg gefunden, höhere Kakao-Qualitäten und somit auch höhere Preise für die Produzenten zu erzielen. Zuvor wurden die Bohnen von den Bauern nur an der Luft getrocknet und nicht fermentiert. Dadurch erreichten sie nicht die gleiche Qualität wie heute und konnten nur zu niedrigen Preisen verkauft werden. Ein weiterer wichtiger Schritt, den CONACADO initiierte, war die Umstellung des Anbaus auf Bio-Qualität. Ein großer Teil der Kooperativen baut heute Bio-Kakao an und wurde damit zum Vorreiter für den Anbau eines Produkts, das immer stärker nachgefragt wird. > ROHROHRZUCKER Die paraguayische Kooperative Manduvira wurde 1975 gegründet und zählt heute über 1000 Mitglieder. Hauptanbauprodukte sind Zuckerrohr und Sesam. Sowohl Anbau als auch die Weiterverarbeitung sind bio-zertifiziert. Der Zucker aus Paraguay versüßt verschiedene Naschprodukte von El Puente. Manduvira realisiert verschiedene soziale Gemeinschaftsprojekte wie bspw. den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Beteiligten erhielten Zugang zu fließend Wasser und Strom. Allen Mitgliedern stehen verschiedene Kurse, Workshops und Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern bar ausgezahlt. Die Kooperativenmitglieder entscheiden zusammen, was mit den Prämien realisiert werden soll. Demokratische Grundstrukturen sichern eine gute Organisation der Kooperative - sowohl die internen Abläufe betreffend, als auch die Kontakte nach außen. Dank des Fairen Handels ist den Mitgliedern der Kooperative der große Schritt vom Rohmaterial-Produzenten hin zum Weiterverarbeiter und Exporteur gelungen. > MANGOS Die Mangos kommen aus Burkina Faso. Die Organisation Gebana Afrique unterstützt Kleinbauern dabei, ihre Produkte zu vermarkten. Hauptsächlich werden Cashews, aber eben auch Bio-Mango produziert. Neben einer Vorfinanzierung übernimmt Gebana Afrique die Koordination der Handelspartnerschaft vor Ort und organisiert Schulungen und Workshops für die Produzenten. > KOKOSRASPELN Die Kokosraspeln produziert Gampaha Kabanika Govinge Sangamaya aus Sri Lanka: Nach dem Ernten der Kokosnüsse wird die harte Schale zerschlagen und die Arbeiter entfernen die braune Innenhaut. Zutage kommt das weiße Fruchtfleisch, das in kochendem Wasser sterilisiert und anschließend geraspelt und getrocknet wird.

Silk Road Organik


Über 300 Sonnentage im Jahr gibt es durchschnittlich in Usbekistan – ideale Bedingungen für die Herstellung einer vielfältigen Palette köstlich aromatischer Trockenfrüchte. Bei dem kleinen Betrieb Silk Road Organik werden die frischen Früchte usbekischer Kleinbauern schonend getrocknet und zu Knabbereien verarbeitet. Für die Mitarbeiter ist Silk Road Organik ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Durch den Verkauf der Produkte im Fairen Handel können höhere Löhne gezahlt werden als regional üblich. Die Kleinbauern, die Silk Road mit frischen Früchten beliefern, erhalten Vorauszahlungen und Preisaufschläge, die für Gemeinschaftsaufgaben genutzt werden. Über die Verwendung bestimmen die Gruppen selbst. Sie wissen am besten, was vor Ort am nötigsten gebraucht wird, zum Beispiel neue Gasleitungen zu den Häusern der Bauern oder eine bessere Ausstattung für die örtliche Schule. Die Rohstoffe für alle Produkte, die bei Silk Road Organik verarbeitet werden, stammen aus kontrolliert biologischem Anbau von usbekischen Kleinbauern oder aus regionaler Wildsammlung.

Stellar Organics


Stellar Organics ist das erste Weingut Südafrikas, das sowohl nach streng biologischen als auch nach den Prinzipien des Fairen Handels arbeitet. Es ist ein Zusammenschluss von fünf Weingärten im nordwestlichen Südafrika, etwa 275 km von Kapstadt entfernt. Das semiaride Klima dieser Region ist einmalig auf der Welt und hat sich als hervorragenden Träger erstklassigen Weinaromas bewiesen. Bei Stellar Organics werden weder Pestizide noch Unkrautvernichtungsmittel genutzt. Lediglich Kompost oder andere organische Materialien dürfen zur Düngung eingesetzt werden. Selbst beim Reinigen der Gerätschaften und bei der Weiterverarbeitung ist der Einsatz von Chemikalien auf ein Minimum reduziert. Recycling und Umweltschutz sind wichtige Aspekte des täglichen Geschehens. Die konstante Sonneneinstrahlung in der Anbauregion bedingt eine gleichmäßige Reifung der Früchte, eine gute Farbentwicklung sowie einen reduzierten Kaliumgehalt und garantiert somit eine hohe Qualität der geernteten Trauben. Über den Beginn der Lese entscheidet jeder Winzer selbst. Ihm stehen Analysen zur Verfügung, nach denen er sich richten kann, jedoch sind letztendlich der Geschmack und die Tannin-Reife entscheidend.