Union ProAgro

Die Union PROAGRO (UNIÓN DE PRODUCTORES AGROPECUARIOS) ist ein Zusammenschluss von Aymaras und Quechuas aus den Anden Boliviens. Sie bauen Arabica-Kaffee unter ökologischen Gesichtspunkten ohne chemischen Dünger oder Pestizide an.

Die Mitglieder der Kleinbauerngemeinschaft PROAGRO leben in der bolivianischen Provinz Caranavi, am Rande eines Drogenanbaugebietes in Nor Yungas. Der Union gehören rund 210 Kaffeebauern an, davon ca. 46 Frauen. Die Situation der Bauern und ihrer Familien, die einst aus dem Hochland zugewandert sind, ist häufig durch extreme Armut gezeichnet. Durch das Kaffee-Projekt werden ihnen die Möglichkeiten eines legalen Anbaus aufgezeigt.

Die Kooperative berät die Kleinbauern und gibt ihnen technische Unterstützung bei Produktionsfragen und sorgt für eine gemeinsame Vermarktung des Bio-Kaffees. Die Kaffee-Pflanzungen liegen in drei verschiedenen Klimazonen auf einer Höhe von 800 bis 1.600 Metern.

Bei der Verarbeitung des Kaffees wurde auf die Anschaffung teurer technischer Geräte verzichtet: Die Kleinbauern verarbeiten ihren Kaffee auf den Fincas auf traditionelle und ökologische Weise. In einfach konstruierten, handbetriebenen Schälmaschinen werden die Kaffeekirschen von der fleischigen Schale befreit. Die Trocknung erfolgt anschließend auf hochgestellten Drahtgeflechten. Der Rohkaffee wird danach mit dem LKW nach El Alto bei La Paz gebracht und dort in der organisationseigenen Anlage für den Export vorbereitet.