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Unser Gast zur Fairen Woche

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Marthe Unser Gast zu Fairen Woche

Unser Gast zur Fairen Woche

„Ich freue mich, die Mitarbeitenden der Weltläden kennenzulernen und auf den Austausch mit anderen Kaffeeproduzentinnen aus unterschiedlichen Teilen der Welt!“, Marthe Uwiherewenimana. Während der Fairen Woche 2019 wird Marthe auf der Rundreise im September die Erfahrungen der Kaffeebäuerinnen und –bauern teilen und aufzeigen, wie der Faire Handel zur Geschlechtergerechtigkeit beiträgt.

Gleiche Chancen und eine gute Zukunft für Kaffeebäuerinnen

Ruanda ist ein Land, das eine besondere Rolle bei der Stärkung von Frauen innehat. Dies zeigt auch die Gruppe „Ejoheza“ der Kooperative KOPAKAMA. Ejoheza bedeutet „gute Zukunft“ und vereint Frauen, die Witwen oder Hinterbliebene des Genozids sind. Die Idee der Gruppe ist nicht nur, Frauen zu stärken, sondern sie auch zu vereinen. Die Frauen bewirtschaften gemeinsam 1,5 ha Land  und dazu hat jede Frau ihren eigenen Kaffeegarten. Das Einkommen und ein internes Kredit- und Sparsystem stützt sie in ihrer sozioökonomischen Entwicklung und ermöglicht ihnen konkrete Ziele zu verfolgen. Hinzukommt, dass durch die gemeinsame Arbeit Freundschaften und Frieden geschlossen wurde.

„Die Förderung von Frauen ist sehr wichtig, um ihnen die gleichen Chancen wie Männern zu geben. In einigen Ländern Afrikas, lag die Entscheidung über Aufgabenteilung ganz bei dem Mann – so war es auch hier auf den Kaffeeplantagen, die als Eigentum der Männer galten. Nach dem Genozid in Ruanda, nachdem viele Frauen verwitwet oder alleine waren, weil ihre Männer inhaftiert wurden, wurden viele Plantagen aufgegeben. Diese wurden aber ermutigt, selbst die Initiative zu ergreifen und sich den neuen Möglichkeiten bewusst zu werden.“, erklärt Marthe. Sie selbst ist seit 2010 Mitglied bei Kopakama und ist seit 2017 Vorstandsvorsitzende. Dabei ist es ihr besonders wichtig als Vertreterin der Kooperative und zugunsten der Mitglieder zu agieren. Etwa ein Drittel der Kooperativenmitglieder sind Frauen. Vor dem Erlass des neuen Erbschaftsrechts im Jahr 2000, durften Frauen in Ruanda keinen eigenen Kaffeegarten besitzen. Heute haben viele Frauen ein eigenes Stück Land mit Kaffeepflanzen, das sie bewirtschaften können.

Fairer Kaffee in Bio - Qualität

Ein weiteres Thema für das sich El Puente zusammen KOPAKAMA einsetzte, ist die Umstellung auf ökologischen Kaffeeanbau. Nach langjähriger Zusammenarbeit, ist es soweit: Den Kaffee von KOPAKAMA wird es nun auch in Bio-Qualität geben. Der El Puente Entwicklungsfonds unterstützte KOPAKAMA während der gesamten fast dreijährigen Umstellung finanziell. In dieser Zeit übernahm der Entwicklungsfonds die Kosten für die Bio-Prüfungen, die regelmäßig durchgeführt werden mussten. Nun ist der Bio-Kaffee unterwegs - mit dem gleichen vollen Geschmack und in Bio!

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